70 km südlich von Kochi liegt die Kleinstadt Alleppey (heute Alappuzha geschrieben), direkt am Kanal mit vielen Booten für Rundfahrten. Hatte es so viele Boote auf dem Wasser, weil es heute Sonntag Nachmittag war? Die Inder geniessen diese Hausboote für Ausflüge, Parties oder zum Wohnen über das Wochenende.
Fahrt mit Fahrzeugroter Bereich für Schifffahrt
Wir machen eine 5-stündige Bootsrundfahrt mit Mittagessen, Kaffee etc. und geniessen den Ausflug. Auch hier geht es indisch zu mit viel hupen, kreuzen von allen Seiten, lauter Musik und winken.
unser StandplatzEssen auf dem Schiff
Es gibt ein ausgedehntes Kanalsystem, vieles künstlich mit Reisfeldern dazwischen. Gestern Nacht hat es für uns seit langem wieder einmal stark geregnet – Tropengewitter. Daher wird aus tieferliegenden Reisfeldern Wasser in den Kanal gepumpt.
Kanalsystem ist höher als die Reisfeldergeflutete Reisfelderauch gebadet wird
Kochi war den Ägyptern bereit vor 4000 Jahren bekannt. Der Zimt und Pfeffer diente ihnen ihre Mumien einzubalsamieren. Später kamen Perser, Griechen, Römer, im 15. JH. übernahmen die Portugiesen, in der Blütezeit des 17. JH. die Holländer und erst danach die Engländer bis 1948. Die Hafenstadt eignete sich für den Handel und die Gewürze waren die treibende Kraft. Die Juden bekamen hier vom Maharadscha Sonderrechte, wie gratis Land am Hafen und mussten keine Steuern bezahlen. Hier haben wir die vielen Geschäfte besucht, aber von den 2000 Juden ist nur noch ein Ehepaar geblieben, alle andern sind primär nach Israel ausgewandert.
wir fahren in die Altstadtunten Strasse, oben Metroam HafenDiese Weisheit gilt für uns AlleJudenviertel – Altstadt – Chinesische FischernetzeBetonieren neben WäscheStühle flechtenHolz an der Strasse bearbeitenalte HandwerkskunstLinks ein Museumsstück und viele Kopien zum Kauf
Wir geniessen unseren engen Standort, weil es direkt daneben endlich wieder einmal ein schönes grosses Einkaufscenter mit grosser Auswahl gibt. So kann man Fehlendes/Defektes ersetzen. Während es Morgens sehr ruhig ist, wird es am Samstag Abend proppenvoll. Der Supermarkt ist nicht riesig, aber es gibt Schlangen bei 36 Kassen!
soviele Sorten Colgatesoviele Inder nur schon beim Eingangauch wir leben nah beieinander
Abends besuchen wir eine indischen Show. Via Mimik und Gestik erzählt der Kathakali-Tanz Geschichten aus dem Leben. Allein zum Schminken des Prinzen dauerte es eine Stunde. Spannend was man aus dem Gesicht und der Haltung alles lesen kann. Es sind nur Männer auf der Bühne.
1 h Vorbereitung
Spanende Vorstellung mit guten Erklärungen. Ist wahrscheinlich für Nichteingeweihte schwierig zu verstehen.
Heute fuhren wir durch Nationalpärke und Berge bis auf 2300 m. ü. M. Der Start Morgens auf knapp 1000 m war bei 15 °C leicht neblig, danach wurde es herrlich sonnig bei blauem Himmel und endlich wieder einmal guter, klarer Luft. Abends unten in Coimbatore wieder Dunst und bis 29 °C. Es war eine sehr lange Fahrt über nur 170 km bei durchschnittlich 25 km/h. Es ging über viele Serpentinen mit viel Grün, Wasser und sehr sauberen Strecken – einfach herrlich, unvergesslich!
in den Schweizer Alpen???
