Hauptstadt Vientiane

Die Hauptstadt der Demokratischen Volksrepublik Laos ist Vientiane mit 350’000 Einwohnern (Ballungsraum 620’000) am Mekong mit Grenze zu Thailand gelegen. Der Einfluss aus der französischen Kolonialzeit ist mit Paradestrasse, Triumphbogen und Villen immer noch ersichtlich. Seit der Öffnung in den 1990-er Jahren wurde aber auch hier viel investiert und neu gebaut.

Von Vang Vieng gab es nur eine kurze Strecke bis zur Autobahn nach Vientiane.  Diese von Chinesen neu gebaute vierspurige Autobahn war praktisch leer, aber die ca. 100 km für 10 CHF waren auch nicht billig. Selbstverständlich werden die Fahrzeuge auch hier über Kameras erfasst.

Wir blieben hier drei Nächte. Da es heiss  (38°C und feucht) war, genossen wir den Stromanschluss, um durchgehend zu kühlen. Am ersten Tag gab es einen Stadtausflug und Abends eine Geburtstags-Poolparty.

Das Museum, bzw. der Tempel ist sehr wichtig für die Laoten. Ursprünglich stellte sich eine schwangere Frau zur Verfügung, als Basis für die Tempelsäule. Seit daher beten hier die Laoten für erfolgreichen Nachwuchs.

Diese Buddha-Kultur mit den verschiedenen Symbolen beginnen wir langsam zu verstehen. Wieviele Tausende von Buddhas in wie vielen Posen haben wir bereits gesehen??? Tröstlich auch Architekturstudenten aus Vietnam studieren diese Kultur.

Schöne Abkühlung bei Geburtstags-Poolparty

Den zweiten Tag besuchten wir lokale Märkte und Abends gab es das Laos-Abschiedsessen. Schön, wenn man es einfach geniessen kann.

Mitfahren?

Videos  geben weitere Eindrücke von unserer Reise. Wer Lust und Zeit hat kann kurze Zeit mit uns mitfahren. Anbei einige Auszüge nur für privaten Gebrauch:

Meistens waren die Strassen leer und wir genossen das Fahren. In Dörfern konnte es wegen parkierten Autos auch mal eng werden.

Normal waren die Strassen in Laos sehr gut, trotz der hügeligen Landschaft und den vielen Kurven. Wir hatten aber auch grosse Schlaglöcher vorgefunden. Einige für Dich:

Wir fuhren auch über Pässe von über 1’800 m. Beim hinunterfahren streikte bei Temperaturen bis 40 °C auch unser Bremsassistent. Zum Glück erlebten wir nicht das gleiche Schicksal wie der Lastwagen.

Laos ist immer noch arm. Dies erlebten wir auch bei der Fahrt durch die Dörfer.

Von einem schönen Stellplatz fahren wir los über den Fluss auf die Hauptstrasse.

600 km nördlich – Hoi An

In zwei Tagen sind wir der Küste entlang über 600 km in den Norden gefahren. Eine Autobahn wird auch eine vierspurige Strasse durch alle Dörfer genannt. Dabei erkennt man meist nicht, wo ein Dorf beginnt oder wo es aufhört. Es hat einfach überall Häuser entlang der Strasse, viele Kleinläden, Handwerker, Kioske/Essstände und sehr viele Motorräder.

1. Tag bis Quy Nhon

Morgens früh bei teilweise Feuchtnebel fuhren wir in den Bergen von Da Lat los und liessen die Gewächshäuser und hügelige, bewaldete  Landschaft hinter uns.

Am diesem Tag bis Quy Nhon fuhren wir über 300 km durchschnittlich 45 km/h. Aber der Küste entlang zu fahren war sehr schön. Alles war grün und es gab viele schöne Buchten am Meer. Die Mittagspause verbrachten wir bei Vietnamesen in einer „Badeanstalt“ am Meer. Hier wird gebadet, ausgeruht und mitgebrachtes gegessen.

Dem Meer entlang gibt es sehr viele Fischfarmen und am Land viele Teiche für Shrimps, welche regelmässig entleert und gereinigt werden. Daher der Fischreichtum auf den Märkten.

Abends genossen wir die Innenstadt von Quy Nhon einer Grossstadt mit vielen Touristen dank Flughafen und Meeresstrand. Wir genossen den Ausblick vom 41 Stockwerk über die Stadt.

2. Tag bis Hoi An

Vor dem Losfahren vom Stadtzentrum Quy Nhon machten wir einen Morgenspaziergang ans Meer. Die Vietnamesen waren früh auf und Morgenturnen, -schwimmen gehört vor der Arbeit dazu.

