2’200 km bis Marokko

In vier Tagesetappen à gut 500 km reisten wir an die Südspitze Spaniens. Trotz kleinen Ereignissen lief alles gut. Nach den 7 Monaten Unterbruch mussten wir uns aber wieder richtig eingewöhnen.

Alles war wieder eingepackt, verstaut und so fuhren wir am ersten Tag um 8 Uhr bei kaltem, regnerischen Wetter los in die Provence bis Valence.
Nach ChatGPT wird je südlicher, der Diesel immer billiger. Aber bereits vor Genf blinkte unsere Tankwarnanzeige. Nur noch durch die Stadt, die Tunnels, über die Grenze (?) und schon kamen wir wieder in die Berge. Aber wo waren die Tankstellen??? Irgendwie schafften wir es bis zu einer Ausfahrt an eine gute Tankstelle und füllten 94 Liter – mehr als die angegebene Tankgrösse?!
Der erste Stellplatz war ein Sumpf, der zweite, neue Stellplatz an der breiten Rhône gefiel uns viel besser. Nachts trommelte starker Regen auf unser Dach.

Am zweiten Tag wurde es bald heller und bis 23 °C warm – welche Wohltat. Wir fuhren durch fruchtbare Gebiete, wo z.T. auch die Reben im Wasser standen und verabschiedeten uns von Frankreichs schönen Autobahnen mit entsprechenden Preis. Unsere Mautbox funktionierte und auf der letzten Etappe wurden 96 Euro verrechnet.

In Spanien zeigten sich von Ferne die Schneeberge der Pyrenäen. Bis um Barcelona verlief alles gut. Wegen einem kleinen Erdrutsch wurde die Autobahn von drei auf eine Spur reduziert, welches zu einem halbstündigen Stau führte. Diese vielen Lastwagen!
Wie schön,  vor Tarragona ans Meer zu kommen, sich entspannen und gut übernachten zu können.

Am dritten Tag gab es wieder eine lange Fahrt bis vor Cartagena. So eine intensive Landwirtschaft, von vielen Citrus- bis zu bereits blühenden Mandelplantagen – Spanien pur.

viele Plantagen

Hier am Binnenmeer wird mit viel Wind um die Wette geskatet und gesurft. Herrlich bei warmer Lufttemperatur zuzuschauen, wie ein Dutzend Junge und Alte im 14 °C Wasser um die Wette surfen.
Viel besser als sich um die übervollen Stellplätze aufzuregen. Wieviele Camper es hier gab – unglaublich. Trotzdem fanden wir einen freien Parkplatz an einem Park.

Video über Freude am Skitesurfen

Am vierten Tag wollten wir bis vor Gibraltar fahren und am nächsten Tag diesen Affenfelsen besichtigen. Bei Sonnenaufgang  gab es einen kurzen Spaziergang ans Meer und dann ging es wieder los.

Eine lange Fahrt mit viel böigem Wind stand uns bevor: Mehr oder weniger der Küste entlang in den Bergen hinauf und hinunter.

Viele Plantagen
Viele Plantagen
Mandelbäume
und neue Plantagen
und unendlich viele Gewächshäuser

Oben Schneeberge und unten viele weisse Gewächshäuser. Wir fragen uns, wie der Hirsch seinen Weg durch die Plastikwelt findet?

Rechtzeitig kamen wir vor Gibraltar an und fanden einen Campingplatz. Wir erkundigten uns über einen Ausflug nach Gibraltar. Der Ausblick auf den intensiv bewohnten Affenfelsen genügte und so entschieden wir uns möglichst rasch nach Marokko zu verschiffen.

Es galt das Fahrzeug für die Verschiffung klar zu machen (Gas, Wasser, Diesel, Adblue, Vorräte, etc.). Da die Fährschiffe wegen den Winden drei Tage nicht fuhren, gab es Kolonnen und wir buchten auf den andern Morgen. So konnten wir uns in Algeciras etwas umsehen und einen schönen Platz finden mit Sicht auf den Affenfelsen von der anderen Seite. Besser können wir es uns nicht wünschen.