Kui Buri Nationalpark – Elefanten!!!

Auch in Thailand waren die Elefanten sehr wichtig. Früher als Arbeitstiere intensiv genutzt (heute verboten), werden sie nur noch selten geritten (z.B. von Chinesischen Touristen). Entsprechend sind die Preise, stark gesunken, kann sich doch nicht jeder täglich 300 kg Futter pro Tier leisten. Dafür dürfen die Touristen sie streicheln und mit ihnen baden, was einige aus unserer Gruppe machten. Wir begnügten uns mit einem Wandbehang, welche eine nette Frau dringend zu Geld machen wollte.

Auf unserem Weg in den Süden fuhren wir an einem Elefantenspital vorbei und besuchten sie später in einem Nationalpark.

Der Elefantenspital pflegt verletzte und kranke Tiere. Wir waren zu früh dort, konnten trotzdem im Museum erste Eindrücke gewinnen. Schreiten die Elefanten so sanft, wegen den spreizenden Klauen???
In einem „Altersheim“ daneben, sahen wir einen Elefanten aufkreuzen. Spannend, problemlos schritt er zu seinem Platz, hob sein Bein, damit der Treiber hinunter klettern konnte und später, damit die Fussfessel angelegt werden konnte.

Im Nationalpark fuhren wir um 15 Uhr mit kleinen Pickups los. Es war heiss und wir fragten uns, ob die Elefanten sich nicht besser im Dickicht ausruhen würden. Aber wir hatten Glück, zuerst einen, später wieder einen, am Schluss beim Baden neun Elefanten mit Jungbullen und erst 20 tägigem Baby.

Brücke am Kwai

Wer kennt nicht den Film über die Brücke am Kwai?!
1942 wollten die Japaner so rasch wie möglich eine Zugverbindung von Singapore hinauf nach Thailand, Myanmar bis nach Indien bauen und damit die Engländer herausfordern.

In nur 20 Monaten bauten Sie eine 415 km lange Eisenbahnstrecke durch den Dschungel. Dabei waren über 60’000 Gefangene Alliierte und 250’000 Zwangsarbeiter aus verschiedenen Ländern im Einsatz. Sie mussten unter erbärmlichsten Verhältnissen mit einfachsten Mitteln lange Stunden in brütender Hitze arbeiten. Minimale Verpflegung und viele Krankheiten rafften Tausende hin. An 144 Stellen entlang der Bahnlinie wurden sie vor Ort begraben. Wir besuchten einen Friedhof und das Museum über deren Geschichte.

Heroische englische Truppen bauten die Brücke in kürzester Zeit für die Japaner.  welche danach durch Sprengung (Film) oder Bomben zerstört wurde.

Uns gefiel unser Stellplatz direkt am Kwai mit Blick auf die Todesbrücke. Bei der Erstfahrt stürzte sie ein und viele Gäste starben.

Auch eine einstündige Zugsfahrt war eindrücklich.

Chiang Mai – Tempel bis Langhalsfrauen

Auf unserem Stadtausflug nach Chiang Mai, die Königsstadt der Burmesen im 12 JH.,  besuchten wir Tempel, fuhren von 350 auf einen Berg von 1’100 m ü.M. und Langhalsfrauen.

Teile vom Wat Phra Singh – Tempel sind aus dem 4. JH.. Tempelanlagen sind meist gross mit vielen Gebäuden, Stupas und Pärken. Besonders gefiel uns der zweihundertjährige, relativ einfach gehaltene Tempel mit grosser Höhe.

Bilder der Mutter des heutigen Königs und seiner ersten Tochter findet man oft. Wie es wirklich nach seinem Tod weitergeht, ist offen, da es verschiedene Kinder von verschiedenen Frauen gibt.
Obwohl es heiss ist, geniessen wir die Parkanlagen mit Grün und vielen Glocken.

Es gibt alleine in dieser Stadt über 200 Tempel und unzählige Formen von tausenden von Buddhas. Uns braucht es nicht, um für einen Weiteren zu spenden.
Zuerst mit Pickups brausten wir den Berg hinauf und das letzte Stück mit einer Drahtseilbahn. Schade, wegen dem Dunst ist der Ausblick nicht klar, dafür etwas kühler.

Vor dem Mittagessen besuchten wir die Schmetterlinge und Orchideen.

Touristenbesuch bei ehemaligen Bergvölkern. Die Männer hockten (abseits von unserem Pfad) herum, da sie ja nicht mehr jagen müssen. Die Frauen weben, sticken und müssen Touristen mit langen Hälsen und Kleinkindern bezirzen, Souvenirs zu kaufen.

Weisser (Architektur-) Tempel

Auf der Fahrt ins goldene Dreieck besuchten wir in Chiang Rai den weissen Tempel. Spannend, endlich ein neuer Tempel vom Thailändischen aktuell lebenden Architekten Ajarn  Chalermchai Kositpipat. Seine Vision ist ein Geschenk an seine Heimatstadt und ein zukünftiges Weltkulturerbe!

Bisher hatte er verschiedenste Tempel weltweit erstellt. Dieses Mal wollte er unabhängig seinen Tempel bauen. Er wollte ohne grosse Sponsoren auskommen und fand viele Helfer und kleine Amulets werden in Hülle verkauft und aufgehängt. Seit rund 20 Jahren im Bau, soll er in weiteren 60 Jahren fertig werden. Trotz Erfahrung auch von westlicher Kultur wollte er aufzeigen, das Thailand auch eigene Kultur entwickeln kann. Seine Schaffenskraft ist enorm im Bild- und Formenbereich. Beim Hauptteil sind Figuren ganz weiss und von kleinen Spiegeln durchsetzt. Damit es schön bleibt, sind jährlich drei Anstriche nötig. Es gibt aber auch goldene Häuser als Toiletten.

 

Es war Sonntag und wir waren überrascht über den Ansturm auch von Einheimischen. Ob es gefällt ist Ansichtssache, aber spannend, wie eine Person neben der Professur und laufenden Projekten, sein eigenes Projekt stemmt. War uns sogar den Kauf einer Broschüre wert, um mehr Details zu erfahren.

Goldenes Dreieck bis Myan Mar

Uns erwartete eine lange Busfahrt von Morgens 7 Uhr bis schlussendlich 22 Uhr. Aber viele interessierte das Goldene Dreieck – ursprünglich mit dem Opiumanbau im Dreieck von Laos, Myan Mar (Burma) und Thailand.

An flachen Reisfeldern entlang nach Chiang Rai der nördlichsten Stadt Thailands. Unterweg der Besuch des weissen Tempels (mehr separat) und über dem Mekong die chinesische Enklave Van Pak Len. China hat ein Gelände von Laos für 99 Jahre gepachtet und danach eine Hochhaus-Spielcasino-Stadt gebaut mit bereis 100’000 Einwohnern. Wahnsinnig, überall der Einfluss von China.

Hauptattraktion war das Opiummuseum, welches uns einiges über heute verbotenes Opium vermittelte.

 

Chiang Khan – baden im Mekong

Wir fuhren über eine grosse Mekongbrücke als Grenze zwischen Laos zu Thailand (Freundschaftsbrücke gebaut von Thailand). Sofort ändert sich die Kultur, es gibt bessere Strassen und Häuser. Weiter folgten wir dem Mekong als Grenzfluss ca. 150 km nordwärts hinauf bis Chian Khan.

Abends und am andern Morgen schwamm Martin mit Kollegen den Mekong hinunter. Herrlich, so träge dahin zu fliessen und nachher abzuduschen.

 

Hauptstadt Vientiane

Die Hauptstadt der Demokratischen Volksrepublik Laos ist Vientiane mit 350’000 Einwohnern (Ballungsraum 620’000) am Mekong mit Grenze zu Thailand gelegen. Der Einfluss aus der französischen Kolonialzeit ist mit Paradestrasse, Triumphbogen und Villen immer noch ersichtlich. Seit der Öffnung in den 1990-er Jahren wurde aber auch hier viel investiert und neu gebaut.

Von Vang Vieng gab es nur eine kurze Strecke bis zur Autobahn nach Vientiane.  Diese von Chinesen neu gebaute vierspurige Autobahn war praktisch leer, aber die ca. 100 km für 10 CHF waren auch nicht billig. Selbstverständlich werden die Fahrzeuge auch hier über Kameras erfasst.

Wir blieben hier drei Nächte. Da es heiss  (38°C und feucht) war, genossen wir den Stromanschluss, um durchgehend zu kühlen. Am ersten Tag gab es einen Stadtausflug und Abends eine Geburtstags-Poolparty.

Das Museum, bzw. der Tempel ist sehr wichtig für die Laoten. Ursprünglich stellte sich eine schwangere Frau zur Verfügung, als Basis für die Tempelsäule. Seit daher beten hier die Laoten für erfolgreichen Nachwuchs.

Diese Buddha-Kultur mit den verschiedenen Symbolen beginnen wir langsam zu verstehen. Wieviele Tausende von Buddhas in wie vielen Posen haben wir bereits gesehen??? Tröstlich auch Architekturstudenten aus Vietnam studieren diese Kultur.

