über Nain nach Chak-Chak

Von Isfahan fahren wir intensive 320 km in die Wüste/Berge nach dem Zorastrier-Schrein Chak-Chak. Oft sehen wir alle 30 km (früher eine Tagesetappe) eine meist verfallene Karawanserei.

Wir kennen die hellen Teppiche von Nain – also machen wir hier einen individuellen Stopp. Wir staunen über viele alte Lehmhäuser die mehrfach umgebaute Mosche, eine verfallene Burg und Basar.

Dank Nachfragen lernen wir den Safran-men kennen und besuchen die neue Hosseini-Mosche und auch das feine Safran-Restaurant.

Abends kommen wir an den Stellplatz unterhalb des Schreins an. Es gibt einen Abendspaziergang hoch zum Schrein mit 600-jährigen Baum und Feuertempel im Fels.

Ich lerne wieder drei Perserpaare kennen und werde mit Sirous zur Verpflegung am Boden eingeladen. Es gibt immer wieder schöne Kontakte.

Drei Nächte in Isfahan

In Isfahan können wir mitten in der Stadt auf einem kleinen Fussballplatz übernachten. Es ist Nachts sehr ruhig und unser Tisch steht auf feinen kühlen Rasenteppich.

besonderer Platz in Fussdistanz zur Altstadt, Basar etc.

Am ersten Abend genossen wir ein feines gemeinsames Nachtessen und spazierten dann zur bekannten 30 Bogen Brücke. Kollegen zeigten Fotos vom März, wo es noch viel Wasser hatte und sich das Licht darin spiegelte.

Am andern Tag besuchten wir den Empfangs-Palast (Hascht-Behest-Palast) und den weltweit bekannten zweitgrössten Platz (Naqsch-e-Dschahan-Platz). Isfahan bietet sehr viel auf gehobenem Niveau. Nach unserem Tee wurde ich auch zu der Herrenrunde mit Gedichte und herrlichen Diskussionen eingeladen. Auch das Mittagessen auf dem Teppich wird in bester Erinnerung bleiben.

Heute war eine armenische Kirche dran, viel farbiger und iranisch angepasst. Der König bot im 17 JH. Armeniern ein separates Quartier an und verbriefte Ihnen das Land. Die Armenier waren sehr gute Handwerker, Bauleute und Goldschmiede und somit herzlich willkommen.

Persönlich genossen wir einen Haarschnitt, Gaby zudem Pedi- und Manicure, selbstverständlich immer wieder mit vielen schönen Kontakten. Das mir bereits bekannte „Märchenhotel“ Abassi gehörte auch zum Programm, sowie ein Musikmuseum mit Konzert von jungen Musikern.

Nachts nochmals auf den schönen Platz und in den Basar mit dieser Lebendigkeit für einen wunderbaren Abschluss.

alle sind friedlich und geniessen einen schönen Abend

nach Kaschan und in die Wüste

Es geht weiter Richtung Isfahan. Zuerst fahren wir zu einer Tankstelle und wieder einmal verpassen die richtigen Abgänge. Organic-Maps funktioniert auch offline, manchmal etwas verzögert und bei den vielen Abfahrten und U-Turns braucht es echte Konzentration. Aber mit etwas Geduld findet man immer zum Ziel.

In Kaschan besuchen wir den Fin-Garten. Es ist erstaunlich, welche Wasserspiele vor über 4 Jahrhunderten bereits möglich waren. Auch heute noch ein Genuss diese Parks bringen eine echte Abkühlung.

Danach machten wir einen Abstecher mit Übernachtung in der Wüste. Es wurde eine tolle Runde bei einer Geburtstagsfeier – nicht alltäglich!
Im Unterschied zu unseren früheren Wüstenübernachtungen haben wir allen Komfort und geniessen die kurze Nacht, nach duschen im eigenen Bett..

vor Sonnenaufgang

Golan Palast – Basar – shoppen

Zum Glück fahren wir mit dem Bus in die Altstadt. Hier sind nur noch Fahrzeuge mit besonderer Bewilligung zugelassen. Eine Chance für Mopeds als Transportmittel.

Golan Palast

Der Golan Palast war erster Palast der Safawidenkönige aus 16. JH. Durch herrliche Parkanlagen kommt man in riesige Empfangssäle mit vielen Spiegeln, Leuchtern, Porzellan, Möbeln und Bildern aus aller Welt.

Dieser Raum Richtung Garten ist mir. in Erinnerung geblieben

Das Treiben im Basar gehört einfach dazu, wie auch ein feines Mittagessen und der Einkauf. Dieses Mal nach einer Stunde Busfahrt in den Norden, extrem schön mit allem was das Herz begehrt. Importrestriktionen???

Der Verkehr in dieser 20 Mio. Stadt ist erstaunlich flüssig. Trotzdem bewundere ich die Ruhe dieses Buschauffeurs – Nachahmenswert.

Teheran

Wir übernachten im Süden von Teheran, neben dem Schrein von Khomeni. Hier ist alles riesig, ein Parkplatz für 20’000 Fahrzeuge und ein Schrein mit Platz für 100’000 Personen. Wir erleben Nachts jeweils ein riesiges Nachtlager. Da auch für die Iraner die Distanzen in ihren Sommerferien gross sind, fahren viele mit Teppich, Zelt und Kochgeschirr los und übernachten auf solchen Stellplätzen wie wir. Nur kommen sie meist erst ab 19 Uhr an packen alles aus und Morgens wieder ein. In ihren kleinen Fahrzeugen hat eine ganze Familie Platz mit viel Bagage und grossem Paket auf dem Dach.

