Abschluss Nordspanien

Wir fuhren nördlich nach Zamora und bis zur Atlantikküste bei Santander, folgten westlich der Küste bis zur Grenzstadt – Akartegi – zu Frankreich – eine für uns ganz herrliche Gegend.

Zamora am El Douro gelegen.
über Bergautobahn bis 1’000 m
in Santander übernachten
Riesiger Strand in Akartegi

Grossstädte, wie Salamanca liessen wir bewusst aus und genossen kleinere, einfach begehbare Städte, wie Zamora, direkt am El Douro gelegen. Wir konnten direkt am Fluss parken und via alter Brücke in die Altstadt gelangen.

Bereits an der Atlantikküste genossen wir  27°C. Den schönen Küstenzipfel mit langen Sandstränden schafften wir auf einem 7.5 km Rundweg. Am Schluss ging es steil hinauf zur Universität auf dem Hügel und wieder hinunter zu unserem Platz. Die Rolltreppen fanden wir, doch einige waren ausser Funktion.

Weiter ging es der Nordküste entlang mit Zwischenstopp bei einer Werft heute mehr Museum und Ausbildungsstätte und danach bis zur letzten spanischen Küstenstadt Akartegi an einer Lagune mit langer Mole und 100 m Distanz zu Frankreich. Gerne kommen wir wieder.

Osterprozession in ‎⁨Plasencia⁩

Wir fuhren nordwärts und stoppten lieber in einer kleineren Stadt – ‎⁨Plasencia. Eindrücklich, 90’000 Einwohner und ⁩ eine Kathedrale mit Teilen aus dem 12. JH.

Spannend, rechtzeitig erlebten wir die Prozession und nahmen auch an einer Messe teil.

Glück hatten wir auch mit unserem Osteressen; keine Reservation und trotzdem fanden sie für uns einen Platz.

Viele zufriedene Menschen

Auf dem Römerweg nach ‎⁨Mérida⁩

Schon die Römer bauten eine Strasse durch Mittelspanien in den Norden bis Gijon.

Von Sevilla ging es durch hügelige, grüne Landschaften.

Zuerst wunderten wir uns über die vielen schönen Bäume, doch bald wurde uns bewusst, dass es Eichen sind, unter welchen die Iberico-Schweine die Eicheln fressen. Daraus wurde ein grösserer, wunderbarer Abstecher in die Landschaft und zum Schluss beobachteten wir auch einige Tiere aus der Nähe.

Colonia Augusta Emerita, 25 a.c.

Bis Mérida⁩ war es nicht allzu weit. Gut entschieden wir uns, hier zu rasten und weiteres über die Römer zu erfahren. Erstaunlich, was es hier schon vor 2’000 Jahren alles gab: Eine grosse römische Stadt (mit Circo, Arena, Theater, Tempel) am Fluss gelegen und umgeben von Mauern, mit einer riesigen Brücke und langen Wasser-Viadukten aus den Bergen. Erstaunlich auch, was so lange erhalten blieb.

Karwoche-Prozession in Sevilla

Wir hatten den Mut, mit vielen Anderen die Prozessionen in Sevilla zu besuchen.

Wir verliessen früh Algeciras und fuhren zuerst westwärts bis ‎⁨Alcalá de los Gazules⁩, einer weissen Kleinstadt auf dem Hügel.

Herrlich, Morgens durch die stillen Gassen bis zur Kirche hochzusteigen. Erste Vorbereitungen für die Ostertage wurden gemacht.

Weiter ging es bis Sevilla. Mit soviel Glück bei der Anreise hatten wir nicht gerechnet (Gegenverkehr mit riesigen Staus). Problemlos kamen wir in die Stadt und konnten nah der Altstadt parken.
Zu Fuss ging es durch schönste Parkanlagen in die sehr lebendige, saubere Altstadt mit den riesigen Vorbereitungen für die Prozessionen.

Ab 19 Uhr sollte es losgehen und für einen guten Platz sollte man mindestens 2h vorher reservieren. Dies taten wir uns nicht an und bummelten durch enge Gassen. Spontan entschieden wir uns und fanden Platz in einem Restaurant direkt mit Sicht auf die Gasse. So konnten wir aus nächster Nähe den Start erleben. Das Verlassen wurde später etwas schwieriger, da überall riesige Menschenmengen Spalier standen und kontinuierlich Umzüge von einzelnen Vereinen stattfanden.

Wir genossen diese Atmosphäre und staunten über offene reich geschmückte Kirchen und schöne Hauseingänge.

16 h unterwegs Busse zu tun, mit diesen spitzen Mützen, schweren Kerzen und teilweise barfuss oder in Socken.  Da muss schon viel Leidenschaft dahinter stecken.
Wir genossen lieber eine ruhige Nacht und den Abschluss am Karfreitag Morgen.

Von Afrika nach Europa

Wir fuhren weiter der Mittelmeerküste hoch bis zur Verschiffung bei Tanger Med.

oben ‎⁨Tétouan⁩, ganz rechts spanische Enklave Ceuta

Die Küstenstrasse war herrlich.
Von ‎⁨Tétouan⁩, der letzten grösseren Stadt Marokkos blieben unterschiedliche Erinnerungen. Über den grossen Fluss gab es nur zwei Brücken und eine wurde (wegen Bauarbeiten) gesperrt. Dies ergab stundenlange Staus und viel Chaos. Marokkaner konnten auch auf der Gegenspur fahren, alle überholen und irgendwie wieder einquetschen.

Früh fuhren wir los, wollten wir doch die Fähre um 10.30 erreichen.

Vorerst ging es an der schwierigen, bewachten Küstenstrasse (Flüchtlinge nach Europa) entlang und dann in die felsigen Berge.

Halbinsel ist Ceuta – span. Enklave. Dahinter erkennt man das Festland Spanien
Über Bergstrassen mit Blick Richtung Marokko

Der Hafen von Tanger Med. ist riesig. Es gibt 6 Terminals, eines alleine für die Verschiffung der in Marokko produzierten Renaults.

Renault Terminal
Container Terminal

Die Kontrollen benötigten zwei Stunden und nach einer einstündigen Verzögerung fuhren wir los.

Nach einer sonnigen Überfahrt kamen wir nach Algeciras. Dort galt es wieder Gas zu tanken, das Fahrzeug zu waschen, uns an bekannter Küste zu erholen und die Weiterreise zu planen.

„Unser“ Stand mit Blick nach Gibraltar

Viele Erinnerungen von der zweimonatigen Marokko-Reise bleiben.

Screenshot