Uns stellte sich die Frage 7 h Küstenfahrt in den Süden bis Dhakla, dem bekannten Ferienort speziell für Surfer oder …?
Die Wetterprognose war weiterhin bewölkt und so entschieden wir uns dagegen. Alles kann man nie erkunden.
Wir wollten ein kurzes Stück der Küste nach unten, dann umkehren und in den Norden fahren. Der erste Zwischenstop galt einem Schiffswrack und dem Erholungsstrand von Laayoune. Was da alles in den Sand gebaut wird?
Danach folgte der riesige Industriehafen. Hier kommt das 100 km lange Förderband an und deponiert das Phosphat für die Verladung auf die Schiffe weit draussen im Meer. Martin glaubte nicht daran, dass dies funktioniert, doch in der Nähe konnten wir die Förderbänder hören und sehen. Eindrücklich!
Weiter unten besuchten wir ein fast totes „Fischerdorf“. Dies entspricht keiner unserer Vorstellungen. Nach Statistik gibt es immer viele Bewohner. Für uns wirkt es eher leer und selten sieht man Menschen.
Die Küstenfahrt in den Norden war eher eintönig. Wir fühlten uns nicht so wohl, gab es doch alle 100-500 m (!!!) zwischen Strasse und Meer einen Militärposten. Eine Blechhütte, ein WC, einen Wassertank und evt. mit Hunden die Zeit verbringen? Also irgendwo parken schien nicht erwünscht.
Weiter im Landesinnern sahen wir Sanddünen und Martin konnte es nicht unterlassen, wenigstens eine zu erklimmen.
In Tarfaya einer Hafenstadt konnten wir am Strandparkplatz übernachten und genossen den Rundgang mit dem Museum über die Postfliegerei, wo auch Antoine Saint Exupéry zwei Jahre stationiert war.
Anderntags folgten wir weiter die Küste hinauf und stoppten beim Khenifiss National Park, Akhfennir, Laayoune-Boujdour-Sakia Al Hamra, Marokko. Dies ist eine riesige Meereslagune in einer felsigen Landschaft, ein wichtiger Spot für Camper. Interessant, ruhiges Wasser, etwas grün mit Übergang zur Wüste.
Wir fuhren weiter zum Devil Hole (Naila), wo das Meer den Felsen durchbrochen hatte. Hier hatte es eine riesige Felsenplattform, aber über Nacht parken ist nicht erlaubt.
Somit ging es weiter an den Tan Tan Plage (El Quatia), wo wir wenigstens eine ruhige Ecke für uns fanden. Schade die Camper konzentrieren sich an wenigen Orten.
