Unsere ersten Reiseerfahrungen erlebten wir auf der Reise in den Norden und Süden von Europa. Später besuchten wir Orte in der Schweiz und nach der Seidenstrasse fuhren wir das letzte Stück über Griechenland über Italien in die Schweiz.
Wir fuhren nördlich nach Zamora und bis zur Atlantikküste bei Santander, folgten westlich der Küste bis zur Grenzstadt – Akartegi – zu Frankreich – eine für uns ganz herrliche Gegend.
Zamora am El Douro gelegen.über Bergautobahn bis 1’000 min Santander übernachtenRiesiger Strand in Akartegi
Grossstädte, wie Salamanca liessen wir bewusst aus und genossen kleinere, einfach begehbare Städte, wie Zamora, direkt am El Douro gelegen. Wir konnten direkt am Fluss parken und via alter Brücke in die Altstadt gelangen.
an Seen vorbei
Schneeberge in der Ferne
an Santander vorbei
nach Zagora
an den El Douro
mit Essen unter Bäumen
über die Brücke
in die Altstadt
viele Leute bummeln durch schöne Strassen
Bereits an der Atlantikküste genossen wir 27°C. Den schönen Küstenzipfel mit langen Sandstränden schafften wir auf einem 7.5 km Rundweg. Am Schluss ging es steil hinauf zur Universität auf dem Hügel und wieder hinunter zu unserem Platz. Die Rolltreppen fanden wir, doch einige waren ausser Funktion.
herrlicher Zipfel
mit langem Strand
und viel Fröhlichkeit
Blick über die Lagune
hinunter zu Fuss
Weiter ging es der Nordküste entlang mit Zwischenstopp bei einer Werft heute mehr Museum und Ausbildungsstätte und danach bis zur letzten spanischen Küstenstadt Akartegi an einer Lagune mit langer Mole und 100 m Distanz zu Frankreich. Gerne kommen wir wieder.
Wir fuhren nordwärts und stoppten lieber in einer kleineren Stadt – Plasencia. Eindrücklich, 90’000 Einwohner und eine Kathedrale mit Teilen aus dem 12. JH.
Spannend, rechtzeitig erlebten wir die Prozession und nahmen auch an einer Messe teil.
Glück hatten wir auch mit unserem Osteressen; keine Reservation und trotzdem fanden sie für uns einen Platz.
Schon die Römer bauten eine Strasse durch Mittelspanien in den Norden bis Gijon.
Von Sevilla ging es durch hügelige, grüne Landschaften.
Zuerst wunderten wir uns über die vielen schönen Bäume, doch bald wurde uns bewusst, dass es Eichen sind, unter welchen die Iberico-Schweine die Eicheln fressen. Daraus wurde ein grösserer, wunderbarer Abstecher in die Landschaft und zum Schluss beobachteten wir auch einige Tiere aus der Nähe.
Burg aus 14. JH.
Kork- und Steineichen
können über
200 Jahre alt werden
Colonia Augusta Emerita, 25 a.c.
Bis Mérida war es nicht allzu weit. Gut entschieden wir uns, hier zu rasten und weiteres über die Römer zu erfahren. Erstaunlich, was es hier schon vor 2’000 Jahren alles gab: Eine grosse römische Stadt (mit Circo, Arena, Theater, Tempel) am Fluss gelegen und umgeben von Mauern, mit einer riesigen Brücke und langen Wasser-Viadukten aus den Bergen. Erstaunlich auch, was so lange erhalten blieb.
Wir hatten den Mut, mit vielen Anderen die Prozessionen in Sevilla zu besuchen.
Wir verliessen früh Algeciras und fuhren zuerst westwärts bis Alcalá de los Gazules, einer weissen Kleinstadt auf dem Hügel.
von unten nach oben
Ausblick von oben
Herrlich, Morgens durch die stillen Gassen bis zur Kirche hochzusteigen. Erste Vorbereitungen für die Ostertage wurden gemacht.
Hinauf und Hinunter
Kirche mit
Heiligen Gregor
Weiter ging es bis Sevilla. Mit soviel Glück bei der Anreise hatten wir nicht gerechnet (Gegenverkehr mit riesigen Staus). Problemlos kamen wir in die Stadt und konnten nah der Altstadt parken.
Zu Fuss ging es durch schönste Parkanlagen in die sehr lebendige, saubere Altstadt mit den riesigen Vorbereitungen für die Prozessionen.
Ab 19 Uhr sollte es losgehen und für einen guten Platz sollte man mindestens 2h vorher reservieren. Dies taten wir uns nicht an und bummelten durch enge Gassen. Spontan entschieden wir uns und fanden Platz in einem Restaurant direkt mit Sicht auf die Gasse. So konnten wir aus nächster Nähe den Start erleben. Das Verlassen wurde später etwas schwieriger, da überall riesige Menschenmengen Spalier standen und kontinuierlich Umzüge von einzelnen Vereinen stattfanden.
