Als Ausgangspunkt in die Berge und für die Jagd kaufte König Maximillian den Linderhof. Sein Sohn Ludwig II. lebte oft hier und entwickelte es zu einem Mini-Versailles. Reisen um 1850 war immer noch schwierig und so wurde über Bücher, Gebäude (z.B. Marokkanisches Haus, Maurischer Kiosk) und Gegenstände (viele Skulpturen, Möbel, Tapeten, Vasen) die Welt in die Berge geholt.
kühlende Wasserkaskaden
Unter Elfenbeinleuchter lesen?
Rechts steile Wasserkaskaden. Links Park mit Wasserbecken.
Ursprünglich
mit neuem Park
Ludwig II. besuchte viel Orte
Hier auf einem winterlichen Ausflug
Der Bruder Otto war behindert. Ludwig II. litt viel unter Kopfschmerzen, lebte sehr einsam und starb mit 46 Jahren. Vorher wurde er vom Ministerrat wegen seinen vielen Schulden (Bauen) durch ein Arztgutachten (ohne direkten Kontakt) als verrückt erklärt. So musste sein Onkel in die Fussstapfen treten und über 20 Jahre die Schulden tilgen.
Wichtig war auch immer der Einfluss der Kirche mit dem Kloster Ettal. Dieses wurde mit staatlicher Unterstützung restauriert. Das ehemalige Internat ist geschlossen und aktuell funktionierte primär der Laden mit Bier und Schnapsbrennerei. Für uns ein schöner Ort zum Übernachten.
Für drei Wochen fahren wir über die Romantische Strasse durch D-Bayern und werden für Besuche mit unserem Wohnmobil weiter bis nach Aachen reisen.
Birnau am D-Bodensee mit Säntis im Hintergrund
Forggensee bei Füssen
Füssen mit Blick in die Berge
Unsere erste Station war das bekannte Füssen. Das berühmte, weisse Neuschwansteinschloss stand für uns nicht im Vordergrund, sondern das Städtchen und ihre Geschichte.
Füssen liegt an der Via Claudia Augusta, der Römischen Strasse von der Adria über die Alpen bis Donauwörth und einer West-Ostverbindung der Donausüdstrasse. Später zogen auch die Bayrischen Könige hierher an die Lech und genossen die Berge inkl. Herbstjagd.
Hier war die Wiege der Gambel- und Geigenzunft. Dank Eiben, Ahorn und Fichte entwickelte sich mit Einwanderern von Spanien eine riesige Zunft, welche später in alle Welt auswanderte.
Im 19. JH. brachte eine 100 m lange Seilerei dank der Wasserkraft neu Arbeit ins Tal. Unter welchen Bedingungen damals bis 3’200 Arbeiter-Innen arbeiten mussten?
Hier war die Grenze zu Österreich sehr nahe und wir zogen es vor, weiter in die Berge zu fahren bis auf 900 m zum Heiterwangsee, herrlich zum entspannen.