Auf dem Landweg (LWA = Land-Weg Australien) fuhren wir mit unserem MG-Bobil selbstständig bis Istanbul. Von da reisten wir mit unseren eigenen Fahrzeugen ein Jahr in einer Gruppe bis nach Singapur, von wo wir nach Australien verschifften.
Weiter ging es im Durchschnitt von 37 km/h nach Vang Vieng, einer Kleinstadt, bekannt durch die vielen steilen Berge mit ihren Höhlen. Endlich ein grüner Stellplatz nahe am Wasser, inkl. Höhlen und Zipline.
Dabei fuhren wir Pässe hinauf bis 1’850 m ü.M. Leider war die Sicht nie klar, sondern es liegt viel Staub von Brandrodungen in der Luft. Doch oben war es schön kühl mit 24 °C.
über viele Hügel
und Pässe
steile Flanken
so wohnen
schöner Ausblick
lieber nicht so enden
Zwischenstopp
mit Ausblick
Danach fuhren wir wieder hinunter bis auf 230 m. Die Beanspruchung vom Fahrzeug bei bis 40 °C war hoch und der elektronische Bremsassistent machte bei wenig Fahrwind schlapp (zu heiss). Weiter unten gab es riesige Schlaglöcher. Uns schockt dies alles nicht mehr (Indien!!!), sondern ruhig weiter fahren, es kommt schon immer wieder gut.
Die Leute leben hier sehr einfach als Selbstversorger, oder als Kleinhändler, Miniküche, etc. wartend den ganzen Tag am staubigen Strassenrand.
zu Fuss oder Motorrad
Einfaches Gefährt
Dorfstasse
Wohnhäuser
und immer viel Kochholz
Sägerei
Wir lebten viel komfortabler auf einer Wiese nahe an diesen steilen Bergfelsen mit Restaurant, Zipline, Badeteich mit Wasserhöhle. Man konnte auf einem Gummiring dem Seil entlang bis 400 m in den dunklen Berg hinein schwimmen.
Hier wurde es auch etwas kühler und Nachts hatte es sogar eine halbe Stunde intensiv geregnet. Damit wurde eine Brandrodung auf der Gegenseite gelöscht, aber am andern Tag brannten wieder andere Hänge. Offiziell wäre es verboten.
Wir fuhren mit Kleinbussen das Tal hinauf in die Berge zu einem bekannten Wasserfall. Bei einem Zwischenstopp besuchten wir örtliche Hmungbewohner. Alles war recht touristisch, zum Glück gab es nicht allzu viele Besucher.
Örtliche Trachten
an Kindern
und Spielzeuge
Spinnen
Mais mahlen
Reis stampfen
Bogen schiessen
Beim Eingang vom Park gab es ein Bärentiergehege. Wir konnten die Bären verstehen, dass Sie sich ins Wasser legen. Es war heiss, bis 38 °C.
Danach wanderten wir weiter das Tal hinauf, durch grünen Wald dem Fluss entlang an verschiedenen Wasserfällen vorbei. Herrlich! Aber das Beste war ins Wasser zu steigen, zu schwimmen, sich von Wasserstrahlen massieren zu lassen und richtig schön auszukühlen.
Spannend war beim Zwischenstopp auf der Rückfahrt eine Büffelfarm. Zwei amerikanische Frauen starteten in ihrer Midlifecrisis ein Sozialprojekt. Ohne irgendwelche landwirtschaftliche Vorkenntnisse gründeten sie eine Wasserbüffelfarm. Dabei melken sie die Tiere der Bauern, stellen Yoghurt, Mozzarella, Eiscreme etc. her. Dies können sie in die Stadt und Hotels liefern, speziell für französische Gäste. Einheimische kennen keine Milch, Käse und die Kinder haben entsprechende Mangelerscheinungen.
Vor Corona konnten Sie 300 Tiere melken, jetzt sind es nur noch 85. Die Bauern mussten ihre Tiere schlachten, um zu überleben.
Sie schulen die Bauern auch zur Haltung von Schweinen, Kaninchen und Geissen. Geissen sind einfach zu halten und ein wenig Milch im Reis kann die Mangelerscheinung lindern. Aktuell wurden sie auch zur Gründung einer Büffelfarm in Kambodscha angefragt.
Luong Prabang ist die ehemalige Kaiserstadt bis 1975. Aus dem Kaiserpalast wurde ein Nationalmuseum. Dazu gehören über 30 Buddhatempel. Heute kommen auch viele Touristen hierher und geniessen auch den Nightmarket.
