Während Gaby wegen GV-Frauenchor nach Hause hüpfte, fuhr Martin alleine Richtung Meer.
Zuerst galt es zu packen, einiges zu reinigen und vorzubereiten. Dazu war dieses Landcamping ideal.
Morgens früh fuhren wir retour nach Marrakesh an den Flughafen.
Jetzt galt es noch konzentrierter zu fahren und die Karten selber besser zu studieren. Fahrzeuge, Mopeds etc. kommen von allen Seiten.
In Etappen fuhr ich die fast 200 km bis Essaouira, einer herrlichen Stadt am Meer.
Dank dem geschützten Hafen wurde dieses Gebiet schon sehr früh besiedelt. Im 15. JH. kamen die Portugiesen und begannen umgehend mit dem Bau der heute noch sichtbaren Befestigungen und der Hafenanlagen.
Im 17. JH. war hier der grösste Seehafen Marokkos. Bis 1910 gab es einen Anteil von 48 % Juden.
Nach dem Einkauf wollte Martin die Stadt besichtigen, aber wo parken? So viele Fahrzeuge und nirgends wollte man ein grosses Wohnmobil. Die Polizisten wollten mich aus der Stadt schicken, Hotels mit grossen, leeren Parkplätzen waren auch nicht flexibel genug und trotzdem wurde es möglich – direkt vor der Stadtmauer – ein grosser voller Parkplatz auch zum Übernachten.
So konnte man einmal mit Touristen am Nachmittag und am andern Morgen in Ruhe diese urtümliche Stadt erleben. Sogar zu einem Coiffeur reichte es.
Wie weiter? Über Googlemaps sucht man sich eine Gegend und fährt dorthin – diesmal an einen Sandstrand zwischen den Hügeln.
Eine schöne Fahrt Richtung Agadir führte durch grüne Hügel mit den stachligen Arganbäumen, eine der ältesten Baumarten. Diese sind geschützt (Unesco) und das Oel ihrer Nüsse wird für Kosmetik und Küche verwendet.
Am Schluss landete ich in einem kleinen Fischerdorf und genoss auch frischen Dorsch. Herrlich so zu reisen.

