Wir fuhren der Küste nach Richtung Abel Tasman Nationalpark.
Küste von KaiteriteriKüste auf unserer Fahrt bei tiefem Wasserstand
Viel Holz, Trauben und neu auch Äpfel wurden unterwegs gezüchtet (alles kurz vor der Ernte). In Motueka gab es Kaffee mit feinstem Himbeertörtchen und gutem Brot (ein guter Deutscher Bäcker).
Kaiteriteri ist der Ausgangsort für Wanderungen und viele Schiffsfahrten. Uns überraschte dieser schöne Strand. Herrlich und ganz nah konnten wir campen. Nur über eine Strasse und schon ist man am Strand/Meer. Da gegen 20 °C wagten wir uns auch ins saubere Wasser – herrlich!
Diese Küste ist extrem attraktiv. Hier gibt es auch relativ viele Häuser an steilen Hängen mit herrlichen Ausblicken. Martin hatte auch zuoberst einen Camper entdeckt mit einmaligem Ausblick. Hier übernachten wäre noch schöner als unten in einem Hotel mit 2’000 CHF/Nacht Hotelzimmern.
Aus einem wurden drei Tage in Kaiteriteri. Diese Natur mit goldenen Stränden bei idealen Temperaturen war einfach herrlich.
Der Nationalpark ist nicht gross, wird aber jährlich von 0.5 Mio. Touristen besucht. Es gibt die eher Jungen, welche eine bis 40 km lange Strecke der Küste entlang wandern. Die Meisten sind jedoch mit Schiffen unterwegs und machen kurze bis 4 stündige Teilstrecken.
Wir starteten mit einem grossen Motorschiff in den Park, machten eine Rundwanderung und danach eine Segelfahrt zurück, leider ohne Wind. Am Morgen war es grau, danach regnete es kurz und abends wurde es wieder hell und sonnig. Das Wetter können sie hier schlecht voraussagen, es wechselt sehr stark.
Der Rundweg führte durch „Regenwald“ mit viel Farn zum Outlook und an goldenen Strand.
Auf unserer Fahrt konnten wir auch Seerobben beobachten. Sie sind klein, dunkelbraun und schwierig auf den Felsen zu erkennen. Wer entdeckt sie?
Neuseeland soll ärmer sein als Australien. Hier gibt es nur wenige Bodenschätze. Aber viel gebaut wird auch hier. Auf 5.1 Mio. Einwohner kommen jährlich 40’000 neu dazu. Dabei fehlen Häuser/Wohnungen und auch Bauleute sind zu knapp. Die Bauart ist einfach meist in Ständerbauweise ohne Isolation. Solarzellen sieht man selten. Aktuell sind schwarze Gebäude.
Wir nutzten einen Rundgang um das grosse Gebäude auf dem markanten Hügel von Kaiteriteri zu besichtigen (im Endausbau). Ein solcher Ausblick ist fast einmalig.
Dort oben wohnen?
Wir staunten über die vielen schönen Gebäude. Gehören diese den Einheimischen oder doch eher Ausländern? Asiaten kaufen viel hier, Neuseeländer dürfen umgekehrt in diesen Ländern (China, Indien) nichts kaufen.
Eine Person mauert auch am SonntagBauplatz für uns???
Die Politik ist schwierig. Es gibt zwei Parteien nahe der Mitte. Die eher soziale ist jeweils 2-3 Wahlperioden im Amt die eher rechte kürzer. Wenn die eine etwas aufgleist, kürzt es die Andere sofort wieder. So wurde eine Eisenbahnlinie für viel Geld geplant, Land gekauft etc. und danach von der rechten Partei wieder gestoppt. Seit 30 Jahren wird daher daran gewerkelt, ohne Erfolg und vielen unnötigen Kosten.
Für uns und Touristen hat Neuseeland viel zu bieten. Ihre Natur ist wunderbar. Auf dem Baurundgang sind wir auch hinunter ans Meer und siehe da – faszinierend!
Wir fuhren hinaus an die Nordwestspitze und genossen einen abwechslungsreichen Tag.
Die Fahrt am Vortag führte durch eine fruchtbare Gegend, über die Berge mit kurvigen Strassen direkt ans Meer und bot einen langen Strandspaziergang.
Nachts regnete es stürmisch und morgens war es noch stark bewölkt als wir losfuhren. Doch die Ausfahrt bot uns sehr viel, mehr als erwartet. Die Golden Bay ist ein riesiges sehr flaches, ruhiges Meer, das dank einem riesigen Sandbogen geschützt wird und auch für viele Zugvögel (sogar aus Sibirien) eine Zuflucht bietet.
Zuerst fuhren wir zum Cape Farewell, von wo sich Kapitän Cook aus Neuseeland verabschiedete. Es ist eine steile Felsküste mit rauem Meer. Zum Aufstieg begleiteten uns wollige Schafe.