Intensiv wird hier während des ganzen Jahres Reis angebaut. Wir fanden alle Stadien des Anbaus vom Anpflanzen bis zur Ernte. Dazwischen besichtigten wir einen Champatempel. Die Champa waren in prähistorischer Zeit über Polynesien – Malaysia nach Vietnam eingewandert. Sie waren erfolgreiche Bauern, Seefahrer und Sklavenhändler. Ihre Tempel wurden aus Ziegeln ohne Mörtel errichtet.

 

Am Mittag besuchten wir das Museum My Lai, dem überfallenen Dorf Son My, wo über 500 Zivilisten starben.

Kurzvideo von Fahrt über Land nach My Son

In Hoi An übernachten wir in einem Hotelresort am Meer. Vietnam verlangt von uns mehrere Hotelübernachtungen. Gute Gelegenheit sich abzukühlen!

Unsere Nachbarn

Hier auf dem Land kennen sich die Leute, die Familiensippe hat immer noch Tradition wie auch die Religion – Buddhismus. In diesem kleinen Dorf mit ca. 400 Einwohnern gibt es ein Schulhaus, zwei Tempel und in vielen Häusern findet man Hühner, Kühe und Hunde.

In den letzten Jahren wurde viel gebaut. Es gibt auch viele Thailänder, welche im Ausland leben und hier in Häuser investieren. Somit stehen auch einige Häuser (wie unseres) meist leer und werden nur kurzfristig genutzt. Viele Häuser sind umzäunt und haben Hunde. Trotzdem mussten wir unser Haus nie abschliessen, man kennt sich.

Anbei Eindrücke von Bauweise und verschiedenen Häusern. Wegen Termiten wird heute weniger Holz verwendet und mehr mit Stahl, Betonsteinen gebaut.

 

Alle Leute waren sehr offen und gastfreundlich. Wir danken für die vielen herzlichen Empfänge.

In unserer Nähe gibt es auch ein Swiss Village. Gemäss Aussage leben dort rund 300 Schweizer (Pensionierte). Sie haben schöne Häuser gebaut, hatten einen Club und lebendigen Austausch bis es durch Krach (Neid, Missverständnisse) auseinanderging.
Für uns ist diese Multi-Kultur nicht einfach zu verstehen, z.B. ein Schweizer lebte mit einer Thailänderin zusammen. Sie hatte mit Ihrem Freund zwei Kinder und alle lebten im gleichen Haus. Ihr Freund wurde ihrem Mann als Bruder vorgestellt. Thai-Männer und Frauen sind wenig treu. Wir sahen auch einige Stundenressorts primär für Thais auf dem Lande. Dabei wechseln auch viele Ihre Vorlieben zum gleichen/anderen Geschlecht. Darüber wird offen gesprochen und es hat nichts Anrüchiges. Bei der Geburtstagsparty hat uns ein Freund als Ladyboy vorgestellt und schönste Fotos von sich als Dame gezeigt. Auch ein weiterer Gast, der aktuelle Gemeindepräsident, lebt mit einem Mann zusammen.

Geburtstagsparty
Wir konnten hier den 80. Geburtstag eines Schweizers feiern. Er ist seit 37 Jahren mit einer Thailänderin verheiratet und gemeinsam wohnen sie in der Schweiz. Jeweils Monatsweise (Visabedingt) kommen Sie in ihr grosses Haus hierher. Wir haben dieses ruhige schöne Fest mit viel Essen sehr genossen. Vielen Dank.

Entspannen am Nationalpark

Hier am Nationalpark gefiel es uns sehr. Wir nutzten die Tage zur Erholung, Aufarbeitung von Pendenzen und kleine Rundgänge. Aktuell ist es hier sehr ruhig, richtig zum geniessen. Bei einem Dorfrundgang hatten wir guten Einblick in das einfache Leben. Das Dorf ist zwar klein, hat aber dank Nationalpark-Eingang und grossem Hindutempel für die Feiern eine gute Ausgangslage.

Wir durften einer Tanzvorführung beiwohnen. Die ethnische Gruppe heisst Taru.

Kurzvideo von Tanzvorführung   und  Tanzvorführung mit Schlagstöcken

Bus küssen – verboten!

Jedes Land hat seine Gesetze und Verkehrsregeln. Wir versuchen, diese auf unserer langen Reise immer zu verstehen und uns danach auszurichten.

