ans Myrtoische Meer

Von Monomvasia fuhren wir zuerst der steilen Küste entlang, danach in vielen Kurven bis 900 m und wieder in Serpentinen hinunter an die Ostküste, genannt Myrtoisches Meer.

Ein lohnender Zwischenstop mit langem Drohnenflug.

Ostwärts bis Monemvasia

Dank einem Tipp wollten wir weiter südostwärts bis Gefyra mit der 200 m hohen Insel Monemvasia. Zuerst fuhren wir der Küste nach, dann über eine flache sehr fruchtbare Ebene mit vielen Orangenbäumen, dann über Hügel an die Küste.

Anstelle einer Morgenwanderung auf die 198 m hohe Halbinsel zu unternehmen, genügt uns ein Drohnenflug auf die schöne Halbinsel.

Sparta – Mystras

Wunderbar, wenn man ausgeruht die schöne Bergstrecke nach Sparta fahren kann. Dann wird die Fahrt über den 1’300 m Pass zum Genuss.

Sparta ursprünglich sehr alt wurde im Mittelalter verlassen und Mystras auf einem sehr steilen Hügel zur höheren Sicherheit besiedelt.  Von der Burg geht es 300 Höhenmeter in steilen Wegen hinunter (und wieder hinauf). Wir verzichteten um die Mittagszeit auf diesen Besuch und waren zufrieden, einen guten Eindruck in deren Nähe zu erhalten.

So konnten wir wieder an die Küste fahren und den Strand geniessen.

Alles einfach?

Alles fix zu planen ist nicht nötig. Klar, die Fähre von Patras nach Bari, Italien buchten wir im Voraus auf kommenden Sonntag. Ansonsten zeichnen wir uns den Weg mit Stationen ein, wissen aber nicht immer genau, ob es dann passt.

unsere Reise auf dem Peloponnes

Den heutigen Morgen genossen wir noch am Meer und fuhren später als üblich los Richtung Kalamata mit Flughafen und 40’000 Einwohnern. Bereits am Zwischenstopp im kleinen Koroni genossen wir den Fischerhafen und das Mittagessen am Meer.

Nach dem Einkauf wollten wir den einzigen Campingplatz in Kalamata aufsuchen.  Welche Enttäuschung, nur noch ein Platz mitten im Gewusel  war frei – Nein – da machen wir nicht mit!
Aktuell herrscht eine grosse Verunsicherung, wo man noch stehen darf. Immer noch gilt das Gesetz von 1976, welches ganz neu interpretiert wird und „wildes Campen“ mit Bussen von 300-500 CHF geahndet wird.  Auch wir probierten schon an verschiedenen Standorten und fragten nach. Weder Tavernenwirt, noch Polizei können klare Aussagen machen, ob wirklich erlaubt oder ob man es drauf abkommen lassen will. Schade, so macht es keinen Spass. Die nächsten Campingplätze wären 40-60 Minuten weiter weg!

Wir entschieden unseren Weg Richtung Sparta weiter zu fahren und parkten in den Bergen. Richtig schön und erholsam.

4 Tage Ferien?

Von Olympia sind wir über den Alfejos Fluss dem Meer entlang in den Süden gefahren. Es ist ein hügeliges Gelände mit schönen Meeresküsten. Besonders bekannt ist Pylos, eine herzige Hafenstadt, wo Camper nicht mehr erwünscht sind. Vorher gab es eine riesige Hotelanlage mit Golfplatz etc. für 1’800 CHF pro Nacht!

Wir fanden unseren besten Campingplatz, direkt am Meer, sehr gut geführt und entschieden uns, hier länger zu bleiben. Nur Ferientage waren es nicht, galt es zu waschen und einiges zu pflegen. Zudem wurde es teilweise windig bis stürmisch. Aber wir genossen diese Anlage, Brot wurde gebracht, Essen konnte man bestellen und es war ruhig und schön. Das Meer war herrlich. Hier könnte man länger Ferien verbringen.

Auf nach Olympia

Wir machten bei Olympia nicht einen 42 km Marathon und trotzdem gerieten wir bei unserer Besichtigung fast an unsere Grenzen.

Die Fahrt vom Meer in die Hügel  genossen wir und fanden auch einen super Platz mit schöner Aussicht. Am späteren Nachmittag entschieden wir uns, die steilen Wege hinunter zu wandern und ein kleines Museum über Archimedes und die technische Entwicklungen zu besuchen.

Da das Olympische Gelände mit zwei Museen und dem Ausgrabungsgelände bis 20 Uhr geöffnet war, hatten wir Lust weiterzumachen, aber die vielen Eindrücke erschöpften uns.

