Patras besuchten wir bereits vor einer Woche und so wurde das Parken und der Fussweg in die Stadt einfach. Nach gutem Mittagessen und Packen kamen wir problemlos auf die riesige Fähre. Wir staunten, mit welcher Präzision die Fahrzeuge auf den zwei Schiffsdecks parkiert wurden. Bei den Lastwagen ging es um Zentimeter (Spiegel einklappen) und vor dem nächsten Lastwagen musste der Chauffeur bereits aussteigen, da sonst nicht mehr möglich.
Bye Bye Griechenland
Wir waren sehr zufrieden mit unserer Eckkabine; zuvorderst unter der Steuerzentrale mit Blick nach vorne und verbrachten eine ruhige Nacht.
Dafür begrüssten wir Italien bereits wieder munter und nicht so verschlafen wie „die Jungen“ auf ihren Sesseln. Dank EU kamen wir ohne Zollkontrolle rasch in die Stadt Bari.
Wir fuhren der steilen Meeresküste entlang bis zu der fruchtbaren Ebene von Korinth. Hier gab es nicht nur den Kanal, sondern auch schöne Ausgrabungen zu besichtigen.
der Küste entlang
unsere Villa?
ehemals Windmühlen
in „jeder“ Bucht ein Dorf
Fischfarmen
Ebene vor Korinth
Von unserem Camperstop konnten wir zu Fuss ins Antike Korinth hochsteigen. Die Römer besiegten hier die Griechen und zerstörten alles. Erst später unter Cäsar entstand eine neue Hochblüte an dieser wunderbaren Lage zwischen Berg, fruchtbarer Ebene und Meer.
Antikes Korinth
Blick hinunter auf das Meer
Paulus bekehrte hier Juden
Ausgrabungen 4. JH BC
Römischer Tempel
Mosaiken
Riesige Säulen
Am andern Tag besuchten wir den Kanal von Korinth, welcher bereits Ende des 19. JH. mit einfachsten Mitteln gegraben wurde. Heute nur noch genutzt für Touristen-, Motor- und Segelbote ist der Blick von der Brücke eine grosse Touristenattraktion.
Meer vor Korinth
Ausgang Richtung Athen
freie Fahrt Richtung Athen
kleine, hinten grosse Brücke
Kanal von Korinth
Zugbrücke wird ins Wasser abgetäuft
Richtung Athen
Richtung Korinth
Die Fahrt bis Patras auf einer neuen Autobahn war sehr eindrücklich. Im Bau ist auch eine Eisenbahn. Zwischen Bergen und Meer gab es viele Dörfer und fruchtbare Felder.
Von Monomvasia fuhren wir zuerst der steilen Küste entlang, danach in vielen Kurven bis 900 m und wieder in Serpentinen hinunter an die Ostküste, genannt Myrtoisches Meer.
Abschied von Monomvasia
wilde Küste
in die Berge
Hochtal mit See
es geht weiter hinauf
Kaffeepause vor Steinbruch und Windrädern
immer wieder neue Ausblicke auf das Meer
viel Natur
Milchziegen warten auf uns
eine der riesigen Steineichen
Kurvige Strassen
Herrlicher Blick zu unserem Strand
wegen Eidechse anhalten, aussteigen
unser Dörfchen
am Strand
erholsames Schwimmen
Wassersport
fruchtbare Ebene
Blick zurück
Ein lohnender Zwischenstop mit langem Drohnenflug.
Dank einem Tipp wollten wir weiter südostwärts bis Gefyra mit der 200 m hohen Insel Monemvasia. Zuerst fuhren wir der Küste nach, dann über eine flache sehr fruchtbare Ebene mit vielen Orangenbäumen, dann über Hügel an die Küste.
kleine Insel
Blick zurück
schöne Küstenabschnitte
von Bergen Richtung Meer
Herrlicher Blick auf die Insel
Schiffswrack
alte Strassenbrücke
wiederbelebte Insel
Anstelle einer Morgenwanderung auf die 198 m hohe Halbinsel zu unternehmen, genügt uns ein Drohnenflug auf die schöne Halbinsel.
Wunderbar, wenn man ausgeruht die schöne Bergstrecke nach Sparta fahren kann. Dann wird die Fahrt über den 1’300 m Pass zum Genuss.
Morgens wieder frisch und munter
Höhlenbewohner?
Bergdorf
Halten und geniessen
durch Naturfelstunnel
in Serpentinen hinunter
Sparta ursprünglich sehr alt wurde im Mittelalter verlassen und Mystras auf einem sehr steilen Hügel zur höheren Sicherheit besiedelt. Von der Burg geht es 300 Höhenmeter in steilen Wegen hinunter (und wieder hinauf). Wir verzichteten um die Mittagszeit auf diesen Besuch und waren zufrieden, einen guten Eindruck in deren Nähe zu erhalten.
So konnten wir wieder an die Küste fahren und den Strand geniessen.
Alles fix zu planen ist nicht nötig. Klar, die Fähre von Patras nach Bari, Italien buchten wir im Voraus auf kommenden Sonntag. Ansonsten zeichnen wir uns den Weg mit Stationen ein, wissen aber nicht immer genau, ob es dann passt.
unsere Reise auf dem Peloponnes
Den heutigen Morgen genossen wir noch am Meer und fuhren später als üblich los Richtung Kalamata mit Flughafen und 40’000 Einwohnern. Bereits am Zwischenstopp im kleinen Koroni genossen wir den Fischerhafen und das Mittagessen am Meer.
Wasserschildkröte
Viele Restaurants am Hafen
zur Burg hinauf?
hier durchfahren
Venezianisches Gebäude
Nach dem Einkauf wollten wir den einzigen Campingplatz in Kalamata aufsuchen. Welche Enttäuschung, nur noch ein Platz mitten im Gewusel war frei – Nein – da machen wir nicht mit!
