Rasch reisen wir weiter. Die Inder feiern am Di. 8. Nov. bereits wieder ein Fest. Somit gilt es die Zugänge zu den 34 Höhlen von Ellora gleichentags nach der Fahrt zu besichtigen. Uns bleiben nur Zeit zum Tanken und für frische Früchte. Wieviele Unterbrüche diese Betonstrasse hat und wie lange deren Fertigstellung noch dauert – niemand weiss es. Uns verbleibt ein Eiertanz über alle möglichen Löcher und Gräben.
Tanken mit Karte ist nicht einfachDie Aussicht ist besser als die Sttrasse
Hindu- und Buddha-Tempel in verschiedensten Ausführungen in massiven Fels hineingeschlagen..
drei von 34 Höhlen um einen FelseinschnittBuddha als ErlöserKönig als Symbol von Macht und ReichtumKönigin für Glück und FruchtbarkeitGlück in der LiebeViele Leute – viel Abwechslung
Wir selber werden wie die Inder, auch wir feiern am Stellplatz beim Hotel – bereits 100 Tage in der Gruppe unterwegs. Was wir in dieser kurzen Zeit alles erlebten!!!
An einem Sonntag eine solche „Ochsentour“? Ja, so viele Ochsenwagen an einem Tag hatten wir noch nie erlebt. Es waren mehrere Dutzend an allen Orten und für jeglichen Zweck. Auf getrennten zweispurigen Autostrassen begegnen uns Ochsenkarren, in Dörfern, Feldern, sei es für das Einsammeln der Ernte, aktuell Baumwolle, Mais oder für alle möglichen Transporte bis zu Hausrats-Umzügen. Wenn nicht gerade unterwegs, stehen sie ausgespannt am Strassenrand und grasen genügsam was vor Ort vorhanden ist.
mit Hausrat unterwegsOchsen zum kneten/mischenals Transportmittel jeglicher Art mit oder gegen unsere Fahrtrichtung
Aber auch wir hatten eine Ochsentour, 300 km in 6.5 h! Bei durchschnittlich 45 km/h und teilweise guten Autostrassen muss man viele Schotterpisten kunstvoll befahren um keine allzu grosse Schäden am Fahrzeug zu hinterlassen. Warum es so viele Unterbrüche der Strasse mit fehlenden Teilstücken gibt – einfach Indien.
unser Blick vom StellplatzAbschied von Afghanischen Burgenwir fahren früh losunser Dorf auf dem TafelbergWaschen, ZähneputzenFressenso leben und wohnenMädchen holen Wasserlebendige Hühner unterwegsviele Brückennoch mehr Schwellen
Da die Ajantahöhlen am Montag geschlossen sind, hatten wir die Strecke bis 15 Uhr zu bewältigen und siehe da, alle schafften es. Der anschliessende Spaziergang vom View Point hinunter an den Fluss und hinauf zum Höhlenkloster tat richtig gut.
vom View Point steigen wir hinab zum Fluss und hinauf zu den HöhlenBlick vom View Point29 HöhlentempelFlusstalStolz auf die Tochter
Selbstverständlich waren wir nicht alleine. Manchmal kommen wir uns (oder sie uns?) wie die Affen vor – zu bestaunen, zu fotografieren – Hello, where are you from …. Can we make a picture …
Bereits ab 200 b.C. wurden die Höhlen für religiöse Zwecke genutzt, für Hindus, Jainismus, Buddhismus. Buddha war ein König und er suchte sein Glück in der Religion (1300 b.C.)..
Wir verlassen unser Hotel mit sauber gepflegtem, neu geschmückten Fahrzeug und wunderbar gewaschener/gebügelter Wäsche. Es geht durch flache fruchtbare Ebenen. Hier gibt es viele einfache Traktoren zum pflügen/eggen. Alle andern Arbeiten werden meist von Frauen in hockender Position auf den Feldern verrichtet.
Abschied vor Hotelso beladeen sind wir nichtFrauen bearbeiten die Felderviel Reisanbau
Es braucht wache Sinne zum Fahren und zu beobachten.
