Auf den Lukmanier?

Ab neun Uhr besuchten wir eine Fattoria di Parma und probierten verschiedene Schinken, Käse und Salami. Dank guter Beratung deckten wir uns auch entsprechend ein.

Danach fuhren wir ohne grosse Unterbrüche oder Staus direkt nach Chiasso, wo wir ohne Kontrolle  und nach Abstempeln des Carnet de Passage einreisen konnten. Wie schön, wieder in der „Bilderbuch – Schweiz“ zu sein, den See, die Kühe auf der Weide und Schnee in den Bergen zu sehen.

Unser Ziel war die Bergfrische auf dem Gotthard. Unterwegs vernahmen wir von Staus auch über den Pass und, dass Nachts der Tunnel geschlossen wäre (Lärm auch Nachts auf der Passhöhe?). Kurzfristig änderten wir unsere Route und fuhren über den Lukmanier. Vor der Passhöhe fanden wir auf 1’800 m Höhe einen herrlichen Übernachtungsplatz mit Sicht in die Berge und genossen diese Ruhe bei wunderbaren 22 °C.

Wir wanderten an frischer Luft bis zur Quelle des Brenno und über steile Felsen hinauf/hinunter. Danach – wie wunderbar – genossen wir beim Feuer gebratene Cervelats mit Rosemarie und Sandra, dem Hund Olivia und dem Esel Quadrino. Sie leben hier in diesem Tal und machten mit Camper einen Ausflug. So schön! Vielen Dank.

 

Eindrückliche Küstenfahrt

Auf Empfehlung mieteten wir einen Fiat Panda und fuhren der felsigen Ostküste hoch bis Otranto. Herrlich, welche Gebilde das Meer in das Vulkangestein geschaffen hatte.

Die Übergabe eines neuen Pandas war problemlos und so fuhren wir früh los bis zur Ponte Ciolo. Hier waren Wenige schon hinuntergestiegen, um unten zu sonnen/baden. Martin wollte dies lieber mit der Drohne aus der Nähe geniessen.

Diese Küste wurde im Mittelalter heftig gegen die Türken verteidigt. Übrig blieben viele Wachtürme.

In das „Natur-Meerbad“ wollten wir nicht hinabsteigen und genossen lieber einen Kaffee.

Immer wieder gab es kleine Buchten und Einstiege ins Meer.

So galt es auszuwählen, wo wir uns abkühlen wollten.

In Städten, Häfen war parkieren trotz Mini-Italo-Auto schwierig. Die steilen Küsten, Hotels etc. waren schön anzuschauen, aber lieber von oben.

Nach dem Mittagessen machten wir  im Schatten Siesta bei den Archi-Felsen in Bagno Marino. Zur Unterhaltung kam ein Filmteam, das für eine Produktewerbung viele Aufnahmen machte. Erst später genossen wir eine Abkühlung im herrlichen Wasser.

Weiter ging es nach Porto Badisco Beach für unseren „Glace-Zwischenstopp.

So kamen wir erst spät nach Otranto und machten einen kurzen Abendspaziergang mit vielen anderen Touristen. Auffallend in der Basilika waren die unterschiedlichsten Marmorfarben, z. B. das Blau am Jesuskreuz. In der Krypta gab es 100 Säulen, jede mit einem andern Stein. Dass die Marienkapelle mit Fenstern voller Märtyrerschädeln aus dem Krieg umgeben war, empfanden wir etwas skurril.

Vor dem Eindunkeln wollten wir zurück sein. Aber nicht nur wir waren erschöpft, auch unsere Handybatterien gaben ihren Geist auf. So wurde die Rückfahrt durch die kleinen Dörfer viel anspruchsvoller. Dank Papierkarte und Fragen kamen wir doch noch nach „Hause“. Haben wieder etwas erlebt und gelernt – auf intensiven 150 Kilometern!

Trulli – Steinhäuser

Ein cleverer Graf fand im 17. JH. eine Lösung, wie er mit 40 Familien die aufwändige Steuer umgehen konnte: Sie bauten „mobile“ runde Steinhäuser – Trulli. Es sind dicke aufgeschichtete Wände und Decken ohne Mörtel, im Sommer kühl und im Winter mit Abgabe der Wärme.

