Xiva oder Chiwa (auch Khiva, kyrillisch Хива, persischخيوه, DMGḪīwa) ist eine Oasenstadt in Usbekistan mit zahlreichen Zeugnissen der Vergangenheit. Ichan Qalʼа, der historische Stadtkern von Xiva, wurde 1990 in das UNESCO-Welterbe aufgenommen.
Wir genossen zwei Tage diese herrlich restaurierte Altstadt mit sehr vielen Museen und handwerklichen Souveniershops auch ohne Kamelkarawane. Diese grosse Altstadt ist immer noch von einer grossen Mauer umgeben.

Von Urganch fuhren wir 40 km einer seltenen Trolleybuslinie entlang nach Chiwa. Dabei überquerten wir 16 teilweise grosse Kanäle zur Bewässerung dieses fruchtbaren Gebietes.
Aktuell hatte es sehr viele Touristen, dass wir nicht einmal im von uns gewünschten Hotel übernachten konnten. So entschieden wir uns, direkt neben der Altstadtmauer auf dem Busparkplatz zu übernachten. Endlich wieder einmal im eigenen Bett schlafen (ohne Registrierung)!
Zuerst besuchten wir den Palast vom letzten Khan im 19. JH. und schlenderten danach durch die Altstadt und genossen die vielen Eindrücke.
Nach einer Erholungspause wanderten wir auch Abends nochmals durch die Altstadt mit märchenhafter Beleuchtung. Auch die Touristen bekamen nicht genug und genossen bis spät, dass man draussen sitzen, essen und trinken konnte.
Der zweite Tag wurde fast zu einem Marathon durch viele Museen, aber es war so interessant, mehr über die Geschichte und das Handwerk zu erfahren.
Die Leute hier waren und sind sehr tüchtig und fleissig. Es gab neben den Moscheen rund 300 Medresen – (Koran-) schulen. Viele wurden gut restauriert und werden heute als Museen und Shops genutzt. Dabei stricken die Museumswächterinnen nebenbei noch Socken, Handschuhe, etc., man kann den Schreinern und Malern, etc. zusehen.
Es war eine echt lebendige Altstadt und für die Touristen sehr günstig, z.B. Pelzmützen ab 30 Euro. Entsprechend wird auch gehandelt und gekauft. Vielleicht wäre es gegen Ende des Herbstes etwas ruhiger?
Uns hatte Chiwa sehr gefallen und so viele interessante Museen über Handwerk und Geschichte in zwei Tagen hatten wir noch nie besucht. Sogar unsere zwei Handybatterien waren erschöpft von den vielen Eindrücken.

