rasch nach Hause

In drei Etappen fuhren wir vom Mittelmeer nach Hause – Châteauneuf du Pape – Dijon – Richterswil.

Wir wussten, dass sich das Wetter verschlechterte – es sollte kühl und regnerisch werden. So entschieden wir uns, am Sonntag der Rhone hinauf zu folgen und Châteauneuf du Pape zu besichtigen. Wegen einem Fest wurde parken sehr schwierig. Wir fanden zuoberst beim Château einen Platz und spazierten hinunter ins schöne Dorf. Weiter ging es zum nächsten Château zum exklusiven Mittagessen. Auf ihrem Parkplatz übernachteten wir und der nächtliche Sturm mit Regen konnte uns nichts anhaben.

Am nächsten Tag starteten  wir im Regen und erst 400 km nördlich wurde es heller und trocken.
Ausserhalb Dijon gab es einen neuen Stellplatz und mit Taxi ging es in die Stadt. An diesem Montag waren viele Läden geschlossen. Die Stadt hat jedoch ihren Charme. Gerne kommen wir wieder.

Mit immer teureren Diesel ging weiter es nach Hause (Krieg USA-Iran). Kostete er in Marokko noch 1 CHF, wurde es mit 2.50 CHF in der Schweiz teuer. Auch hier kam der Frühling und mit ersten Spargeln aus Deutschland und vielen Geschenken kamen wir wieder heil zu Hause an. Es galt auszupacken, zu reinigen und alles für eine nächste Reise vorzubereiten.

Provence – Camargue

Von Lourdes fuhren wir den Pyrenäen entlang in die Provence und südlich in die Camargue ans Mittelmeer.

Die Pyrenäen haben noch Schnee
Blick Richtung Mittelmeer
Gruissan an Meeres-Lagunen
Schöner Strand am Mittelmeer

Weiter südlich von Narbonne liegt Gruissan und an einer Lagune genossen wir unsere Übernachtung.

Am andern Tag besichtigten wir diese Lagunen, Dämme, die Salzgewinnung und fuhren bis nach Saintes-Maries-de-la-Mer, welche Gaby bereits  in jungen Jahren besuchte. Wie touristisch es inzwischen geworden ist?
Die heilige Sara wird vor allem von Zigeunern und Fahrenden mit einem grossem Fest im Mai verehrt.
Schön dieser lange Strand und Surfer, die das wilde Meer liebten.

Lourdes

Rasch fuhren wir  bis nach Lourdes, der heiligen Stätte von Bernadette.

Unser erster Zwischenhalt nach Nordspanien war kurz nach der Grenze in Orthez, einer kleinen mittelalterlichen Stadt. Wir genossen dieses Flair und ein französisches Croissant.

Weiter folgten wir den Pyrenäen entlang bis nach Lourdes, wo wir den neuen Stellplatz mit herrlicher Aussicht auf Stadt und Berge genossen.

In die Stadt, zur Kathedrale und der Grotte der heiligen Bernadette gab es einen kurzen Spaziergang und so konnten wir am Tag und Nachts einen Besuch machen.

Sehr ergreifend war die nächtliche Prozession von Tausenden mit ihren Laternen. Viele Kranke  auch im Rollstuhl pilgerten hierher und hofften auf eine Heilung von der heiligen Maria.

Abschluss Nordspanien

Wir fuhren nördlich nach Zamora und bis zur Atlantikküste bei Santander, folgten westlich der Küste bis zur Grenzstadt – Akartegi – zu Frankreich – eine für uns ganz herrliche Gegend.

Zamora am El Douro gelegen.
über Bergautobahn bis 1’000 m
in Santander übernachten
Riesiger Strand in Akartegi

Grossstädte, wie Salamanca liessen wir bewusst aus und genossen kleinere, einfach begehbare Städte, wie Zamora, direkt am El Douro gelegen. Wir konnten direkt am Fluss parken und via alter Brücke in die Altstadt gelangen.