Anschliessend fuhren wir mit einem Schiff den Mekong hinauf bis zu einer Felsenhöhle. Ein schönes Erlebnis, inkl. Spaziergang durch die Stadt.
Von der Berggrenze Vietnam-Laos fuhren wir lange die Berge/Hügel hinauf/ hinunter. Die Strassen waren gut, aber mit unendlich vielen Kurven, durch kleine, einfache Dörfer und viele schöne Flüsse. Hängebrücken wie in Bhutan finden wir hier nicht, dafür einfache schwimmende Bambusbrücken. Da noch das Neujahr gefeiert wurde, sassen viele Leute zusammen und feierten. Dazu fanden wir an den Flüssen viele Erholungszonen mit einfachen Hütten, um mit der Familie am Schatten zu sitzen, denn hier im Landesinnern wird es wieder heiss.
Zweiter Tag war ähnlich. Uns enttäuschte die schlechte Luft wegen den vielen Brandrodungen. Im Dreijahresturnus werden auch die steilsten Hügel abgebrannt und kurz nach dem Monsun wird Bergreis gepflanzt.
Brandrodungen
viel Wasser
wird genossen
einfaches Handwerk
und fischen
einfache Läden
viel Holz für Kochen
wenige alte Häuser
Stausee
neuste Eisenbahn
Unser Ausblick beim Mittagessen
herrliche Gegend
Es wurde richtig heiss – bis 42 °C. Als Gaby am Vorabend den Stellplatz in Long Prabang studierte, Betonparkplatz neben stark befahrener Strasse, bei solcher Hitze entschieden wir uns für ein Hotel. Was für ein Unterschied, im grünen mit Pool und schönen Zimmern. Der Entscheid für die nächsten vier Nächte war richtig.
Wir verliessen Mittags die Bucht von Ha Long und fuhren weiter nach Hanoi, einer 8 Mio. Stadt. Die 140 km auf einer neuen 6-spurigen Autobahn waren einfach zu bewältigen. Wir übernachteten in einem „Wald“ nahe am Roten Fluss für 3 Nächte.
vorbei an Fischzucht, Reisfelder
Perlenzucht?
über roten Fluss
Neue Hochhäuser
Ankunft in Hanoi
Hier war es stets warm, schwül und neblig, Nachts hatte es bei praktisch 100 % relativer Feuchte stets vom Baum herunter getropft. Auf unser bisherigen langen Reise (258 Tage ab Istanbul) haben wir hier erstmals längeren Regen erlebt.
Anderntags ging es auf einen längeren Städtetrip vorbei an der Oper zum Ho Chi Minh-Mausoleum, von riesigen Strassen umgeben. Aber der Zutritt für eine Foto darf nur von einer Seite gemacht werden – Einfluss Politik!
Hanoi hat viel kulturellen französischen und chinesischen Einfluss. Hier wird aber viel strenger reguliert als in Südvietnam. Die Leute sind auch ernster und eine Beratung in einem Geschäft ist ein Glücksfall.
über den Fluss
alte Häuser neben neuer Brücke
generell gilt 4 m breite Häuser
kommen in Altstadt
Oper
Ho Chi Minh
wir stehen stramm
daneben Parlamentsgebäude
Bereits im 1010 wurde hier der erste Literaturtempel errichtet, wo auch Konfuzius gelehrt hatte. Er und seine Nachfolger werden in verschiedenen Tempeln verehrt.
3-stufige Anlage
Bild auch auf Geldschein
Grabplatte auf Schildkröte
Symbol für langes Leben
alles gut
zum Tempel
beim Eingang
Konfuzius
Verehrungen
Konfuzius
Verehrungen
Verehrungen
oben Symbol für Glück, unten Schildkröte für langes Leben
Symbol für Ying Yang
Symbol für Ying Yang
Interessant war das Ethikmuseum, wo die über 50 unterschiedlichen Stammessitten vorgestellt wurden. Hier konnte man auch mehr über die alten Gewohnheiten erfahren.
viele Ethnien
Skulptur im Eingang
Fahrrad als Transportmittel
Hüte flechten
Weben
verschiedene Haustypen
Elephant als Arbeitstier
Jedes Leben endet
Nach feinem Essen konnten wir die lebendige Altstadt erkunden. Rosen werden zu Kunstwerken „gefaltet“. Es war nicht einfach den vielen Motorrädern, Fahrzeugen in den schmalen Strassen auszuweichen. Neben vielen kleinen Häusern, Läden gab es alte französische Villen – heute Regierungsgebäude.
und gegen Abend besuchten wir das Wasserpuppentheater. Herrlich die Vorführung mit Humor über geschichtliche Gegebenheiten, gespielt mit Puppen auf und im Wasser.