Heute ist Alberobello Weltkulturerbe und entsprechend sehr stark besucht. Wir waren überrascht, wieviele Besucher es gab. Da wir vor Ort übernachten konnten, waren wir froh, diese Altstadt auch am späteren Abend und frühen Morgen in Ruhe geniessen zu können.

So wurde auch ein Überflug möglich.

ans Myrtoische Meer

Von Monomvasia fuhren wir zuerst der steilen Küste entlang, danach in vielen Kurven bis 900 m und wieder in Serpentinen hinunter an die Ostküste, genannt Myrtoisches Meer.

Ein lohnender Zwischenstop mit langem Drohnenflug.

Bis zum Peloponnes

Nach der Insel Thassos waren wir 700 km durch grüne, hügelige Landschaften  bis zum Peloponnes gefahren. Im Unterschied zum viel südlicheren, trockenen Kreta auch noch etwas kühler.

Vor der letzten Etappe übernachteten wir in einer riesigen Meereslagune an einem früher wichtigen Hafen (Kriegszeiten Griechenland – Türkei). Hier hatte der Fluss eine mehrere km-lange Zunge gebildet, ideal für einen Leuchtturm. Wir genossen einen ruhigen Platz mit langem Spaziergang zum Leuchtturm.

Herrlich, am Sonntag Morgen, den Fischern aus nächster Nähe zuzuschauen, mit der Drohne die Lagune von oben entdecken und der Spaziergang in die intakte Natur.

Anbei einen Drohnen-Video von oben über dieses Naturschutzgebiet.

Wunderbare Rundreise

Hier auf dieser Insel Thassos gefiel es uns sehr.  Und so planten wir eine  Rundreise um die Insel in vierTagen.

von Türkischer Grenze bis Thassos, Rundreise in orange.

Aktuell ist noch Vorsaison, aber bereits viele Bulgaren und Rumänen mit super Autos fuhren hierher! Auch sie geniessen die Wärme, viel Sonne, alles ist noch grün und dieses herrliche blaue Meer! An der Sonne war es warm, aber noch nicht heiss.  Im sauberen, klaren Wasser mit 16-18 °C  schwamm bisher nur Martin. Die Campings waren noch geschlossen und starten ab Mitte Mai. Dafür konnte man noch überall stehen bleiben und dies genossen wir sehr. Immer direkt am Meer ganz für uns.

Anbei einige Eindrücke.

Orthodoxe Mönche von der Insel mit Berg Athos kamen früh hierher und die bis 800 jährigen, eindrücklichen Olivenbäume werden immer noch gepflegt und tragen Früchte.

Bei derLagune von Giola Lagune oder das Auge der Aphrodite genossen wir auch die Sicht von oben.

 

Abschluss unserer Seidenstrasse in Canakkale

Diese geschichtsträchtige Ecke zwischen Vorderasien und dem Europäischen Kontinent mit der Schiffsverbindung zwischen Mittelmeer – Marmarameer – Schwarzes Meer wollten wir näher kennen lernen.
Es ist ein riesiges meist flaches und fruchtbares Gebiet, heute mit viel Bewässerung und jahrtausendealter Geschichte (erste Besiedlung 6’000 BC).

Nach dem Besuch von Troja wollten  wir wieder nah ans Meer. Dank einem Tipp vom „Österreichischen Kurt“ suchten wir den „super Platz“. Unser erster Versuch endete am Meer vor einem Gittertor mit millitärischer Bewachung. Klar, diese Meerenge ist strategisch wichtig. Der zweite Anlauf endete vor einem Hafen mit nicht sehr anmachendem Restaurant. Erst der dritte Anlauf endete auf einer Anhöhe mit herrlichem Ausblick und unten einen verwilderten Strand, der auch zum Schwimmen einlud. Abends bei dieser Ruhe dieses Farbenspiel beim Sonnenuntergang zu geniessen, ist einfach unvergesslich!

Anderntags fuhren wir an verschiedenen Orten vorbei zur Meeresenge, kauften ein und spazierten durch die Altstadt.

Etwas überraschend spazierten wir an einer glasierten Tontafel vorbei, welche vom Seidenweg mit Kamelen im Jahr 1996-1997 Xian, China bis Canakkale, Türkei berichtete. Wir hatten diesen Weg wesentlich konfortabler in fünf Monaten geschafft. Vielen Dank!