Bereits an der Atlantikküste genossen wir  27°C. Den schönen Küstenzipfel mit langen Sandstränden schafften wir auf einem 7.5 km Rundweg. Am Schluss ging es steil hinauf zur Universität auf dem Hügel und wieder hinunter zu unserem Platz. Die Rolltreppen fanden wir, doch einige waren ausser Funktion.

Weiter ging es der Nordküste entlang mit Zwischenstopp bei einer Werft heute mehr Museum und Ausbildungsstätte und danach bis zur letzten spanischen Küstenstadt Akartegi an einer Lagune mit langer Mole und 100 m Distanz zu Frankreich. Gerne kommen wir wieder.

Osterprozession in ‎⁨Plasencia⁩

Wir fuhren nordwärts und stoppten lieber in einer kleineren Stadt – ‎⁨Plasencia. Eindrücklich, 90’000 Einwohner und ⁩ eine Kathedrale mit Teilen aus dem 12. JH.

Spannend, rechtzeitig erlebten wir die Prozession und nahmen auch an einer Messe teil.

Glück hatten wir auch mit unserem Osteressen; keine Reservation und trotzdem fanden sie für uns einen Platz.

Viele zufriedene Menschen

Auf dem Römerweg nach ‎⁨Mérida⁩

Schon die Römer bauten eine Strasse durch Mittelspanien in den Norden bis Gijon.

Von Sevilla ging es durch hügelige, grüne Landschaften.

Zuerst wunderten wir uns über die vielen schönen Bäume, doch bald wurde uns bewusst, dass es Eichen sind, unter welchen die Iberico-Schweine die Eicheln fressen. Daraus wurde ein grösserer, wunderbarer Abstecher in die Landschaft und zum Schluss beobachteten wir auch einige Tiere aus der Nähe.

Colonia Augusta Emerita, 25 a.c.

Bis Mérida⁩ war es nicht allzu weit. Gut entschieden wir uns, hier zu rasten und weiteres über die Römer zu erfahren. Erstaunlich, was es hier schon vor 2’000 Jahren alles gab: Eine grosse römische Stadt (mit Circo, Arena, Theater, Tempel) am Fluss gelegen und umgeben von Mauern, mit einer riesigen Brücke und langen Wasser-Viadukten aus den Bergen. Erstaunlich auch, was so lange erhalten blieb.

Karwoche-Prozession in Sevilla

Wir hatten den Mut, mit vielen Anderen die Prozessionen in Sevilla zu besuchen.

Wir verliessen früh Algeciras und fuhren zuerst westwärts bis ‎⁨Alcalá de los Gazules⁩, einer weissen Kleinstadt auf dem Hügel.

Herrlich, Morgens durch die stillen Gassen bis zur Kirche hochzusteigen. Erste Vorbereitungen für die Ostertage wurden gemacht.

Weiter ging es bis Sevilla. Mit soviel Glück bei der Anreise hatten wir nicht gerechnet (Gegenverkehr mit riesigen Staus). Problemlos kamen wir in die Stadt und konnten nah der Altstadt parken.
Zu Fuss ging es durch schönste Parkanlagen in die sehr lebendige, saubere Altstadt mit den riesigen Vorbereitungen für die Prozessionen.

Ab 19 Uhr sollte es losgehen und für einen guten Platz sollte man mindestens 2h vorher reservieren. Dies taten wir uns nicht an und bummelten durch enge Gassen. Spontan entschieden wir uns und fanden Platz in einem Restaurant direkt mit Sicht auf die Gasse. So konnten wir aus nächster Nähe den Start erleben. Das Verlassen wurde später etwas schwieriger, da überall riesige Menschenmengen Spalier standen und kontinuierlich Umzüge von einzelnen Vereinen stattfanden.

Wir genossen diese Atmosphäre und staunten über offene reich geschmückte Kirchen und schöne Hauseingänge.

16 h unterwegs Busse zu tun, mit diesen spitzen Mützen, schweren Kerzen und teilweise barfuss oder in Socken.  Da muss schon viel Leidenschaft dahinter stecken.
Wir genossen lieber eine ruhige Nacht und den Abschluss am Karfreitag Morgen.