Drachenkampf
Kampf mit Wolf um Enten
Verteidigung der Enten
Spieler im Hintergrund
Anderntags gab es einen „Ruhetag“ mit Einkauf. Man staunt, welch schöne, grosszügige Einkaufszentren es hier gibt. Gaby hat auch ihre Kleider, Regenjacke gefunden.
Auf der Insel Tuan Chao wurden wir von einem Boot abgeholt und durch erste steil aufragende Felsen ins Meer gefahren. Dort wechselten wir auf ein grösseres Kabinenschiff und genossen eine 24-stündige Cruise inkl. Bootsfahrt in Höhlen. Wir waren überrascht vom Komfort und dem vielen Essen.
Wir legen ab
durch steile Kalkfelsen
zu unserem Schiff
mit Empfang
Vorstellungsrunde
Zimmerbezug
Rundgang
Herrlicher Rundblick
Bootsfahrt
durch Tunnels
viel Essen
Karaoke singen???
Panorama
mit Kapitän retour
anlegen
Schade war, dass es hier recht neblig blieb und bereits so viele Touristen unterwegs waren. Die Ha Long Bucht ist der Inbegriff für Touren in Vietnam. Ob es so bleibt?
Diese dreistündige Bootsfahrt war einmalig. Früh morgens spazierten wir von schönem Stellplatz zu einem riesigen Bootshafen, wo 100 (?) Viererboote auf Gäste warteten. Glück für uns, wenn es so wenige Gäste hat.
Ganz ruhig glitten wir durch 9 Tunnels und besuchten 3 buddhistische Tempel. Der Längste war 320 m lang und man musste sich öfter bücken, um nicht den Kopf anzuschlagen. Aussteigen und dazwischen 400 Treppen steigen – ein herrlicher Ausflug.
Am Ostersonntag freute uns das Osterkörbchen am Fahrzeug. Trotzdem stand eine über achtstündige Fahrt vor uns, vorbei an vielen Reisfeldern, Flüssen und durch viele Dörfer, Städte. Dabei überraschten uns die vielen christlichen Kirchen. Doch vorerst kauften wir ein und danach sollte ein Kirchenbesuch folgen. Auf Sicht fuhren wir die erste Kirche an. Da der Aussenplatz neu belegt wurde, blieb sie geschlossen. Aber in nächster Nähe gab es die Nächste. Schwieriger wurde die Anfahrt. Es ging über eine kleine Staudammbrücke, danach dem kleinen Fluss entlang in ein ganz entlegenes Dorf. Die Häuser waren christlich geschmückt und in der Kirche die „ganze“ Litanei gesungen. Uns gefielen die vielen verträumten Fischerboote.
Wir fuhren in die Berge und besuchten die drittgrösste Höhle der Welt. Eine so lange und hohe Höhle mit so vielen Stalaktiten und Stalakmiten haben wir noch nie gesehen. Eindrücklich die Vielfalt der Natur!!! Schwierig dies mit Fotos einzufangen.
In zwei langen Etappen fuhren wir rund 700 km nördlich in jeweils 6-8 h pro Tag. Die vierspurige Autostrasse führte durch sehr dicht besiedelte Gebiete und das Lastwagenverkehrsaufkommen war gross. Zudem musste man immer fest auf die vielen Motorräder aufpassen. Es gab sehr viele Dörfer, wo man nur 50 km/h fahren durfte. Wir wurden sogar geblitzt und mit Fotos auf zu schnelles fahren hingewiesen – zum Glück ohne Folgen.
Dabei hatten wir die alte Demarkationslinie zwischen Süd- und Nordvietnam überschritten. Interessant, an so geschichtsträchtigen Orten vorbei zu kommen. Wir nutzten dies als Pause, überschritten die alte Brücke und besuchten das Museum.
Parken neben Symbol
Symbol in Südvietnam
mit Rundgang
alte Wachtürme
geschichtliche Brücke
und heute
mit Blick durchs Tor
Museum mit Ho Chi Minh
durch schmale Tunnelschächte
Bauer und Soldaten
1958 erste UNO-Verhandlungen
Glücklich wiedervereint
Weiter ging es über Flüsse, an Reisfeldern vorbei Richtung viele kleine, steile, bewaldete Berge. Dort besuchten wir die riesige Höhlenanlage und übernachteten in einem kleinen Dorf am Fluss Phong Nha. Hier erlebten wir Vietnam „nach Reiseführer“ mit Dschungel und Dunst-Nebel.