Berühmtes Hierapolis Pamukkale

Viele Touristen kommen hierher. Es gibt drei Gründe, einerseits die griechisch/römischen Ausgrabungen von Hierapolis, zweitens die spannende Erfahrung zu Fuss über die nassen Kalkfelsen zu wandern und drittens der Ballonflug am frühen Morgen.

Wir waren froh, dies mit genügend Zeit und in Ruhe zu erleben, nicht wie viele der Gruppen mit ihren getakteten Busfahrten. Am Morgen wanderten wir mit wenigen  Personen über die Kalkfelsen hinauf. Dies war auch für uns ein neuartiges Erlebnis. Um die Verschmutzung zu reduzieren, muss man die Schuhe ausziehen und spürt somit direkt diese vielfältigen Kalkrippen und warmes sowie kaltes Kalkwasser – wunderbar!

Oben angekommen gab es einen herrlichen Ausblick und viele Touristen, welche nur von oben kommen.

Weiter oben auf dem Plateau findet man die antike Stadt mit Museum, Theater etc. In der Arena beobachteten wir das „Spektakel“ der Touristen.

Über das weitläufige Gelände wanderten wir 9 km mit dem herrlichen Ausblick in die Schneeberge. Besonders beeindruckend waren für uns auch die vielen in den Felsen gehauene Wasserkanäle und der viele rote Mohn.

Für den ca. einstündigen Ballonflug zum Sonnenaufgang mussten die Leute um 6.30 bereit sein. Martin startete an zwei Morgen etwas später und konnte mit der Drohne sich viel freier und unbeschwerter  in der Luft bewegen.

An den Salda See

Wir wollten an den Salda See. Vor 2.5 Mio. Jahren verschoben sich die drei Erdplatten und schufen auf 1’200 m ü. M. einen fast runden Talkessel mit einem  180 m tiefen See ohne Abfluss. Mikroben im Wasser verarbeiteten den Lehm zu weissem Kalk und daher wirkt das Weiss-Blau sehr intensiv (nach Tourguide wie in den Malediven).

Am frühen, kalten Morgen sah sich Martin mit der Drohne um.

 

Auf dieser Höhe können auch noch Reben wachsen.

Wir fanden ein schönes Restaurant und einen Übernachtungsplatz mit Ausblick, machten einen langen Strandspaziergang, was will man noch mehr?

Für Fotos sehr eindrücklich, aber uns nachdenklich stimmend, war das Dorf nahe dem See. Viele fast verfallende Häuser und alte Leute lebten noch hier. Mit 78 % leben die meisten (jungen) Türken in den Städten. Weltweit geht diese Entwicklung in diese Richtung. Ist dies wirklich die Verbesserung?

Vier Nächte an einem Ort?

Es war unser Ziel, unsere letzte Etappe auf der Seidenstrasse  langsamer anzugehen, z.B. einen Monat in der Türkei zu geniessen.  Aber vier Nächte am gleichen Ort zu verbringen, war für uns neu. Hier in Ödüleniz fanden wir ein schönes Bungalow-Camp direkt in einer Meereslagune, bei dem wir auch unter Pinien stehen konnten.
Im Moment wird alles vorbereitet für die kommende Saison. Aktuell waren wir zeitweise die einzigen Gäste und genossen diese Ruhe.

Neben Aufräumen, Reinigen hatten wir auch viel Zeit für Erholung, Spaziergänge und Ausflüge in die Nachbarstadt. Das Wetter spielte mit. Es war meist sonnig, aber immer noch etwas kühl. Das Blau auf den Fotos kann man kaum glauben, wenn man es nicht selbst erlebt hat.

Dieser Ort ist als Hotspot für Hängegleiter bekannt. Dank einer Seilbahn kommen sie rasch auf 1’900 m Höhe. Wahnsinnig, wie viele hier flogen. Manchmal hatten wir bis 20 Hängegleiter gleichzeitig in der Luft gezählt. Das viele Landen am schmalen Steg wurde zur Herausforderung.

Am Morgen bevor alle mit ihren Hängegleitern losflogen, waren wir mit unserer Drohne unterwegs. Anbei einige Eindrücke.