Unsere ersten Reiseerfahrungen erlebten wir auf der Reise in den Norden und Süden von Europa. Später besuchten wir Orte in der Schweiz und nach der Seidenstrasse fuhren wir das letzte Stück über Griechenland über Italien in die Schweiz.
Von Olympia sind wir über den Alfejos Fluss dem Meer entlang in den Süden gefahren. Es ist ein hügeliges Gelände mit schönen Meeresküsten. Besonders bekannt ist Pylos, eine herzige Hafenstadt, wo Camper nicht mehr erwünscht sind. Vorher gab es eine riesige Hotelanlage mit Golfplatz etc. für 1’800 CHF pro Nacht!
Alfejos Fluss
Steinküste
Golfplatz
Hotelanlage
Blick auf prominentes Pylos
Felsenküste
Wir fanden unseren besten Campingplatz, direkt am Meer, sehr gut geführt und entschieden uns, hier länger zu bleiben. Nur Ferientage waren es nicht, galt es zu waschen und einiges zu pflegen. Zudem wurde es teilweise windig bis stürmisch. Aber wir genossen diese Anlage, Brot wurde gebracht, Essen konnte man bestellen und es war ruhig und schön. Das Meer war herrlich. Hier könnte man länger Ferien verbringen.
Wir machten bei Olympia nicht einen 42 km Marathon und trotzdem gerieten wir bei unserer Besichtigung fast an unsere Grenzen.
Die Fahrt vom Meer in die Hügel genossen wir und fanden auch einen super Platz mit schöner Aussicht. Am späteren Nachmittag entschieden wir uns, die steilen Wege hinunter zu wandern und ein kleines Museum über Archimedes und die technische Entwicklungen zu besuchen.
Da das Olympische Gelände mit zwei Museen und dem Ausgrabungsgelände bis 20 Uhr geöffnet war, hatten wir Lust weiterzumachen, aber die vielen Eindrücke erschöpften uns.
Schon 776 Jahre v.Chr. fanden hier zu Ehren von Zeus erste Wettkämpfe statt. Diese wurden bis 4. JH. n.Chr. immer erweitert und dauerten über mehrere Tage. Die Athleten mussten vorher einen Monat im Camp verbringen und wurden über Tauglichkeit und Tugendhaftigkeit geprüft, bevor sie an den Wettkämpfen auftreten durften. Entsprechend wurden Hallen und Tempel gebaut und die Arena (ohne Steintreppen) für bis 45’000 Besucher erweitert.
riesiges Gelände
so dicke Säulen
Eingang in die Arena
Arena, nur Kampfrichter hatten Sitzplätze
Opfergaben?
Eindrücklich musste der riesige Zeus-Tempel gewesen sein und bei einem Fest wurden bis zu Hundert Stiere geopfert.
Figuren im Innern
Tempel, daneben Opferhügel
riesige Figuren
Erst 1896 wurden die Olympischen Spiel neu eingeführt und finden bis heute alle vier Jahre an verschiedenen Orten statt.
Wagenrennen
Diskuswerfen
Zweikampf
Das Philippeion
Dreibeiner als Siegestrophäe
Was alles in Ton, Bronze bereits ab 800 v.Chr. kreiert wurde und wie sich die Herrscher vor allem in späteren römischen Zeiten darstellten – eindrücklich.
Über eine super Autobahn fuhren wir dem Meer entlang und über die eindrückliche Brücke auf den Peloponnes.
Dem Meer entlang
mit weiteren Lagunen
Rio Andirrio-Brücke
Sicht auf Patras
Wir nahmen uns Zeit in die Stadt zu fahren und waren sehr beeindruckt über die orthodoxe Kathedrale für den Erzbischof. Der Apostel Andreas starb hier als Märtyerer, da er das Christentum predigte.
Rückblick auf die Brücke
an der Küste mit Leuchtturm
Kathedrale heiliger Andreas
Weiter fuhren wir der Küste entlang zu einem sonnigen Platz, wo wir zwei Tage blieben. Auch Gaby genoss das Schwimmen im Meer.
Nach der Insel Thassos waren wir 700 km durch grüne, hügelige Landschaften bis zum Peloponnes gefahren. Im Unterschied zum viel südlicheren, trockenen Kreta auch noch etwas kühler.
Vor der letzten Etappe übernachteten wir in einer riesigen Meereslagune an einem früher wichtigen Hafen (Kriegszeiten Griechenland – Türkei). Hier hatte der Fluss eine mehrere km-lange Zunge gebildet, ideal für einen Leuchtturm. Wir genossen einen ruhigen Platz mit langem Spaziergang zum Leuchtturm.
heute noch kleiner Fischer- und Yachthafen
schöner Spazierweg
auf Leuchturmterasse
ehemalige Zollgebäude
riesige Meereslagune
herrliche Ausblicke
Herrlich, am Sonntag Morgen, den Fischern aus nächster Nähe zuzuschauen, mit der Drohne die Lagune von oben entdecken und der Spaziergang in die intakte Natur.
Anbei einen Drohnen-Video von oben über dieses Naturschutzgebiet.
Wie vorher prognostiziert, erwartete uns ein seltener, intensiver Regentag. Trotzdem genossen wir einen Spaziergang in die Stadt Ioannina mit ihrer osmanischen Altstadt, einer grossen Burg und einigen Museen.
