Italien – lebendiges Bari

Wir erlebten immer wieder, wie Grenzen andere Kulturen ermöglichen. Hier in Italien ist es noch reicher, organisierter und mit anderem Ambiente als in Griechenland.
Uns war nicht bewusst, dass wir den Ankunftstermin  auf ihren Nationalfeiertag fixierten. Parkieren auch nah bei der Altstadt wurde gratis und selbstverständlich genossen viele Italiener das verlängerte Wochenende auch in Bari. So eine  lebendige Altstadt bis zur Hochzeit in der Kathedrale!

Auf unserer Fähre erkannten wir bereits den orthodoxen Priester. Zum zweiten Mal trafen wir ihn bei Gesang und Gebet mit einer Reisegruppe aus dem Osten in der Krypta, später Draussen und beim Mittagessen. Sie verehren den Sankt Nikolas.

Spannend fanden wir auch die geplante Hochzeit neben den vielen Touristen in der Kathedrale. Der Bräutigam mit Familie musste lange auf die Braut warten, bis sie aus einem weissen Maserati ausstieg. Mit stolzem Vater schritten sie den langen Weg zum Altar.

Selbstverständlich hatten wir uns auch bei Sankt Nikolas bedankt.

Es gab genügend weitere Kirchen und Museen, aber alles kann man nicht aufnehmen.

Wir fuhren frühzeitig aus der Stadt und staunten, wieviele Italiener überall auf den Felsen am Meer „lagerten“. Wo sie irgendwie parken konnten, stiegen sie aus und gingen ans Meer. Viva Italia.

17 h Fährfahrt bis Bari

Patras besuchten wir bereits vor einer Woche und so wurde das Parken und der Fussweg in die Stadt einfach. Nach gutem Mittagessen und Packen kamen wir problemlos auf die riesige Fähre. Wir staunten, mit welcher Präzision die Fahrzeuge auf den zwei Schiffsdecks parkiert wurden. Bei den Lastwagen ging es um Zentimeter (Spiegel einklappen) und vor dem nächsten Lastwagen musste der Chauffeur bereits aussteigen, da sonst nicht mehr möglich.

Wir waren sehr zufrieden mit unserer Eckkabine; zuvorderst unter der Steuerzentrale mit Blick nach vorne und verbrachten eine ruhige Nacht.
Dafür begrüssten wir Italien bereits wieder munter und nicht so verschlafen wie „die Jungen“ auf ihren Sesseln. Dank EU kamen wir ohne Zollkontrolle rasch in die Stadt Bari.

Korinth bis Patras

Wir fuhren der steilen Meeresküste entlang bis zu der fruchtbaren Ebene von Korinth. Hier gab es nicht nur den Kanal, sondern auch schöne Ausgrabungen zu besichtigen.

Von unserem Camperstop konnten wir zu Fuss ins Antike Korinth hochsteigen. Die Römer besiegten hier die Griechen und zerstörten alles. Erst später unter Cäsar entstand eine neue Hochblüte an dieser wunderbaren Lage zwischen Berg, fruchtbarer Ebene und Meer.

Am andern Tag besuchten wir den Kanal von Korinth, welcher bereits Ende des 19. JH. mit einfachsten Mitteln gegraben wurde. Heute nur noch genutzt für Touristen-, Motor- und Segelbote ist der Blick von der Brücke eine grosse Touristenattraktion.

Die Fahrt bis Patras auf einer neuen Autobahn war sehr eindrücklich. Im Bau ist auch eine Eisenbahn. Zwischen Bergen und Meer gab es viele Dörfer und fruchtbare Felder.