Wir genossen die Fahrt durch das Red Center Valley mit seiner rotbraunen Erde.
Rückreise in die Schweiz
Nach unserer schönen Rundreise galt es die Vorbereitungen zur Rückreise zu treffen. Wir wollten nicht nur waschen und packen, sondern auch das Wohnmobil für den siebenwöchigen Unterbruch sauber zu machen, Wasser zu entleeren, etc.
Die erste Etappe flogen wir von Alice Springs in drei Stunden nach Sydney. Spannend war, das Land von Oben zu betrachten. Soviel trockenes, rotes Sandgebiet mit wenigen Hügelketten, meist ohne Wasser Strassen oder Häuser.
Am andern Abend fliegen wir in 21 Stunden via Singapur in die Schweiz.
Angekommen
Unsere 21-stündige Rückreise verlief problemlos.
In Sydney verzögerte erster Regen nach langer Zeit etwas die Abreise. Dadurch wurde der Umstieg in Singapur noch kürzer. In einer halben Stunde an so einem grossen Flughafen umzusteigen, inkl. Gepäck – super!
Zu Hause ist alles Bestens, wir werden herzlich begrüsst, die Wohnung ist gereinigt und der Kühlschrank voll. Vielen Dank.
Ja, der Jetlag von 8 h ist auch langsam bewältigt.
Der Blog wird bis zur Weiterreise Ende Oktober unterbrochen.
Retour nach Alice Springs
Fliegen wird für uns immer einfacher. Je mehr man fliegt, umso besser kann man sich organisieren und darauf einstellen. Nicht zu viel essen, viel trinken und öfters bewegen; dann kann man sich dazwischen auch ausruhen/schlafen.
Nach kurzem Umstieg in Singapore flogen wir nach Sydney und am nächsten Tag retour nach Alice Springs, in die Mitte Australiens, Total 20’000 km.
Unser MG-Bobil hat die trockene, warme sieben Wochen problemlos überstanden. Beim ersten Start war der Rückwärtsgang blockiert (Elektronik), aber vorwärts fuhren wir los in die Stadt zum Einkauf und danach war wieder alles gut.
Wir nutzten die weiteren Tage für die Einrichtung; speziell der Einbau der Starlink-Antenne forderte uns. Jetzt ist sie sicher fest auf das Dach montiert und Router, wie auch das Netzgerät fanden einen guten Platz. Wir haben jetzt „überall“ besseren Empfang als in den Städten und der Router hat eine Stärke für 30 m Radius, sodass wir auch im Freien locker googeln, Radio empfangen oder arbeiten können – eine super Technik über die Satelliten!
Solarrennen
Die 430 km von Alice Springs nach Yulara in 5.5 h waren problemlos. Die Strassen sind sehr gut und im Durchschnitt fuhren wir 75 km/h. Wir staunten über die Vielfalt der Landschaft. In offizieller Wüste lebt hier noch vieles und die Landschaft ist sehr abwechslungsreich.
Überraschend überholten wir Solarautos auf dem Weg in den Süden. Aktuell findet die World Solar Challenge statt, ein Wettbewerb, um mit Solarautos vom Norden bis in den Süden Australiens zu fahren.
Vor dem Abzweigen machten wir einen Mittagshalt in Ghan, am Erlunda Roadhaus. Hier herrschte ein hektisches Treiben, da es einen 30 minütigen Zwischenstopp gab. Die Fahrer wurden ausgewechselt und die Mannschaften verpflegt. Wir hatten auch die Gelegenheit mit dem ETH-Team zu reden. 25 Personen in vier Fahrzeugen sind mit dem ETH-Fahrzeug unterwegs, um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren. Das Auto sieht super aus, aber trotzdem belegen sie aktuell erst den 11. Rang von 36 Fahrzeugen.
