Ja zu Bukarest

Die Empfehlung war, Bukarest grossräumig zu umfahren – zu viel Verkehr. Martin wollte jedoch das Parlamentsgebäude mit 30’000 m2 – zweitgrösstes der Welt – in Wirklichkeit erleben. So sind wir Nachmittags in die Stadt und Abends wieder hinaus – ohne grosse Probleme. Für uns eine tolle Erfahrung.

So ein riesiges Gebäude, aber keine Parkplätze. So haben wir es umrundet und gesucht und gesucht. Auch als Parlamentarier wollten Sie uns nicht akzeptieren (?). Am Schluss nutzten wir eine kleine Lücke bei den Bussen und kamen ohne lange Wege rechtzeitig zum letzten Rundgang. 5 % des Gebäudes wurde uns gezeigt, aber auch dafür benötigten wir über eine Stunde. Heller Wahnsinn diese Dimensionen!!! Teppiche von riesiger Grösse bis zu 3 Tonnen schwer, Brokat-Vorhänge über 15 m und 200 kg. Wieviele Kristallleuchter, Tonnen Marmor und Beton konnte ich nicht behalten – alles musste grösser als überall auf der Welt werden.

In fünf Jahren wurde es errichtet und Präsident Ceaucescu konnte die Fertigstellung im 1989 nicht einmal erleben – er wurde ermordet. 20’000 Arbeiter waren vor Ort, insgesamt mit viel Vorfertigung haben über 100’000 Personen unter viel Druck daran gearbeitet. Interessant ist, dass eine frische Architektur-Absolventin den Wettbewerb von 18 Teilnehmern gewonnen hat und bis zu 700 Architekten zur Ausarbeitung beauftragt hat. Ceaucescu war jede Woche auf der Baustelle und alle französischen Beispiele der Welt wurden begutachtet und bei Auswahl mindestens grösser (und prächtiger) nachgebaut. Kosten 4-6 Mia Euro oder die Hälfte des jährlichen Bruttosozialproduktes und auch heute noch mit endlosen Kosten verbunden. Aktuell wurde geflickt, Marmor ersetzt Fenster gewechselt, etc. Wer will kann gerne die Säle mieten – alles ist möglich.

Zum Schluss wollten wir auch die riesige Allee hinauf mit den super Wasserspielen (Versailles?). 50’000 Bewohner (Griechen, Bulgaren, Juden) mussten weichen und alles wurde abgerissen. Eine riesige Kirche und ganz wenige Häuser wurden verschoben.

Zu unserem Bukarest-Abschluss gab es ein kleines, feines Nachtessen im High Class Pub für Reiche – für uns 24 CHF. Anschliessend sind wir einfach zur Stadt hinaus und fanden eine Bleibe bei einem Vermieter von Wohnwagen-/mobilen.

021 Zusammenfassung bis Budapest

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