Seit Indien wissen wir, die Busse haben eigene Gesetze. Sogar die Lastwagen weichen aus oder halten an, wenn ein Bus auf Gegenfahrbahn auch in Kurven halsbrecherisch überholt. Wir sind daher immer vorsichtig und überlassen Ihnen den Vortritt. Bei dieser Fahrt hatte uns z.B. ein grüner Lokalbus gegen ein Dutzendmal überholt – kein Problem.
Dumm trotzdem, dass ein roter Fernbus bei einem Übergang blitzschnell von hinten auftauchte und uns irgendwie überholen wollte.
Schade auch, dass der Busfahrer Angst vor Vorgesetzten hatte und keine Einigung eingehen konnte.
Gut, dass die Polizei uns schützte und intensiv auf den Fahrer einredete. Es kam fast zu einer Verhaftung. Nach längerer Zeit kam ein Vorgesetzter und wir konnten uns gütlich einigen.
Aber Achtung bei linker Fahrweise hat der rechts fahrende (Bus) immer Vortritt. Neben den vielen Löchern auf der Fahrbahn auch noch alle Rückspiegel gleichzeitig beachten!

2.5 Minuten

Auf gleicher Fahrt ging es besser (Schlaglöcher, Kleinbus und Moped überholen rechts, anderes Moped links links) und umgekippt wie dieser Lastwagen sind wir auch nicht.

Hafenstadt Kochi

Kochi war den Ägyptern bereit vor 4000 Jahren bekannt. Der Zimt und Pfeffer diente ihnen ihre Mumien einzubalsamieren. Später kamen Perser, Griechen, Römer, im 15. JH. übernahmen die Portugiesen, in der Blütezeit des 17. JH. die Holländer und erst danach die Engländer bis 1948. Die Hafenstadt eignete sich für den Handel und die Gewürze waren die treibende Kraft. Die Juden bekamen hier vom Maharadscha Sonderrechte, wie gratis Land am Hafen und mussten keine Steuern bezahlen. Hier haben wir die vielen Geschäfte besucht, aber von den 2000 Juden ist nur noch ein Ehepaar geblieben, alle andern sind primär nach Israel ausgewandert.

Wir geniessen unseren engen Standort, weil es direkt daneben endlich wieder einmal ein schönes grosses Einkaufscenter mit grosser Auswahl gibt. So kann man Fehlendes/Defektes ersetzen. Während es Morgens sehr ruhig ist, wird es am Samstag Abend proppenvoll. Der Supermarkt ist nicht riesig, aber es gibt Schlangen bei 36 Kassen!

Abends besuchen wir eine indischen Show. Via Mimik und Gestik erzählt der Kathakali-Tanz Geschichten aus dem Leben. Allein zum Schminken des Prinzen dauerte es eine Stunde. Spannend was man aus dem Gesicht und der Haltung alles lesen kann. Es sind nur Männer auf der Bühne.

Spanende Vorstellung mit guten Erklärungen. Ist wahrscheinlich für Nichteingeweihte schwierig zu verstehen.

Dauer 2 Minuten

120 Tage unterwegs

Vor 120 Tagen sind wir in Istanbul auf dem Landweg nach Australien losgefahren und haben bereits 16’000 km Erlebnisse hinter uns. Alle recht unterschiedliche 18 Fahrzeuge von 3.5 – 12 Tonnen sind weiterhin fahrtüchtig, wenn auch gewisse „Schrammen“ zurückbleiben. Wir staunen, was diese Fahrzeuge alles mitmachen. Dazu kommen Radwechsel, Reparaturen jeglicher Art, aus Sand herausstossen/ziehen, etc.

Ein 4×4 Riesen-Fahrzeug der Reiseleitung wurde in Delhi mit dem Ersatzfahrzeug ausgetauscht. Es konnte nicht rechtzeitig aus Nepal nach Istanbul gebracht werden. Corona-bedingt blieb es dort stecken. Erst über viele Interventionen bis zur D-Botschaft durfte es schlussendlich doch wieder (verspätet) ausgeführt werden. Dafür ist das Ersatzfahrzeug jetzt in Nordindien abgestellt. Wie es nach Hause kommt??? Die Zollbehörden können es einem schon schwierig machen, muss doch der eingetragene Fahrer das Fahrzeug auch wieder ausführen. Einer fuhr bis Istanbul, der Reiseleiter bis Indien. Zwei Fahrzeuge kann er nicht gleichzeitig fahren.

Somit wollen wir 31 Reisende plus 4-6 Reisebegleiter weiterhin gesund bleiben. Es ist eine interessante Truppe mit viel Lebens- und Reiseerfahrung. Alle sind 50 bis 80 Jahre alt, aber faszinierend frisch und abenteuerlustig geblieben. Man kann auch viel untereinander lernen und es gibt so viele Gelegenheiten zu Feiern.
Auch hier sind einige „Schrammen“ dazu gekommen, vier Hundebisse (mit Tollwutimpfungen?), viele Corona- und Magen-/Darmerkrankungen aber insgesamt sind alle gern und glücklich unterwegs.

Ein Teil unserer Reiseleitung wird gewechselt und so verabschiedeten wir gestern Abend Liv & Felix. Für alle die im YouTube angemeldet sind: