Golan Palast – Basar – shoppen

Zum Glück fahren wir mit dem Bus in die Altstadt. Hier sind nur noch Fahrzeuge mit besonderer Bewilligung zugelassen. Eine Chance für Mopeds als Transportmittel.

Golan Palast

Der Golan Palast war erster Palast der Safawidenkönige aus 16. JH. Durch herrliche Parkanlagen kommt man in riesige Empfangssäle mit vielen Spiegeln, Leuchtern, Porzellan, Möbeln und Bildern aus aller Welt.

Dieser Raum Richtung Garten ist mir. in Erinnerung geblieben

Das Treiben im Basar gehört einfach dazu, wie auch ein feines Mittagessen und der Einkauf. Dieses Mal nach einer Stunde Busfahrt in den Norden, extrem schön mit allem was das Herz begehrt. Importrestriktionen???

Der Verkehr in dieser 20 Mio. Stadt ist erstaunlich flüssig. Trotzdem bewundere ich die Ruhe dieses Buschauffeurs – Nachahmenswert.

Teheran

Wir übernachten im Süden von Teheran, neben dem Schrein von Khomeni. Hier ist alles riesig, ein Parkplatz für 20’000 Fahrzeuge und ein Schrein mit Platz für 100’000 Personen. Wir erleben Nachts jeweils ein riesiges Nachtlager. Da auch für die Iraner die Distanzen in ihren Sommerferien gross sind, fahren viele mit Teppich, Zelt und Kochgeschirr los und übernachten auf solchen Stellplätzen wie wir. Nur kommen sie meist erst ab 19 Uhr an packen alles aus und Morgens wieder ein. In ihren kleinen Fahrzeugen hat eine ganze Familie Platz mit viel Bagage und grossem Paket auf dem Dach.

Morgens aus unserem Dachfenster -hinten Khomeni

Auch wenn viel Unruhe herrscht ist es doch sehr schön, so nahe am Leben teilnehmen zu können. Selbstverständlich werden wir von Allen begrüsst und gerne würden alle das Fahrzeug besichtigen, Fotos machen etc.

Schwieriger sind Bettler und Zigeuner, nach Aussage aus Afghanistan.
Heute Morgen stellten wir einen Steinschlag fest (Ausgelöst nach Nachtabkühlung?). Abends ist bereits ein Mobiler vorbeigekommen und hat es repariert – super – für 30 €!

Am zweiten Abend sind wir doch noch den riesigen Schrein besuchen gegangen. Ein neues Bauwerk für 2 Mia. € mit einem riesigen Sarg für Khomeni?
Grösse allein ist nicht alles. Er selber wollte lieber einfach und bescheiden leben.

Halle mit Platz für 100’000 Personen – Schrein in der Mitte

Wir sind Millionär

Iran ist für uns sehr günstig. Für ein Mittagessen zu zweit reichen 5 – 10 CHF. 40 Liter Diesel bekommt man mit Service und als Touristenpreis bereits für 2 CHF.

Wir schleppen viele Scheine herum, da die Geldentwertung sehr gross ist. Für 100 € bekamen wir 29 Mio. Rial. Wir sind echte Millionäre!
Der grösste Schein ist eine Million – 2.9 CHF, der Kleinste 1000 Rial = 0.29 Rp

Cave Ali Sadr

Heute Sontag standen wir etwas später auf. Danach fuhren wir 220 km Richtung Teheran. Es braucht immer eine grosse Konzentration. Neben der Orientierung kommt lebendiger Verkehr von links oder rechts und dazu unruhige Strassen mit vielen Überraschungen.

5 Min. Video mit Fotos und 360 ° Video

Diese Höhlen auf 2000 m ü.M. waren eine echte Überraschung. Mit kleinen Booten konnten wir kilometerlang verschiedenste Steinformationen und Höhlen in kurzen Wanderungen erleben. Die Höhlen sind Millionen Jahre alt und wurden erst in den 1970-er Jahren entdeckt und von Reza Schah als Touristenattraktion gefördert.

Kermānschah

Dieses Mal war eine Hotelübernachtung möglich. Uns reichte das Zimmer für eine lange Dusche, Wäsche waschen und für das Frühstück. Schlafen wollten wir lieber im eigenen Bett.

Morgens ging es mit dem Bus in die Stadt. Zuerst zu einem Trauerhaus mit Erinnerung an Imam Hossein. der als Märtyrer von den Schiiten verehrt wird.

Wir gehen immer gerne in den Basar und danach gab es Reliefs in Felsen gehauene Könige und Geschichten.

Reliefs in Kermānschah

Auf den Bildern sieht man nicht, wie heiss es ist – bis 38° – Nachts wieder 18°.

Wir freuen uns über schöne Kontakte und heute Abend im kleinen Kreis über Fragen/Antworten zu Iran heute.

Eiertanz

Heute waren anspruchsvolle 350 km mit Zwischenstopps in 9 h bei oft über 35°zu bewältigen. Wahrscheinlich weniger als die Hälfte konnte man über 60 kmh/h fahren. Gleich zu beginn ging der Eiertanz los – wo ist das kleinere Loch, wie komme ich am besten durch. Selbstverständlich wird auch die Gegenseite genutzt.

Fuhr Gaby zu schnell? Drei Polizisten hielten uns auf. Wir seien zu schnell gefahren und das Fahrzeug werde für 72 h beschlagnahmt bis die Busse gezahlt werde. Spannend weitere 4 Fahrzeuge von uns wurden auch aufgehalten. So wurde klar, dass andere Interessen im Spiel waren. Dank Guide Sirous wurde die „Übung“ abgeblasen, keiner musste zahlen und auch Gaby’s Uhr bekamen sie nicht!!!