Der erste Eindruck ist fast wie bei uns in den Alpen, im Detail sind die Unterschiede mit Planzen, Tiere, Leute dann doch ganz anders. Wir haben ein Dutzend Elefanten und viel Teeanbau gesehen, dazu kommt auch der herausfordernde Verkehr. So viele Fahrzeuge, Lastwagen durch einen Nationalpark und über relativ schmale Passstrassen! Aber alle sind heil, einige erst bei Dunkelheit angekommen.
Herrliche Wälder, Landschaften, viele Affen und grosse Teeplantagen – immer wieder wechselnd.
Eine sehr erlebnisreiche, bunte 6.5 stündige Fahrt.
Es war ein kurzer Tripp nach Bandipur, aber auch in den Nationalpark mit einer Grösse vom Kanton Schaffhausen. Mit dem Bus sind wir Nachmittags los durch grüne locker bewaldete Hügel. Es gab sehr viele Rehe/Hirsche, Affen, Pfauen, aber auch 2 Elefanten und einen Tiger sahen wir auf Distanz.
Wir fahren weiter in den Süden nach Mysore. Hier ist der grösste Palast Indiens, welcher auch weiterhin in einem Flügel von der „königlichen“ Familie genutzt wird. Anscheinend will der Staat solche Objekte einfach kostenlos annektieren, aktuell erst zu 60 %.
Wir sind um 9.30 bereits vor dem Eingang und warten auf den Eintritt um 10 Uhr. Um 10.30 wird mitgeteilt, dass es erst um 11 Uhr öffnet. Wir nutzten die Gelegenheiten für Kontakte in den Warteschlangen (Frauen – Männer getrennt, später uns Europäer in spezieller Schlange). Eine Schulklasse ist dafür über 150 km angereist. Mit den Knaben kommt man schnell in Kontakt und sofort gibt es Fotos und Selfies mit indischer Nähe!!! Erst als unsere Frauen mit einem Mädchen länger sprechen, werden sie lebendig und Fotos, Kontaktaustausch wird möglich.
Anstelle frühen Palastbesuchs fahren wir weiter zum Blumen- und Gemüsemarkt. Hier werden Unmengen von Blumen für die Hochzeitsfeste von Hand verarbeitet. Jede einzelne Blüte wird einzeln von Hand aufgezogen.
vom Rohstoff bis zur Verarbeitung zu Kränzen
Jetzt ist die richtige Zeit für Hochzeiten, gestern Montag Mittag hatten wir Gelegenheit kurz einer Feier beizuwohnen. Sofort wurden wir begrüsst und der Vater lud uns auch zum Essen in die erste Etage ein. So viele Leute, Kontakte und Geschnatter – wir sind es noch nicht gewöhnt.
Hochzeitsbesuch bei Zwischenhalt
Der Gemüsemarkt ist ruhig und geordnet unter Zeltblachen in einem Innenhof.
schöner Gemüsemarkt
Wer möchte in der Fleisch-/Fischhalle einkaufen? Den Duft können wir nicht vermitteln.
Frisches Fleisch und Fisch – alles ungekühltHühnchen, Ziegenköpfe und Innereien
Wir fahren zurück zur Palastbesichtigung, erstellt im 18-19. JH..
vor dem RosengartenPalastwache???Leider keine lebende Elefantendafür viel Geschichte
Vor 120 Tagen sind wir in Istanbul auf dem Landweg nach Australien losgefahren und haben bereits 16’000 km Erlebnisse hinter uns. Alle recht unterschiedliche 18 Fahrzeuge von 3.5 – 12 Tonnen sind weiterhin fahrtüchtig, wenn auch gewisse „Schrammen“ zurückbleiben. Wir staunen, was diese Fahrzeuge alles mitmachen. Dazu kommen Radwechsel, Reparaturen jeglicher Art, aus Sand herausstossen/ziehen, etc.