Von Afrika nach Europa

Wir fuhren weiter der Mittelmeerküste hoch bis zur Verschiffung bei Tanger Med.

oben ‎⁨Tétouan⁩, ganz rechts spanische Enklave Ceuta

Die Küstenstrasse war herrlich.
Von ‎⁨Tétouan⁩, der letzten grösseren Stadt Marokkos blieben unterschiedliche Erinnerungen. Über den grossen Fluss gab es nur zwei Brücken und eine wurde (wegen Bauarbeiten) gesperrt. Dies ergab stundenlange Staus und viel Chaos. Marokkaner konnten auch auf der Gegenspur fahren, alle überholen und irgendwie wieder einquetschen.

Früh fuhren wir los, wollten wir doch die Fähre um 10.30 erreichen.

Vorerst ging es an der schwierigen, bewachten Küstenstrasse (Flüchtlinge nach Europa) entlang und dann in die felsigen Berge.

Halbinsel ist Ceuta – span. Enklave. Dahinter erkennt man das Festland Spanien
Über Bergstrassen mit Blick Richtung Marokko

Der Hafen von Tanger Med. ist riesig. Es gibt 6 Terminals, eines alleine für die Verschiffung der in Marokko produzierten Renaults.

Renault Terminal
Container Terminal

Die Kontrollen benötigten zwei Stunden und nach einer einstündigen Verzögerung fuhren wir los.

Nach einer sonnigen Überfahrt kamen wir nach Algeciras. Dort galt es wieder Gas zu tanken, das Fahrzeug zu waschen, uns an bekannter Küste zu erholen und die Weiterreise zu planen.

„Unser“ Stand mit Blick nach Gibraltar

Viele Erinnerungen von der zweimonatigen Marokko-Reise bleiben.

Screenshot

Sonn(en)tag am Mittelmeer

Wir folgten dem Fluss Wadi Laou und einem Nationalpark entlang bis zum Mittelmeer.

Uns erwartete eine herrliche Fahrt durch Berge/Hügel und Schlucht.

Unterwegs fanden wir einen guten Wasserbrunnen. Wir mussten nicht 180 Liter Wasser aus dem Brunnen hochziehen (!!!), sondern konnten nur den Schlauch an einen Wasserhahn anschliessen. Daneben pflügte der Bauer mit zwei Pferden in Ruhe sein Feld.

Auf dem fast 10 km langer Kieselstrand konnte man entlang wandern bis zur Flussmündung. Schwimmer sahen wir nur einen, aber den Sonntag Abendspaziergang genossen viele.

am Flussdelta

„Blaue“ Bergstadt Chefchauone

Voller Unternehmungslust fuhren wir ostwärts Richtung Mittelmeer.

Unterwegs sahen wir einen grossen ländlichen Samstags-Markt. Es galt umzukehren und über eine kleine Brücke ins „Getümmel“. Irgendwie parken geht immer. Hier hatte es nicht nur viele Leute, Händler, PW’s und Pickups, sondern auch noch viele Esel und Pferde als Transportmittel.

Was es alles braucht für das Leben? Auch mit Lautsprechern wurden Waren gepriesen. An drei Orten wurden die lebendigen Hühner vor Ort geschlachtet, gerupft und ausgenommen. Wir wollten keines!

Weiter ging es bis zur bekannten Touristenstadt Chefchauone wegen ihren blauen Häusern. Über Serpentinen kletterten wir bis 700 m zu einem idealen Campingplatz. Unsere Überraschung war, dass bereits um die Mittagszeit der Zugang begrenzt wurde, da weitere 30 Fahrzeuge von Reisegruppen erwartet wurden. Wegen Ostern sind viele Spanier, Franzosen, Niederländer hier.

Unglaublich, wie viele Geschäfte mit Souvenirs , Restaurants, aber aktuell auch viele Gäste. Die Lage auf dem Hügel ist eindrücklich.