Zwischenhalt am Stausee mit tiefem Wasserstand
Ankunft in Kermanschah am Zagrosgebirge

in die Berge

Nach „aufwendigem“ Tankstopp fahren wir in die Berge bis auf 2500 m ü.M. Über lange Strecken ist die Strasse recht „ruppig“ (Aussage vom Guide). Herrlich dieser Farbwechsel der Felsen. Hier wird auch Travertin und viel Zink und Blei abgebaut.

Riesige Abbaugebiete inkl. Transportseilbahn

Immer auf Hochebenen zwischen 1500-2500 m ü. M. unterwegs

Die Sassaniden errichteten auf einem Vulkan eine Burg mit Zoroastertempel. Hier wurden alle Könige gekrönt. Ihre Herrschaft reichte bis Jerusalem und der Legende nach wurde das Kreuz Jesus hierhergebracht. Bereits 10 Jahre später kam Heraklion unterstützt von Christen und holte das Kreuz zurück. Zurück blieb eine Ruine. Spannend ist der 100 m tiefe Kratersee mit konstant 21 ° warmen Wasser. Gerne wäre ich darin schwimmen gegangen – Weltkulturerbe!

Immer wieder mit freundlichen Kontakten

Uns geht es besser

Trotz nächtlichem Lärm sind wir heute Morgen ausgeruht zwischen Zelten erwacht. Ein Wegfahren um 8 Uhr wurde einfach möglich, hatten sich die Turnerinnen auf ein anderes Terrain begeben.

Ausserhalb der Stadt gab es ein „gemeinsames Tanken“. Der Diesel ist mit 1 Rp/Liter sehr billig – billiger als das Wasser. Gegen Erhöhungen haben sich die Leute immer erfolgreich gewehrt. Da deswegen viel (10 % ?) ins Ausland geschmuggelt wird, versucht der Staat den Verbrauch zu kontingentieren. Mittels Tankkarten wird der Bezug kontrolliert. Für Ausländer kostet es das Doppelte, aber da wir keine Karten haben, braucht es spezielle Bewilligungen/Kontakte. Für ein junges Paar aus Österreich mit einem Unimog wird Reisen in Iran fast zu Qual, da keine Tankstelle Diesel abgeben will/darf.
Jeder von uns und die Österreicher bekamen heute je max. 50 Liter. Ein Lastwagenfahrer rastete fast aus, dass wir Diesel bekamen und er nicht. Dies artete in eine Schlägerei mit einem Dutzend Personen aus.

Die 330 km Fahrt durch farbiges Gebirge war trotz unruhiger Autobahn schön. Gut wenn man zwischendurch eine Pause macht, Früchte einkauft oder in einer Stadt wie Zanjan einen Zwischenhalt macht.

Es braucht schon etwas Mut, individuell den Basar, einen Parkplatz und das richtige Restaurant zu finden. Aber alle Menschen sind hilfsbereit und sehr interessiert an Touristen.

Nach Besuch einer riesigen Moschee stehen wir Abends als Wagenburg in der Steppe und feiern einen weiteren Geburtstag.

Wagenburg Landweg Australien in Soltanjye

Diese Lebendigkeit

Wir parken für zwei Nächte in einem Stadtpark auf einem Hügel oberhalb Täbris. Was wir da alles erleben – unglaublich!

Als wir am heissen Nachmittag ankommen, gibt es noch viele Parkplätze. Später wird es eng, jede Lücke auch zwischen unseren Fahrzeugen wird genutzt und unter Bäumen im Gras etablieren sich ganze Familiensippen für einen schönen Abend bei kühlender Brise. Danach folgen Zelte, Feste und Autokonvois bis in den frühen Morgen. Wir werden von so vielen Leuten angelächelt/-gesprochen und ausgefragt. Es gibt auch kleine Geschenke und der Wunsch nach Besichtigung unserer Behausung.

Der Morgen beginnt bereits um 5 Uhr mit dem Muezzin. Um 7 Uhr gibt es ein Geschnatter von Personen. Was ist los??? Wir sind verwirrt. Über hundert Frauen haben sich vor und zwischen unsern Fahrzeugen breit gemacht und beginnen mit Morgenturnen bei Musik und Anleitung für eine Stunde. Alles ganz friedlich und fröhlich.

Wer macht mit?

Täbris

Welches Interesse, wieviele freundliche Kontakte mit der Bevölkerung. Bereits am ersten Tag finden wir mehr Kontakte als auf der ganzen bisherigen Reise.

Umstellung unserer Frauen – anspruchsvoll bei 37°

Am Nachmittag fahren wir mit der U-Bahn in die Stadt zum alten Basar. Es werden neue Kleider, Gewürze und weiteres eingekauft. Abends gibt es ein feines Hotelessen auf 12. Etage im Drehrestaurant mit Blick auf die Stadt.

Die jungen Leute können gut englisch und die meisten Shirts haben englische Aufdrucke. Alle bekannten Marken sind als Fakes vertreten.

Nachtessen auf 12. Etage im Drehrestaurant

Am andern Tag fahren wir mit Bus zur blauen Moschee, besuchen das Museum und ein sehr elegantes Shoppingcenter. Nichts von alt und verfallen und gute Produkte. Vor lauter Freude am Kleider kaufen, verpassen wir die Zeit für Einkauf von Verpflegung.