Ein 4×4 Riesen-Fahrzeug der Reiseleitung wurde in Delhi mit dem Ersatzfahrzeug ausgetauscht. Es konnte nicht rechtzeitig aus Nepal nach Istanbul gebracht werden. Corona-bedingt blieb es dort stecken. Erst über viele Interventionen bis zur D-Botschaft durfte es schlussendlich doch wieder (verspätet) ausgeführt werden. Dafür ist das Ersatzfahrzeug jetzt in Nordindien abgestellt. Wie es nach Hause kommt??? Die Zollbehörden können es einem schon schwierig machen, muss doch der eingetragene Fahrer das Fahrzeug auch wieder ausführen. Einer fuhr bis Istanbul, der Reiseleiter bis Indien. Zwei Fahrzeuge kann er nicht gleichzeitig fahren.
Somit wollen wir 31 Reisende plus 4-6 Reisebegleiter weiterhin gesund bleiben. Es ist eine interessante Truppe mit viel Lebens- und Reiseerfahrung. Alle sind 50 bis 80 Jahre alt, aber faszinierend frisch und abenteuerlustig geblieben. Man kann auch viel untereinander lernen und es gibt so viele Gelegenheiten zu Feiern. Auch hier sind einige „Schrammen“ dazu gekommen, vier Hundebisse (mit Tollwutimpfungen?), viele Corona- und Magen-/Darmerkrankungen aber insgesamt sind alle gern und glücklich unterwegs.
Ein Teil unserer Reiseleitung wird gewechselt und so verabschiedeten wir gestern Abend Liv & Felix. Für alle die im YouTube angemeldet sind:
Heute sind wir weiter südlich bis Hassan gefahren. Im Schnitt gilt es 140 km pro Tag zu fahren. Bewährt hat sich in einem Tag zwei Tagesetappen zu fahren und dann den andern Tag für Besichtigungen zu nutzen. Für die heutige 330 km Etappe benötigten wir trotz teilweise guter Autobahn über 7 h oder mit Pausen inkl. Spaziergang um Tempel am See waren wir 9.5 h unterwegs.
Zuckerrohrernte mit Ochsen und Lastwagen
Die Fahrt führte bis 1’000 m ü.M. mit viel Wasser und Grün. So viele Kokospalmen-Plantagen und Windräder haben wir bisher nie angetroffen. Wir haben auch Glück, dass wir Indien so grün erleben, der Monsun in den drei Sommermonaten brachte viel Regen und ausnahmsweise gab es auch im November viel Regen. So finden wir viele überschwemmte Gebiete und viel neues wird angepflanzt.
Windräder und Lastwagen für Fertigbauviel Wasser und Grün – Kokospalmen
Während in der Schweiz der 1. Advent unter 10 °C gefeiert wird, geniessen wir weiterhin Tagestemperaturen bis 30 °C . Als wir kürzlich bei offenem Fenster morgens auf der Fahrt 26°C massen, empfanden wir es als kalt/kühl!
viel Wasser und viel WaschenTiere sind überall – Hunde, Schafe, Kühe, etc.irgendwann wird auch diese Autobahn fertig – gewisse Strassenzustände sind in Kauf zu nehmen
Als Zwischenstopp in Halebidu spazieren wir um einen schönen Tempel am See.
Wir vor Nandi und mit weiteren GötternHoysalesvara Temple Complex, Halebidu
Wir fahren weiter 190 km südlich zum nächsten Highlight einem riesigen Tempelgelände über 20 km2. Einfach toll, wenn man direkt im Gelände übernachten und mit indischen Besuchern den Sonnenuntergang betrachten kann.
Stellplatz so wie man es im Camping wünscht
Die „heiligen“ Affen geben uns eine Vorführung ihrer Künste. Dank gewisser Bewachung turnen sie nur auf wenigen Fahrzeugen rum.