Schöne Abkühlung bei Geburtstags-Poolparty

Den zweiten Tag besuchten wir lokale Märkte und Abends gab es das Laos-Abschiedsessen. Schön, wenn man es einfach geniessen kann.

Luftqualität wegen Brandrodung

Uns betrübten die vielen verbrannten, schwarzen Berghänge und die dunstige Luft. Die Sonne kam meist nicht mehr durch und dadurch war die Sicht in die Weite schlecht.
Obwohl es verboten ist, wurden viele Feuer gelegt und wir konnten das Knacken und Bersten der Bäume auch Nachts hören.
Ob es nur Gewohnheit oder Not (pflanzen von Bergreis) ist, konnten wir nicht nachvollziehen.  Viel angebranntes Holz blieb auf den Berghängen liegen.
Die Karte mit Messungen bestätigt unsere Erlebnisse. Dabei spricht man meistens von schlechter Luft in China. Hoffen wir, es wird wirklich bald besser.

Mitfahren?

Videos  geben weitere Eindrücke von unserer Reise. Wer Lust und Zeit hat kann kurze Zeit mit uns mitfahren. Anbei einige Auszüge nur für privaten Gebrauch:

Meistens waren die Strassen leer und wir genossen das Fahren. In Dörfern konnte es wegen parkierten Autos auch mal eng werden.

Normal waren die Strassen in Laos sehr gut, trotz der hügeligen Landschaft und den vielen Kurven. Wir hatten aber auch grosse Schlaglöcher vorgefunden. Einige für Dich:

Wir fuhren auch über Pässe von über 1’800 m. Beim hinunterfahren streikte bei Temperaturen bis 40 °C auch unser Bremsassistent. Zum Glück erlebten wir nicht das gleiche Schicksal wie der Lastwagen.

Laos ist immer noch arm. Dies erlebten wir auch bei der Fahrt durch die Dörfer.

Von einem schönen Stellplatz fahren wir los über den Fluss auf die Hauptstrasse.

Chinesische Zugfahrt

Am 21.12.2022 wurde die Zugstrecke von China bis Vientiane eröffnet. Diese 450 km bauten die Chinesen innert 5 Jahren. Falls die Zusage erfolgt, soll sie weiter durch Thailand bis Singapore führen.

Laos bezahlte nur ein Drittel der Baukosten. Für die andern zwei Drittel begleichen Sie  jährlich 20 % vom BIP an die Chinesen.
Auf Fragen kamen unklare Antworten. Online buchen können nämlich nur die Chinesen mit ihren Bezahlkarten. Dürfen Touristen, Einheimischen wirklich den Zug benützen?  Gibt es Plätze und wie lange muss man Schlange stehen (Aussage bis einen halben Tag) ? Muss man wirklich bis 5 Tage im Voraus buchen (meistens ausgebucht)?

Anstelle Actions (Wasserhöhle, Zipline) wollten wir die Strecke zurück nach Luang Prabang fahren. Gemäss Webseite sollte es Züge mit Plätzen hin und zurück geben, aber buchen konnten wir nicht. Also am Morgen früh mit Tuktuk zum Bahnhof. Es sind nur wenige Leute vor uns da und Ja, wir kriegen vier Plätze hin und zurück! Unser Pass wird eingescannt und danach erscheinen sofort alle Daten auf dem Ticket. Für die 150 km hin und danach zurück kostete die zweite Klasse  25 CHF pro Person in Cash (keine Kreditkarte), die erste Klasse war nicht möglich.

Zugfahren ist hier ähnlich wie fliegen. Man muss 30 Minuten vorher durch die Schleusen und analoge Kontrollen durchlaufen. Gästen werden Sprays, Taschenmesser, etc. weggenommen. Die Halle ist riesig, sauber und alles funktioniert super. Per QR-Code wird man erfasst, darf auf das Perron und kriegt den nummerierten Sitzplatz.
Die Züge waren sehr pünktlich und auf der Rückfahrt bis auf den letzten Platz besetzt. Alles klappte trotz den vielen Reisenden so gut, dass wir zwei Minuten früher abfuhren.  Nicht einmal eine Stunde dauerte die Fahrt, fast die fünffache Zeit benötigten wir über die Strasse. Wir zählten 29 Tunnels plus viele (?) Brücken. Viel von der Landschaft sahen wir leider nicht, fuhren wir doch 80-90% in Tunnels. Einfach wumms, gerade mit fast 160 km/h hoch und runter!!!
Da könnten auch die Schweizer noch einiges dazu lernen.