Morgens aus unserem Dachfenster -hinten Khomeni

Auch wenn viel Unruhe herrscht ist es doch sehr schön, so nahe am Leben teilnehmen zu können. Selbstverständlich werden wir von Allen begrüsst und gerne würden alle das Fahrzeug besichtigen, Fotos machen etc.

Schwieriger sind Bettler und Zigeuner, nach Aussage aus Afghanistan.
Heute Morgen stellten wir einen Steinschlag fest (Ausgelöst nach Nachtabkühlung?). Abends ist bereits ein Mobiler vorbeigekommen und hat es repariert – super – für 30 €!

Am zweiten Abend sind wir doch noch den riesigen Schrein besuchen gegangen. Ein neues Bauwerk für 2 Mia. € mit einem riesigen Sarg für Khomeni?
Grösse allein ist nicht alles. Er selber wollte lieber einfach und bescheiden leben.

Halle mit Platz für 100’000 Personen – Schrein in der Mitte

Wir sind Millionär

Iran ist für uns sehr günstig. Für ein Mittagessen zu zweit reichen 5 – 10 CHF. 40 Liter Diesel bekommt man mit Service und als Touristenpreis bereits für 2 CHF.

Wir schleppen viele Scheine herum, da die Geldentwertung sehr gross ist. Für 100 € bekamen wir 29 Mio. Rial. Wir sind echte Millionäre!
Der grösste Schein ist eine Million – 2.9 CHF, der Kleinste 1000 Rial = 0.29 Rp

Cave Ali Sadr

Heute Sontag standen wir etwas später auf. Danach fuhren wir 220 km Richtung Teheran. Es braucht immer eine grosse Konzentration. Neben der Orientierung kommt lebendiger Verkehr von links oder rechts und dazu unruhige Strassen mit vielen Überraschungen.

5 Min. Video mit Fotos und 360 ° Video

Diese Höhlen auf 2000 m ü.M. waren eine echte Überraschung. Mit kleinen Booten konnten wir kilometerlang verschiedenste Steinformationen und Höhlen in kurzen Wanderungen erleben. Die Höhlen sind Millionen Jahre alt und wurden erst in den 1970-er Jahren entdeckt und von Reza Schah als Touristenattraktion gefördert.

Kermānschah

Dieses Mal war eine Hotelübernachtung möglich. Uns reichte das Zimmer für eine lange Dusche, Wäsche waschen und für das Frühstück. Schlafen wollten wir lieber im eigenen Bett.

Morgens ging es mit dem Bus in die Stadt. Zuerst zu einem Trauerhaus mit Erinnerung an Imam Hossein. der als Märtyrer von den Schiiten verehrt wird.

Wir gehen immer gerne in den Basar und danach gab es Reliefs in Felsen gehauene Könige und Geschichten.

Reliefs in Kermānschah

Auf den Bildern sieht man nicht, wie heiss es ist – bis 38° – Nachts wieder 18°.

Wir freuen uns über schöne Kontakte und heute Abend im kleinen Kreis über Fragen/Antworten zu Iran heute.

Eiertanz

Heute waren anspruchsvolle 350 km mit Zwischenstopps in 9 h bei oft über 35°zu bewältigen. Wahrscheinlich weniger als die Hälfte konnte man über 60 kmh/h fahren. Gleich zu beginn ging der Eiertanz los – wo ist das kleinere Loch, wie komme ich am besten durch. Selbstverständlich wird auch die Gegenseite genutzt.

Fuhr Gaby zu schnell? Drei Polizisten hielten uns auf. Wir seien zu schnell gefahren und das Fahrzeug werde für 72 h beschlagnahmt bis die Busse gezahlt werde. Spannend weitere 4 Fahrzeuge von uns wurden auch aufgehalten. So wurde klar, dass andere Interessen im Spiel waren. Dank Guide Sirous wurde die „Übung“ abgeblasen, keiner musste zahlen und auch Gaby’s Uhr bekamen sie nicht!!!

Zwischenhalt am Stausee mit tiefem Wasserstand
Ankunft in Kermanschah am Zagrosgebirge

in die Berge

Nach „aufwendigem“ Tankstopp fahren wir in die Berge bis auf 2500 m ü.M. Über lange Strecken ist die Strasse recht „ruppig“ (Aussage vom Guide). Herrlich dieser Farbwechsel der Felsen. Hier wird auch Travertin und viel Zink und Blei abgebaut.

Riesige Abbaugebiete inkl. Transportseilbahn

Immer auf Hochebenen zwischen 1500-2500 m ü. M. unterwegs

Die Sassaniden errichteten auf einem Vulkan eine Burg mit Zoroastertempel. Hier wurden alle Könige gekrönt. Ihre Herrschaft reichte bis Jerusalem und der Legende nach wurde das Kreuz Jesus hierhergebracht. Bereits 10 Jahre später kam Heraklion unterstützt von Christen und holte das Kreuz zurück. Zurück blieb eine Ruine. Spannend ist der 100 m tiefe Kratersee mit konstant 21 ° warmen Wasser. Gerne wäre ich darin schwimmen gegangen – Weltkulturerbe!

Immer wieder mit freundlichen Kontakten