Schon 776 Jahre v.Chr. fanden hier zu Ehren von Zeus erste Wettkämpfe statt. Diese wurden bis 4. JH. n.Chr. immer erweitert und dauerten über mehrere Tage. Die Athleten mussten vorher einen Monat im Camp verbringen und wurden über Tauglichkeit und Tugendhaftigkeit geprüft, bevor sie an den Wettkämpfen auftreten durften. Entsprechend wurden Hallen und Tempel gebaut und die Arena (ohne Steintreppen) für bis 45’000 Besucher erweitert.

Eindrücklich musste der riesige Zeus-Tempel gewesen sein und bei einem Fest wurden bis zu Hundert Stiere geopfert.

Erst 1896 wurden die Olympischen Spiel neu eingeführt und finden bis heute alle vier Jahre an verschiedenen Orten statt.

Was alles in Ton, Bronze bereits ab 800 v.Chr. kreiert wurde und wie sich die Herrscher vor allem in späteren römischen Zeiten darstellten – eindrücklich.

Hafenstadt Patras

Über eine super Autobahn fuhren wir dem Meer entlang und über die eindrückliche Brücke auf den Peloponnes.

Wir nahmen uns Zeit in die Stadt zu fahren und waren sehr beeindruckt über die orthodoxe Kathedrale für den Erzbischof. Der Apostel Andreas starb hier als Märtyerer, da er das Christentum predigte.

Weiter fuhren wir der Küste entlang zu einem sonnigen Platz, wo wir zwei Tage blieben. Auch Gaby genoss das Schwimmen im Meer.

Bis zum Peloponnes

Nach der Insel Thassos waren wir 700 km durch grüne, hügelige Landschaften  bis zum Peloponnes gefahren. Im Unterschied zum viel südlicheren, trockenen Kreta auch noch etwas kühler.

Vor der letzten Etappe übernachteten wir in einer riesigen Meereslagune an einem früher wichtigen Hafen (Kriegszeiten Griechenland – Türkei). Hier hatte der Fluss eine mehrere km-lange Zunge gebildet, ideal für einen Leuchtturm. Wir genossen einen ruhigen Platz mit langem Spaziergang zum Leuchtturm.

Herrlich, am Sonntag Morgen, den Fischern aus nächster Nähe zuzuschauen, mit der Drohne die Lagune von oben entdecken und der Spaziergang in die intakte Natur.

Anbei einen Drohnen-Video von oben über dieses Naturschutzgebiet.

Regen- = Museums-Tag

Bild aus 1820

Wie vorher prognostiziert, erwartete uns ein seltener, intensiver Regentag. Trotzdem genossen wir einen Spaziergang in die Stadt Ioannina mit ihrer osmanischen Altstadt, einer grossen Burg und einigen Museen.
Interessant war die Silbergewinnung und Veredlung, sowie der Einfluss vom General Ali Pascha. Er kam aus Albanien und dank Erfolg (& Grausamkeiten) mit bis 100’000 Soldaten gründete er ein eigenes „Reich“. Vernetzt mit Napoleon, Venedig und den Briten mit Zuzug von Europäischen Ingenieuren/Künstlern entstand viel Wissen und so baute er die Stadt zu einem erfolgreichen Knotenpunkt aus. Den Osmanen wurde er zu mächtig und daher später mit 82 Jahren geköpft.

Viele schöne Silberarbeiten entstanden im 18.-19. JH. und deren Bearbeitung wurde im Museum anschaulich erklärt. Einerseits das Prägen mit Stempeln  und schwärzen, andrerseits wurden aus feinen Drähten herrliche Gürtel, Broschen, etc. kreiert.
Dank Offenheit wurde die Christliche Kirche zugelassen und so entstanden auch schöne Bibelverzierungen und Ikonen mit Gold auf Holz.

Hierher fliegen die Schweizer (?) direkt zwei Mal in der Woche. Ist es wegen dem See, grünen Hügeln oder …? Es hat sehr viele Restaurants, Läden und Touristen. Unser Essen war super und günstig mit Salat, Hauptgang, feinem Rose, Minidessert, Kaffeelikör für 35 Euro! So genossen wir unseren Regentag am See mit Zürichsee-Feeling.

auf Festland weiter

Die Abgabe des Fahrzeugs in Heraklion nach den ersten 500 km  und der Flug nach Thessaloniki verlief problemlos, ebenso der Wiederbezug  unseres MG-Bobils. Schön, wieder in der eigenen Stube mit allem Komfort zu sein.

Am andern Tag wurden die Vorderreifen ersetzt. Toll, wie der Familienbetrieb arbeitete.

Wegen regnerischer Wettervorhersage fuhren wir nicht mehr südlich auf die mittlere Halbinsel von Thessaloniki, sondern direkt um die grosse Stadt rund 300 km Richtung Peloponnes. Die Fahrt über grüne, bewaldete z.T. steile  bis 2’000 m hohe Berge erinnerte uns an den Tessin. Die Autobahn war super mit extrem vielen Tunnels. So kamen wir nach Ioannina am grossen Pamvotida See. Hier trafen wir einige Westschweizer.