Wir genossen diese Atmosphäre und staunten über offene reich geschmückte Kirchen und schöne Hauseingänge.
16 h unterwegs Busse zu tun, mit diesen spitzen Mützen, schweren Kerzen und teilweise barfuss oder in Socken. Da muss schon viel Leidenschaft dahinter stecken.
Wir genossen lieber eine ruhige Nacht und den Abschluss am Karfreitag Morgen.
Wegen schlechtem Wetter mussten die Fähren drei Tage pausieren. Somit entstand ein Stau. Wir konnten ein Ticket für Sonntag Morgen 8 Uhr buchen mit dem Hinweis, je nach Situation könne es viel länger (???) dauern – Inshallah.
Um 7.10 waren wir im Hafen und wurden in Kolonnen aufgereiht. Wie und wann wer dran kam, blieb uns ein Rätsel.
Doch tatsächlich kamen wir auf die Fähre um 11.15. Bis alle eingeladen wurden, dauerte es jedoch seine Zeit. Wohnwagen und Wohnmobile mit Anhänger mussten bis zuletzt warten und als einzige Rückwärts die recht steile Rampe hochfahren. Mit Auto-Überhang standen sie teilweise an der Rampe auf. Nächste Fähren warteten auf die Einfahrt und somit blieben zwei eingeplante Fahrzeuge trotz Diskussionen zurück. Insahlla – auf die nächste Fähre nach weiteren drei Stunden???
in Kolonnen warten
alle schaffen es nicht
By by Europa
Uns empfing ein wolkenbehangenes, grünes, hügeliges Afrika. Doch zuerst kamen die verschiedenen Kontrollpunkte. Am Zoll staunten wir, wie alle PW’s alles Gepäck ausräumten. Galt dies auch für uns????
Nein, so freundlich und zuvorkommend – wir waren in zehn Minuten durch. Welche Erleichterung!
Auch weit Gereiste machen Fehler und nehmen die falsche Kreiselabfahrt. Der junge Mann bei der Zahlungsstation lachte uns aus, weil wir zwei Male bei der gleichen Autobahn ausfuhren – diese Touristen!
Der geplante Campingplatz war gut, aber erst das ausgezeichnete Mittagessen weckte wieder unsere Geister. Mit einem Strandspaziergang am rauen Meer endete unser erster Tag in Afrika.
In vier Tagesetappen à gut 500 km reisten wir an die Südspitze Spaniens. Trotz kleinen Ereignissen lief alles gut. Nach den 7 Monaten Unterbruch mussten wir uns aber wieder richtig eingewöhnen.
Alles war wieder eingepackt, verstaut und so fuhren wir am ersten Tag um 8 Uhr bei kaltem, regnerischen Wetter los in die Provence bis Valence.
Nach ChatGPT wird je südlicher, der Diesel immer billiger. Aber bereits vor Genf blinkte unsere Tankwarnanzeige. Nur noch durch die Stadt, die Tunnels, über die Grenze (?) und schon kamen wir wieder in die Berge. Aber wo waren die Tankstellen??? Irgendwie schafften wir es bis zu einer Ausfahrt an eine gute Tankstelle und füllten 94 Liter – mehr als die angegebene Tankgrösse?!
Der erste Stellplatz war ein Sumpf, der zweite, neue Stellplatz an der breiten Rhône gefiel uns viel besser. Nachts trommelte starker Regen auf unser Dach.
Fahrzeug hat Durst.
lieber selber kurz kochen.
Am zweiten Tag wurde es bald heller und bis 23 °C warm – welche Wohltat. Wir fuhren durch fruchtbare Gebiete, wo z.T. auch die Reben im Wasser standen und verabschiedeten uns von Frankreichs schönen Autobahnen mit entsprechenden Preis. Unsere Mautbox funktionierte und auf der letzten Etappe wurden 96 Euro verrechnet.
In Spanien zeigten sich von Ferne die Schneeberge der Pyrenäen. Bis um Barcelona verlief alles gut. Wegen einem kleinen Erdrutsch wurde die Autobahn von drei auf eine Spur reduziert, welches zu einem halbstündigen Stau führte. Diese vielen Lastwagen!
Wie schön, vor Tarragona ans Meer zu kommen, sich entspannen und gut übernachten zu können.
Am dritten Tag gab es wieder eine lange Fahrt bis vor Cartagena. So eine intensive Landwirtschaft, von vielen Citrus- bis zu bereits blühenden Mandelplantagen – Spanien pur.
viele Plantagen
Hier am Binnenmeer wird mit viel Wind um die Wette geskatet und gesurft. Herrlich bei warmer Lufttemperatur zuzuschauen, wie ein Dutzend Junge und Alte im 14 °C Wasser um die Wette surfen.