Uluru und Kata Tjuta
Endlich, fünf Tage später, am 26. Oktober fuhren wir wieder los auf dem Stuart Highway Richtung Süden und danach in den Westen nach Yulara, einem bekannten Touristenort (Ayers Rock)..
Connor, Tafelberg unterwegs
Martin war etwas skeptisch, wurde aber mehr als positiv überrascht. Einerseits war die Saison vorbei und wir fanden überall viel Platz und konnten unbeschwert auf interessante Entdeckungsreisen gehen. Andererseits war die Wüste nicht trostlos, sondern abwechslungsreich mit vielen Bäumen und die Temperaturen waren immer noch gut, Tags viel Sonne bis heiss aber viel Wind,; Nachts wieder angenehm und recht kühl. Heute Morgen beim Frühstück war draussen 15 °C, aber die Sonne schon stark, also einfach herrlich.
Wanderung im Kata Tjuta
Auf Empfehlung sind wir früh los in den Nationalpark zum Kata Tjuta und machten die grosse Wanderung durch das Valley of the Winds. Einige Touristen, auch Schüler wanderten nur kurze Stücke, wir waren danach ganz alleine unterwegs auch durch sensitive Gebiete, welche für die Ureinwohner heilige Stätten sind. Im Windtal war es wirklich sehr windig, aber diese Gebirgsformationen sind einmalig zu erleben. Heiss wurde es bis zur Rückkehr um 11 Uhr nicht und danach gönnten wir uns ein selbstgekochtes Essen. Wir geniessen diese Freiheit und den Komfort.
Eindrücke vom Uluru
Von Weitem sieht dieser heilige Berg schön gerundet aus, in der Nähe zeigt er erst seine beeindruckende Vielfalt. Vor 42 Jahren durfte Gaby noch ganz hochklettern, jetzt sind dafür Umrundungen zu Fuss, mit Fahrrad oder Fahrzeugen möglich. Nach der grösseren Wanderung vom Vortag genossen wir ein kurzes Stück direkt am Sandfelsen zum Kantju Gorge und der Waterhole. Ja, jetzt können wir nachvollziehen, warum dieser Berg magische Auswirkungen hat!
Flug über Kings Canyon
Auf dem Rückweg von Ayers Rock wollten wir doch noch einen 170 km Abstecher zum Kings Canyon unternehmen. Diesmal ohne Wanderung, sondern der Hitze geschuldet, mit einem Helikopterflug am Sonntag Morgen.
Beim Camping genossen wir erstmals den Pool, herrlich kühl und frisch. Wir staunen, dass in solch trockener Gegend bereits Wasser aus 20 m gepumpt werden kann. Ansonsten blieb es lange heiss, bis es Nachts schön kühl wurde.
Alles war bereit für die ersten Gäste und frühzeitig flogen wir los über den Kings Canyon, Kathleens Springs und über komplett unerschlossene Ebenen.
Kathleens Springs besuchten wir am Vortag zu Fuss. Bevor der Nationalpark im 1987 gegründet wurde, wurden hier Kühe gezüchtet und die Quelle genutzt. Herrlich etwas Wasser und alles ist grün.
Coober Pedy – Opalminen
Wir wollten weiter südlich und fuhren 500 km in 6 Stunden bis zu einem Roadhouse in Marla (100 Einwohner) zur Übernachtung. Danach waren es nur noch 270 km bis Coober Pedy, wo erstmals 1915 Opale gefunden wurden.
Spannend, hier gibt es nicht eine oder mehrere grosse Minen, hier gibt es tausende von „Maulwurfshügeln“. Überall wird gebohrt und geschürft nach diesen Edelsteinen, welche hier wichtiger als Diamanten gewertet werden.