Lernende vor SchulstartEisenbahn fährtStrassenunterhalt gibt esErweiterung Strasse, alle Bäume wegWasserbüffel als HaustierHeilige Kühe
Wir kommen auf ein Hochplateau an und finden hier die Affenbrotbäume (Baobab) wieder. Hierher kamen im 14. JH. mohamedanische Afghanen, welche grosse Befestigungsanlagen bauten. Lange konnten sie sich hier trotzdem nicht halten.
Hochplateaugrosse Baobab BäumeMausoleum von Hoshang Shah
Wie haben damals die Leute gelebt, auch so einfach wie heute???
Auf unserer Reise durch die Dörfer Indiens kommen wir sehr nah an das wirkliche Leben. Die Armut und der viele Abfall tun einem weh. Für die Inder ist dies wahrscheinlich gar nicht so tragisch – es ist ihr Leben, ihr Glauben, das Karma und die Hoffnung auf die Zukunft geben genügend Kraft und Lebensenergie – und die spüren wir unaufhörlich.
Umso besser, wenn man auch die andere Seite Indiens kennenlernt. Da wird das Märchen vom indischen Prinzen auch heute noch Wirklichkeit. Wir übernachten in einem Traumhotel und alle Wünsche werden wahr. Es ist nur ein sehr kurzer Weg von der staubigen Strasse in einen riesigen, grünen Park am See, viel Wasser und einem riesigen Hotel – alles vom Feinsten und alles funktioniert Bestens.
Zimmer direkt zum PoolExotische GästeGaby beim AufgangMartin im Pool
Endlich einmal in sauberem Wasser schwimmen, ruhen, erholen – auch das ist Indien. Wir haben auch die Chance gepackt, unser Fahrzeug wieder einmal auf Vordermann zu bringen. Sechs Chauffeure in weissen Uniformen und ein Junge in blauem Overall kümmerten sich um unser Fahrzeug. Als ich selber zupackte und dem Junge mithalf, wurden auch einige Chauffeure aktiv. Nach drei Stunden ist das Fahrzeug wieder fast wie neu. Auch die Teerflecken konnten wir entfernen und mein Turban schmückt neu das Fahrzeug und unterstützt unser Glück – sorgt für gutes Karma. Wichtig war uns auch die Reinigung der Wassertanks, da nicht überall immer ganz sauberes Wasser für die Hygiene zur Verfügung steht. Gut dass wir auch separate Trinkwassertanks haben.
In zwei Tagen fahren wir 280 km teilweise über einfache Strassen mit teilweise grossen Schlaglöchern. Ziel war der grösste Jain-Tempel mit 420 Säulen, erbaut im 15 JH. mit herrlichen, immer noch gut erhaltenen Marmorarbeiten. Es gibt keine Götter; als Inkarnation werden die Figuren verehrt. Zur Begehung darf man kein Geld, Leder, Alkohol, Zigaretten dabei haben, da sie völlig vegetarisch leben.
Innenhof mit 500 jährigem Baumwunderbare Marmorarbeiten an Säulen, Wänden, Decken
Das Gelände wurde hügelig, grün und wir übernachten auf 900 m ü.M. schon fast alpartig.
Mit Jeep ging es je eine halbe Stunde wieder hinunter-hinaufAussicht von Hotelplatzhügelige Gegend mit vielen Hotels/Ressorts
War es die Luft in Jodhpur, die Enge bei der Palastbesichtigung oder das Mangolassi – die Hälfte von uns leidet plötzlich unter starken Magen-Darm-Problemen. Einige können nicht einmal weiterfahren. Bei uns fährt Gaby tapfer die erste Strecke, am zweiten Tag geht es Martin wieder besser. Neben dem Fahren gilt es auch immer wieder zu beobachten. Die Landschaft ist herrlich, die Dörfer weniger.
mit Ochsen Wasser für die Felder schöpfenmit Ochsn Wasser schöpfen für die FelderFrauen tragen „Gras“ für die WasserbüffelFrauen waschen im Wasser – Mann „kontrolliert“Wasserbüffel werden sehr gut gehalten, da Nutztier – Kühe sind heiligTransport von zwei ZiegenAlkohol ist seltenEine schöne Landschaft