Viel besser als sich um die übervollen Stellplätze aufzuregen. Wieviele Camper es hier gab – unglaublich. Trotzdem fanden wir einen freien Parkplatz an einem Park.
Am vierten Tag wollten wir bis vor Gibraltar fahren und am nächsten Tag diesen Affenfelsen besichtigen. Bei Sonnenaufgang gab es einen kurzen Spaziergang ans Meer und dann ging es wieder los.
Eine lange Fahrt mit viel böigem Wind stand uns bevor: Mehr oder weniger der Küste entlang in den Bergen hinauf und hinunter.
Viele PlantagenMandelbäumeund neue Plantagenund unendlich viele Gewächshäuser
Oben Schneeberge und unten viele weisse Gewächshäuser. Wir fragen uns, wie der Hirsch seinen Weg durch die Plastikwelt findet?
oben Schnee
unten Gewächshäuser
Trotz Regen ist der Fluss leer
Achtung Hirsch
schöne Küstenabschnitte
und feines Essen
Gibraltar
Rechtzeitig kamen wir vor Gibraltar an und fanden einen Campingplatz. Wir erkundigten uns über einen Ausflug nach Gibraltar. Der Ausblick auf den intensiv bewohnten Affenfelsen genügte und so entschieden wir uns möglichst rasch nach Marokko zu verschiffen.
Es galt das Fahrzeug für die Verschiffung klar zu machen (Gas, Wasser, Diesel, Adblue, Vorräte, etc.). Da die Fährschiffe wegen den Winden drei Tage nicht fuhren, gab es Kolonnen und wir buchten auf den andern Morgen. So konnten wir uns in Algeciras etwas umsehen und einen schönen Platz finden mit Sicht auf den Affenfelsen von der anderen Seite. Besser können wir es uns nicht wünschen.
Endlich ist es wieder soweit. Wir fahren für zwei Monate in die Wärme nach Marokko. Das Fahrzeug ist beladen, die Reise geplant, was uns alles wirklich erwartet, werden wir sehen und wieder festhalten.
Einfach schön, nach einer so langen Reise mit dem MG-Bobil wieder nach Hause zu kommen. Mit vielen Eindrücken, Erfahrungen und erstaunlich wenig Problemen. Oft wird viel zu schwarz gemalt. Für uns war es eine wunderbare Zeit bis Australien-Neuseeland und über Tibet retour (10 Tage über 4’000m).
MG-Karte von unserer Reise
Die Reise durch diese Landschaft vom Lukmanier bis Disentis genossen wir. Den grösseren Stopp machten wir am Walensee, um uns abzukühlen – herrlich.
Abschied vom Lagerplatz
über den Lukmanier
Schlucht vom Rein da Medel
Zwischenhalt vor Disentis am Vorderrhein
schwimmen im Walensee
weiter nach Hause
Glücklich angekommen
Was alles in unserem Fahrzeug Platz fand! Wir mussten etwa 5 x 4 Kisten zügeln. Jetzt gilt es zu waschen und aufzuräumen. Aber auch dies gehört dazu.
Ende gut – alles gut. Nächste Reisen folgen erst viel später.
Ab neun Uhr besuchten wir eine Fattoria di Parma und probierten verschiedene Schinken, Käse und Salami. Dank guter Beratung deckten wir uns auch entsprechend ein.
Danach fuhren wir ohne grosse Unterbrüche oder Staus direkt nach Chiasso, wo wir ohne Kontrolle und nach Abstempeln des Carnet de Passage einreisen konnten. Wie schön, wieder in der „Bilderbuch – Schweiz“ zu sein, den See, die Kühe auf der Weide und Schnee in den Bergen zu sehen.
Unser Ziel war die Bergfrische auf dem Gotthard. Unterwegs vernahmen wir von Staus auch über den Pass und, dass Nachts der Tunnel geschlossen wäre (Lärm auch Nachts auf der Passhöhe?). Kurzfristig änderten wir unsere Route und fuhren über den Lukmanier. Vor der Passhöhe fanden wir auf 1’800 m Höhe einen herrlichen Übernachtungsplatz mit Sicht in die Berge und genossen diese Ruhe bei wunderbaren 22 °C.
Wir wanderten an frischer Luft bis zur Quelle des Brenno und über steile Felsen hinauf/hinunter. Danach – wie wunderbar – genossen wir beim Feuer gebratene Cervelats mit Rosemarie und Sandra, dem Hund Olivia und dem Esel Quadrino. Sie leben hier in diesem Tal und machten mit Camper einen Ausflug. So schön! Vielen Dank.
Gemäss unserem Plan fuhren wir die nächste Etappe bis Parma. Ziel war auch etwas Schinken und Käse zu kaufen und eine weniger touristische Stadt zu besuchen. Einfach ausserhalb der Stadt parken, mit ÖV in die Altstadt, schlendern und geniessen. Wir kosteten es aus bis zum Schluss