Einen steilen, selten begangenen Fussweg zum nächsten Beach unterliessen wir. Mit dem MG-Bobil war es trotz Schotterstrasse ein viel einfacherer Umweg. Auch von da gab es eine halbstündige Wanderung bis ans Meer mit so vielen Eindrücken. Der Whararikibeach ist eine riesige Sandbucht zum offenen Meer. Hier war es echt stürmisch und der Wind blies uns Sand und Natur-Schaum entgegen.
Martin mit windschlüpfriger Frisur
An den verschiedenen Bildern sieht man, wie rasch das Wetter wechselt. Auf dem Rückweg gab es auch einen kurzen Schauer und danach wieder Sonnenschein.
Am dritten Ort kochten wir für uns und genossen einen kurzen Spaziergang ans innere Meer, die golden Bay. Fast unendlich diese Weite und Ruhe. Das Meer war am Steigen, aber immer noch sehr weit weg.
weiss von Muscheln, goldbraun von Vegetation
Weiter ging es der Küste entlang und wir konnten viele grosse „Vögel“ in der Ferne erkennen. Martin fand auch einen herrlichen Lookout. Zum Übernachten war es Gaby zu windig.
Anscheinend hatten wir noch nicht genug und besuchten die grösste natürliche Wasserquelle. Das viele, superklare Wasser steigt aus dem Boden und wird bald darauf bereits verstromt.
Übernachten konnten wir direkt am Meer unter steilen Felsen.
Für zwei Tage sind wir in den oberen Teil des Tasmanien Nationalparks gefahren.
Uns gefällt diese Gegend mit dem goldbraunen, körnigen Sand, tiefblauem, klaren Wasser und grünen Hügeln mit riesigen Farn- und weiteren interessanten Bäumen. So sind wir eine hügelige Naturstrasse in den Tōtaranui Campground gefahren. Dies ist ein riesiges Gelände im NP direkt am Meer mit gegen 320 Plätzen. Schön, dass es fast leer ist und wir diese Ruhe richtig geniessen können. Unser Strand mit Sitzbank (Holz) oben.
Das Wasser ist etwas kühl, aber herrlich zum Schwimmen. Daneben machten wir kleinere Wanderungen. Die grossen Tracks der Küste entlang bis 55 km überliessen wir anderen.
Ausblick von Skinner Point auf unseren BayMit Flut wird Wasser ansteigenLow Tide, trotzdem Schuhe ausziehen und über das Wasser
Um an die Westküste zu fahren, mussten wir retour und über die Berge.
Von der Nordwestküste fuhren wir wieder retour bis Nelson und füllten alles nach. Danach führte die Strasse durch die Berge mit schönen Seen. Uns „Zugvögeln“ gefällt die wilde Meeresküste jedoch besser.
Wir genossen diese Fahrten mit vielen Zwischenstopps. Es gab so viel zu sehen und zu erleben, wie z.B. wilde Felsen im „Urwald“:
Wilde Felsen nach Pohara
Wir verliessen die Küste, fuhren durch fruchtbare Gebiete und wunderten uns immer wieder über die Bewirtschaftung der Wälder mit Kahlschlag und teilweiser Aufforstung.
Am Lake Rotoiti beobachteten wir nur kurz die Motorbootrennen und entschieden uns weiterzufahren.
Motorbootrennen bei Saint Arnaud
Wir folgten verschiedenen Flüssen durch Goldschürfgebiete (teilweise heute noch) und überquerten den Fluss über die längste Swingbridge von Neuseeland, fanden aber kein Gold.
Weiter folgten wir dem Buller River bis hinunter ans Meer. Die sehr kurvige Fahrt setzten wir am andern Morgen fort, zuerst noch bei aufsteigendem Nebel.
In Westport fliesst der Buller River endlich ins Meer. Für uns gab es eine schöne Kaffeepause und am Hafen studierten wir, wie ein Wohnschiff flott zu machen wäre.
Aber wir wollten weiter an diese Westküste zum Cape Foulwind.
Seehunde am Cap Foulwind und die Pancake Rocks waren zwei Highlights auf unserer Küstenfahrt.
Nach kurzem Rundgang in Westport fuhren wir an das Cap Foulwind. Imposant dieses brausende Meer und die Kolonie der Seehunde.
Surfen im rauhen Meer???
Aber auch unterwegs gab es so viele Spots, wo man einfach einen Moment geniessen wollte.
Die Pancake Rocks sind eine Touristenattraktion. Durch chemischen Prozess haben sich die Steinschichten gebildet und trotzen den heftigen Meereswellen. Ein spannender Rundgang zeigt die daraus entstandenen Formationen.
Flugbild der Pancake Rocks rechts
Viele Einbuchtungen, Gebilde und Durchgänge hat sich das Meer erschaffen.
Die Westseite verspricht mehrere Tage Regen. Uns wurde empfohlen, in einem solchen Falle einfach über die Berge an die Ostseite zu reisen. Wir machten es.
Von den Pancake Rocks fuhren wir weiter südlich der Westküste entlang bis Greymouth. Ja, ohne Sonne sieht es rasch anders aus. Dafür wirkten die Wälder in den Naturparks viel kräftiger.
