Wir folgten auf einer flachen 1’100 m Ebene weiter am Rande des hohen Atlas. Auch hier gab es nicht nur Steinwüsten, sondern oft wieder etwas grün und viele kleine Dörfer.
Die sehr bekannte Todra-Schlucht wollten wir auslassen. Als wir jedoch dahinter die ersten Schneeberge sahen, fuhren wir doch in diese sehr bekannte Schlucht. Interessant waren die Kontraste – von fruchtbarem Grün mit Dattelpalmen, alten Lehm-, neue farbige Dörfer mit Schneeberge im Hintergrund
Nach diesem Zwischenstopp, einem Einkauf in einem Carrefour-Supermarkt (auf dem Land!) fuhren wir in das nächste Dades-Tal. Dieses ist bekannt für seine Feigen, Mandeln, Aprikosen und zuoberst im Tal mit Apfelbäumen.
Die meisten Touristen fahren nur hinauf bis zu den bekannten Affenfingern. Hier hatte es wohl einen engen Parkplatz zum Ūbernachten, dies war aber nicht unser Ding.
Also weiter hinauf und welch ein Glück, wir fanden einen wunderbaren Platz über dem grossen Fluss bei Ismail und seiner tollen Betreuung. Dank den Schneebergen fliesst hier viel Wasser bis Mai, etwas weniger bis im Sommer.
Hier blieben wir zwei Tage. Samstags machten ein wir einen längeren Ausflug durch Schluchten, über Serpentinen hinauf bis 2’100m und hinunter ins letzte grössere Dorf auf 1’800 m, wo ein grosser Markt stattfand. Viele Nomaden aus verschiedenen kleinen Orten oder Höhlen decken sich hier für eine längere Zeit ein.
Auch auf dem Rückweg stoppten wir viele Male, um die sehr unterschiedliche Landschaft und ein Mittagessen zu geniessen. So viele Eindrücke!
Dank dem vielen Wasser sind die Menschen in diesem Tal etwas privilegiert. Trotzdem ist das Leben sehr hart und einfach. Im letzten Dezember gab es drei Tage viel Regen. Strassen wurden überflutet, Brücken, Häuser weggerissen etc. Für uns war es zudem kalt, wie viele haben keine Heizung wie wir?
Trotz fehlender Sonne – wir hatten es richtig genossen! Vielen Dank.