Auch hier gibt es Veränderungen, nur noch 100 kleine Mineure existieren. Vorwiegend grosse Ausländische Unternehmen (China) übernehmen das Zepter. Nach Nick Partulis sind die Preise für Diesel, Wasser und Verpflegung so hoch, dass sich die Suche immer weniger lohnt. Seine griechischen Eltern waren hierher ausgereist und haben sich der harten Opalsuche Untertags verschrieben. Ihr Sohn Nick hat neben der Opalsuche, ein Museum in einer Mine eröffnet und verarbeitet selber seine Steine zu Schmuckstücken.
Interessant, da es hier meist sehr heiss und trocken ist, lebten viele Leute im kühleren Untergrund. Dieses galt es auch für uns zu probieren und so verbrachten wir die Nacht im Sandstein-Untergrund-Zimmer. Gut, dass wir vorher ein Bier tranken.
Port Augusta
Von der Wüste in Coober Pedy bis nach Port Augusta ans Meer sind es 570 km. Es gibt lange Strecken durch die flache Wüste ohne Bäume.
Interessant war der Mittagshalt am Salzsee. Für uns war dieser „See“ schon riesig, aber auf der Karte (orange) kaum ersichtlich, erkannten wir diese riesigen Dimensionen weiterer Salzseegebiete.
Wir haben nach 5 Stunden Fahrt genug und zweigen kurz ab nach Woomera. Hier fanden Nukleartests statt und ab 1947 wurden Raketen in Kooperation von UK und Australien entwickelt und über der Wüste getestet. Australien brachte als vierte Nation Satelliten ins Weltall. Später kam auch die US-NASA für gewisse Zeit hierher und es lebten bis 3’000 Menschen in Woomera. Bei unserem Besuch war das Städtchen fast ausgestorben. Nur der Verkehr zu einer der grössten Gold-, Silber-, Kupfermine – Olympic Dam Mine – brachte eine gewisse Bewegung.
So konnten wir in Ruhe das Museum und die Ausstellungstücke studieren und danach in Ruhe übernachten.
Fast noch interessanter war Len Beadell , der in den 1960er Jahren gangbare „Strassen“ durch die Wüste suchte. Ohne Karten, GPS konnten andere dank seinen Wegzeichen sich durchschlagen. Heruntergefallene Raketenteile wurden aber auch erst in den 1990er Jahren gefunden.
Anderntags war es nicht mehr so weit bis Port Augusta. Langsam gab es wieder mehr Bäume und mehr Verkehr. Unser Ziel war Unterstützung für die ausgefallene Klimaanlage zu erhalten. Eigene Versuche zur Reparatur waren fehlgeschlagen.
Viele Australier sind self made mens, welche immer am Umbauen/Basteln sind. Kommt es daher, weil viele Firmen überlastet sind und man wochenlang warten muss?
Mit viel Hartnäckigkeit schafften wir es in Port Augusta bei der siebten Firma, dass wenigstens ein Blick darauf geworfen wurde. Daraus wurde eine mehrstündige Suche und ein anderer Spezialist, der zuvor abgelehnt hatte, kam seinem Kollegen zu Hilfe. Lange Suche, einfache Ursache: Es war eine Steckverbindung hinter der Wand, welche sich durch Rüttelbewegungen löste. Wir sind froh, dass die Klimaanlage wieder funktioniert. Vielen Dank für das persönliche Engagement des Besitzers mit seinem Sohn.
Adelaide – Hauptstadt von South Australia
Von Port Augusta planten wir eigentlich noch einen Halt in Port Pirie. Aber es lief so gut und da Anderntags bereits Freitag war und wir Pneus und Frontscheibe wechseln wollten, fuhren wir durch bis Adelaide an eine schönen Stadt-Campingplatz.
Hier in der Nähe vom Meer wächst sehr viel Weizen und aktuell war Erntezeit.
Hier in dieser grossen Stadt gibt es wieder alles, was das Herz begehrt. Wir hatten schon recht viel Spass im Bunnings, einem riesigen Baumarkt. Was brauchen wir für Weihnachten???
Die Stadt behauptet, die einzige Stadt innerhalb eines grossen Parkrings zu sein.