In dieser Umgebung wurde neben Gold, Kohle auch Jade gefunden. Wir konnten einem schönen lokalen Geschäft nicht ausweichen und staunten über die vielen schönen Formen.
Nach einem regnerischen Mittagessen an der Küste entschieden wir uns, dem Rat zu folgen und die 270 km über die Berge auf die Ostseite nach Christchurch zu fahren.
Interessant, nach der Passhöhe von 920 m ü.M. klarte es wirklich auf und wir entdeckten erstmalig wieder Schnee auf den Bergen. Hier wollte Martin übernachten und wir fanden auch einen Platz.
Am andern Morgen begrüsste uns die Sonne und uns bot sich eine herrliche Fahrt über das Hochtal mit riesigen Flussläufen. Die Westseite war „nass“ und grün, die Ostseite trocken und gelb.
Wir nutzten das sonnige Wetter für den Ausflug auf die Halbinsel mit einer schönen Schifffahrt.
Flugbild von Banks Peninsula mit Schneebergen im Hintergrund
Schon die Fahrt über kurvige „Passfahrten“ war eindrücklich.
Akaroa ist ein Ferienort mit 770 Einwohnern und 2’000-5’000 Feriengästen im Sommer und über Weihnachten. Es wirkt sehr gepflegt und liegt in der 17 km langen Bucht bis zum offenen Meer hinaus. Die Saison geht langsam zu Ende und so waren wir auch kurzfristig zum 2-stündigen Schiffsausflug willkommen.
Wo findet man noch so einen langjährigen Familienbetrieb, wo der Sohn das Ausflugboot selber herstellte und vieles aus der Geschichte des Dorfes miterlebte. Wir hatten auch das Glück, weltweit den kleinsten Pinguin (Grösse einer grossen Ente) und kleine Hektor-Delphine, die es nur hier gibt, neben Seehunden aus der Nähe zu beobachten. Die Delphine werden maximal 1.5 m lang, 42 kg schwer, wobei die Weibchen grösser sind als die Männchen. Etwa 4 kg Nahrung müssen sie täglich finden. Das Meer wurde weit herum geschützt und so konnte sich die Kolonie jährlich um 2 % erholen. Aktuell soll es 700 Exemplare geben. Wir sahen etwa 2 Dutzend spielerisch um uns zu schwimmen und aussergewöhnlich war, dass sie auch sprangen.
Wir erlebten einen Tag mit vielen, schönen Überraschungen.
Ziel unserer Fahrt war entlang der Ostküste Richtung Süden bis Methven, einem kleinen Dorf mit schöner Badelandschaft. Nach einem regnerischen Tag mit kühler Nacht – nur noch 3 °C – staunten wir über die wärmende Sonne und bald über diese herrliche Sicht in die Schneeberge. In Akaroa bewunderten wir das Bild mit dem Fernblick in die Schneeberge und glaubten nicht, dass wir dies auch erleben würden. Es war immer warm und trocken. Die Leute lechzten nach Regen und der nächste Regen wird erst wieder im Juni erwartet. Aber dieser Windwechsel mit kurzem Regen und starker Abkühlung brachte wirklich kurzzeitig Schnee in die Berge von 2’000-2’500 m – unglaublich schön!
Gut waren wir zu Öffnungsbeginn beim Bad und bekamen nach „Betteln“ noch einen Eintritt. Eine wunderbare neue Badelandschaft mit körperwarmen Wasser bis zum Essen im Pool erwartete uns.
Weiter ging es spontan an den Rakaia Fluss, welcher nach dem engem Tal in einen grossen Bogen auf flaches Gelände kommt. Herrlich diese Farben. Wir entscheiden uns hier zu übernachten. Jedoch erst Abends bei der zweiten Ankunft sahen wir, welchen tollen Aussichtsplatz wir direkt über dem Fluss bekommen hatten.
Blick vom Lookout
Mittags hungrig, wie wir waren, wollten wir jedoch rasch vom Fluss retour ins Dorf, da eine A&P Show (?) angesagt war. Via Webseite wurden wir nicht schlau und auch erst nach Fragen fanden wir den Weg dorthin. Dann waren wir aber mehr als überrascht über diesen riesigen Anlass zum 108. Male zwischen „Olma“ mit grosser Pferde- und Traktor-Arena. Hier konnte man Neuseeland echt erleben: Diese riesigen Landwirtschaftsfahrzeuge, aber auch diese Freude an Oldtimern, diese friedliche Stimmung mit Reiten, Shows, Essen und Feiern. Hunderte von Medallien und Auszeichnungen gab es für fast alles im Leben, von Schülerzeichnungen über Esswaren, Gemüse bis zu allen Tieren. Echt spannend zu erleben. In bester Erinnerung bleibt auch der Austausch mit Peter. Er hatte vor 12 Jahren den uralten Traktor gekauft, musste einen neuen kohlebetriebenen Feuerungskessel von England kommen lassen und ist echt glücklich über dieses Unding. Martin wäre glücklich gewesen, wenn er als Kind den Mini-Dampftraktor hätte fahren dürfen.