1.2 Min. Video
Nach zwei Nächten fahren wir wieder los.
unser Standplatzüber viele FlüsseMais trocknenFelder bestellenmit einfachem HolzbrettGeissen entspannenBlätter für BüffelKinder wartenRohrzucker mit Sichel schneidenAufladenund transportieren
Zwischenhalt für Einkauf, Geldbezug und Coiffeur für Martin (halbe Stunde 1.20 Fr.)
halt in einer Kleinstadterste Berge in Sicht
Hampi war im 16. JH. eine blühende Stadt an der Seidenstrasse mit bis zu 500’000 Einwohnern. Bereits im 9. JH. entstanden erste Tempel, im 15. JH. wurde von Moslems vieles zerstört.
„Wohnmobil“ für Hindu-Gott gezogen von ElefantenEingänge zu Tempeln in allen Grössen und Formen
Wir geniessen eine Flussfahrt in einer „Bambusschüssel“ an verschiedenen Tempeln vorbei..
Viele Inder und Schulklassen besuchen am Sonntag diese grösste Tempelanlage von Indien.
vor EingangskontrolleVor Elefantenställenunterwegsauf AussichtsplattformBegegnungenReise mit dem NachtbusAffen bleiben in der Tempelanlage
Wir fuhren wieder 300 km ostwärts bis Badami. Was man auf so einer Fahrt von 6.5 h alles erleben kann? Zuerst fuhren wir dem Meer entlang mit Palmen, Flüssen und kleinen Fischerdörfern, dann durch eine fruchtbare Landschaft mit dunkler Erde und grossen bewirtschafteten Feldern (Reis, Baumwolle, Bananen …), weiter über steinige Hügel mit roter Erde. Hier wurde auch viel Zuckerrohr geerntet und mit geschmückten Traktoren gefeiert.
Fischerdörfer an Meeresbuchtenviele Flüsse und grosse FelderGaby kauft lokal ein – ganz frischfestliche Zuckerrohrernte
Die Strassen sind oft unruhig mit unerwarteten Löchern und beim Überholen muss man immer wieder aufpassen. Dazu kommen die vielen „Bumps“ zur Entschleunigung vor Schulen, Dörfern. Gaby’s “ Achtung“ kommt zum 100-te Male pro Tag. Wir haben etwa drei Unfälle gesehen, sogar ein Lastwagen mit einem Bus. Letztere sind immer am Gefährlichsten. Sicher ein halbes Dutzend Lastwagen, Dreiräder, etc. unterwegs mussten mindestens ein Rad wechseln.
RadwechselBus küsst Lastwagen und wir wollen vorbei
An die vielen Kühe, Wasserbüffel, Geissen, Hunde, Ochsenkarren haben wir uns gewöhnt. Neu dazu kommen die wilden Affen und Schweine. So brav sind die Affen nicht und wir erleben, wie auf Tempelrundgang ein Affe einer Inderin die Handtasche klaut, auf einer Mauer verschwindet und schön alles auspackt sortiert (wegwirft oder isst).
Anderntags haben wir die Höhlentempel besucht. Bei angenehmen Temperaturen und wenigen Besuchern besichtigten wir über viele Treppen vier gut erhaltene Hindu-Tempel aus dem 6. JH. Die Höhlentempel werden in die Felsen geschlagen, während um den See weitere Tempel in jede Richtung N-S-O-W aufgebaut wurden.
Blick über den See zu Höhlentempeln rechtsBlick von Tempeln auf SeetempelFelsgrösse ergab Tempelgrösse
Diese Kultur ist uns immer noch fremd und von diesen vielen 3.3 Mio. Göttern sind uns erst wenige Namen geblieben.
von Göttern, Wächtern bis zu Liebenden
Mit Interesse haben wir die vielen waschenden Frauen um den See oder zu Hause beobachtet. Einfach mit Kernseife wird alles gewaschen und die Wäsche auf die Treppenstufen geschlagen und später auf den Steinen, auf Sand getrocknet. Erstaunlich ist, die Inderinnen sehen meist sehr sauber aus in ihren farbigen, oft goldgeprägten Saris.