Interessant war die Silbergewinnung und Veredlung, sowie der Einfluss vom General Ali Pascha. Er kam aus Albanien und dank Erfolg (& Grausamkeiten) mit bis 100’000 Soldaten gründete er ein eigenes „Reich“. Vernetzt mit Napoleon, Venedig und den Briten mit Zuzug von Europäischen Ingenieuren/Künstlern entstand viel Wissen und so baute er die Stadt zu einem erfolgreichen Knotenpunkt aus. Den Osmanen wurde er zu mächtig und daher später mit 82 Jahren geköpft.
schöne Gassen mit Marmor gepflastert
ehemals Kirche, später Moschee
Ali Pascha
Europäer kamen hierher
Viele schöne Silberarbeiten entstanden im 18.-19. JH. und deren Bearbeitung wurde im Museum anschaulich erklärt. Einerseits das Prägen mit Stempeln und schwärzen, andrerseits wurden aus feinen Drähten herrliche Gürtel, Broschen, etc. kreiert.
Dank Offenheit wurde die Christliche Kirche zugelassen und so entstanden auch schöne Bibelverzierungen und Ikonen mit Gold auf Holz.
Bibeln
zuerst prägen, danach schwärzen
ziselieren aus Drähten
St. Georg auf Silbertasche
Kaffeebecher
St. Georg als Ikone
Hierher fliegen die Schweizer (?) direkt zwei Mal in der Woche. Ist es wegen dem See, grünen Hügeln oder …? Es hat sehr viele Restaurants, Läden und Touristen. Unser Essen war super und günstig mit Salat, Hauptgang, feinem Rose, Minidessert, Kaffeelikör für 35 Euro! So genossen wir unseren Regentag am See mit Zürichsee-Feeling.
Die Abgabe des Fahrzeugs in Heraklion nach den ersten 500 km und der Flug nach Thessaloniki verlief problemlos, ebenso der Wiederbezug unseres MG-Bobils. Schön, wieder in der eigenen Stube mit allem Komfort zu sein.
Abschied von Heraklion
Ankunft in Thessaloniki
Am Meer übernachten
Am andern Tag wurden die Vorderreifen ersetzt. Toll, wie der Familienbetrieb arbeitete.
Wegen regnerischer Wettervorhersage fuhren wir nicht mehr südlich auf die mittlere Halbinsel von Thessaloniki, sondern direkt um die grosse Stadt rund 300 km Richtung Peloponnes. Die Fahrt über grüne, bewaldete z.T. steile bis 2’000 m hohe Berge erinnerte uns an den Tessin. Die Autobahn war super mit extrem vielen Tunnels. So kamen wir nach Ioannina am grossen Pamvotida See. Hier trafen wir einige Westschweizer.
Wir erlebten eine wechselhafte Woche auf Kreta. Das Wetter änderte sich sehr schnell, von kühl mit Böen bis zu sehr heiss mit Saharawind. Das griechische Wetter mit Sonne und blauem Meer fehlte zeitweise.
Trotzdem war es erholsam und abwechslungsreich. Wir fuhren auch der Küste nach und in die Berge. Anbei einige Eindrücke, inkl. Videos von oben.
Terminlich günstig, flogen wir von Thessaloniki zu Gaby’s Freundin auf die Insel Kreta. Am Flughafen nahmen wir ein nigelnagelneues Fahrzeug in Empfang und fuhren in fast zwei Stunden östlich nach Mochlos. Hier bekamen wir im „Adlerhorst“ ein wunderbares Appartement und konnten uns richtig auf eine Woche Ferien umstellen. Herrlich, jeden Morgen baden und Land und Leute mit Insidern kennen lernen.
Am Sonntag Morgen verschifften wir mit der Fähre von der Insel Thassos retour auf das Festland. Herrlich, den Möwen bei ihren Flugkünsten zuzuschauen.
Abschied am Abend
Fährenfart am Morgen
Abschide von Thassos
Möwen beobachten
Ankunft in Keramoti
Blick zurück
Nach einem Zwischenhalt am Meer fuhren wir weiter bis Thessaloniki. Hier galt es zwei Wasserhahnen, eine Pumpe, unsere Schuhe zu ersetzen und uns für den Flug nach Kreta vorzubereiten.
Hier auf dieser Insel Thassos gefiel es uns sehr. Und so planten wir eine Rundreise um die Insel in vierTagen.
von Türkischer Grenze bis Thassos, Rundreise in orange.
Aktuell ist noch Vorsaison, aber bereits viele Bulgaren und Rumänen mit super Autos fuhren hierher! Auch sie geniessen die Wärme, viel Sonne, alles ist noch grün und dieses herrliche blaue Meer! An der Sonne war es warm, aber noch nicht heiss. Im sauberen, klaren Wasser mit 16-18 °C schwamm bisher nur Martin. Die Campings waren noch geschlossen und starten ab Mitte Mai. Dafür konnte man noch überall stehen bleiben und dies genossen wir sehr. Immer direkt am Meer ganz für uns.
2 x Standplatz Prinou
Standplatz Golden Beach
Standplatz Pefkari
Anbei einige Eindrücke.
Orthodoxe Mönche von der Insel mit Berg Athos kamen früh hierher und die bis 800 jährigen, eindrücklichen Olivenbäume werden immer noch gepflegt und tragen Früchte.
Bei derLagune von Giola Lagune oder das Auge der Aphrodite genossen wir auch die Sicht von oben.