Aktuell herrscht eine grosse Verunsicherung, wo man noch stehen darf. Immer noch gilt das Gesetz von 1976, welches ganz neu interpretiert wird und „wildes Campen“ mit Bussen von 300-500 CHF geahndet wird. Auch wir probierten schon an verschiedenen Standorten und fragten nach. Weder Tavernenwirt, noch Polizei können klare Aussagen machen, ob wirklich erlaubt oder ob man es drauf abkommen lassen will. Schade, so macht es keinen Spass. Die nächsten Campingplätze wären 40-60 Minuten weiter weg!
Wir entschieden unseren Weg Richtung Sparta weiter zu fahren und parkten in den Bergen. Richtig schön und erholsam.
Von Olympia sind wir über den Alfejos Fluss dem Meer entlang in den Süden gefahren. Es ist ein hügeliges Gelände mit schönen Meeresküsten. Besonders bekannt ist Pylos, eine herzige Hafenstadt, wo Camper nicht mehr erwünscht sind. Vorher gab es eine riesige Hotelanlage mit Golfplatz etc. für 1’800 CHF pro Nacht!
Alfejos Fluss
Steinküste
Golfplatz
Hotelanlage
Blick auf prominentes Pylos
Felsenküste
Wir fanden unseren besten Campingplatz, direkt am Meer, sehr gut geführt und entschieden uns, hier länger zu bleiben. Nur Ferientage waren es nicht, galt es zu waschen und einiges zu pflegen. Zudem wurde es teilweise windig bis stürmisch. Aber wir genossen diese Anlage, Brot wurde gebracht, Essen konnte man bestellen und es war ruhig und schön. Das Meer war herrlich. Hier könnte man länger Ferien verbringen.
Wir machten bei Olympia nicht einen 42 km Marathon und trotzdem gerieten wir bei unserer Besichtigung fast an unsere Grenzen.
Die Fahrt vom Meer in die Hügel genossen wir und fanden auch einen super Platz mit schöner Aussicht. Am späteren Nachmittag entschieden wir uns, die steilen Wege hinunter zu wandern und ein kleines Museum über Archimedes und die technische Entwicklungen zu besuchen.
Da das Olympische Gelände mit zwei Museen und dem Ausgrabungsgelände bis 20 Uhr geöffnet war, hatten wir Lust weiterzumachen, aber die vielen Eindrücke erschöpften uns.
Schon 776 Jahre v.Chr. fanden hier zu Ehren von Zeus erste Wettkämpfe statt. Diese wurden bis 4. JH. n.Chr. immer erweitert und dauerten über mehrere Tage. Die Athleten mussten vorher einen Monat im Camp verbringen und wurden über Tauglichkeit und Tugendhaftigkeit geprüft, bevor sie an den Wettkämpfen auftreten durften. Entsprechend wurden Hallen und Tempel gebaut und die Arena (ohne Steintreppen) für bis 45’000 Besucher erweitert.
riesiges Gelände
so dicke Säulen
Eingang in die Arena
Arena, nur Kampfrichter hatten Sitzplätze
Opfergaben?
Eindrücklich musste der riesige Zeus-Tempel gewesen sein und bei einem Fest wurden bis zu Hundert Stiere geopfert.
Figuren im Innern
Tempel, daneben Opferhügel
riesige Figuren
Erst 1896 wurden die Olympischen Spiel neu eingeführt und finden bis heute alle vier Jahre an verschiedenen Orten statt.
Wagenrennen
Diskuswerfen
Zweikampf
Das Philippeion
Dreibeiner als Siegestrophäe
Was alles in Ton, Bronze bereits ab 800 v.Chr. kreiert wurde und wie sich die Herrscher vor allem in späteren römischen Zeiten darstellten – eindrücklich.
Über eine super Autobahn fuhren wir dem Meer entlang und über die eindrückliche Brücke auf den Peloponnes.
Dem Meer entlang
mit weiteren Lagunen
Rio Andirrio-Brücke
Sicht auf Patras
Wir nahmen uns Zeit in die Stadt zu fahren und waren sehr beeindruckt über die orthodoxe Kathedrale für den Erzbischof. Der Apostel Andreas starb hier als Märtyerer, da er das Christentum predigte.
Rückblick auf die Brücke
an der Küste mit Leuchtturm
Kathedrale heiliger Andreas
Weiter fuhren wir der Küste entlang zu einem sonnigen Platz, wo wir zwei Tage blieben. Auch Gaby genoss das Schwimmen im Meer.
Nach der Insel Thassos waren wir 700 km durch grüne, hügelige Landschaften bis zum Peloponnes gefahren. Im Unterschied zum viel südlicheren, trockenen Kreta auch noch etwas kühler.
Vor der letzten Etappe übernachteten wir in einer riesigen Meereslagune an einem früher wichtigen Hafen (Kriegszeiten Griechenland – Türkei). Hier hatte der Fluss eine mehrere km-lange Zunge gebildet, ideal für einen Leuchtturm. Wir genossen einen ruhigen Platz mit langem Spaziergang zum Leuchtturm.
heute noch kleiner Fischer- und Yachthafen
schöner Spazierweg
auf Leuchturmterasse
ehemalige Zollgebäude
riesige Meereslagune
herrliche Ausblicke
Herrlich, am Sonntag Morgen, den Fischern aus nächster Nähe zuzuschauen, mit der Drohne die Lagune von oben entdecken und der Spaziergang in die intakte Natur.
Anbei einen Drohnen-Video von oben über dieses Naturschutzgebiet.