Stadt der Liebe – Telavi

Heute machten wir einen Ausflug nach Telavi. Interessant war die 900-jährige Platane und das wiederaufgebaute Kloster. Viel von Liebe und freundlichen Georgier fanden wir nicht, auch wenig Erbauliches, bei viel Armut, Erneuerungsbedarf und bis 37°. Ausfahren im gekühlten Auto macht Besichtigungen erträglicher.

900 jährige Platane – was hat diese bereits alles erlebt?

berühmt für Wein

Wir machen keinen Umweg mit der Gruppe in die Berge, sondern fahren Richtung Tiflis-Kaukasus nach Napareuli. Diese Gegend ist berühmt für Weinanbau, Weinroute etc. – Klosterwein seit 1011!

Clever, wenn man damit zugleich den Wiederaufbau des Klosters mitfinanzieren kann.

Die Fahrt über 360 km war intensiv, nur kleiner Teil gute Autostrasse. Die Chinesen sind auch hier tätig und buddeln quer durch die Berge.

Die später einfache kleine separate Passstrasse haben eigene zu bauen, entsprechend abenteuerlich geht es zu und her. Einfach ruhe bewahren!

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einfach Hügel abtragen
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Spannend, aber auch ermüdend

echte Tropfsteinhöhle in Kutaissi

Morgens mit dem Bus zur Tropfsteinhöhle Prometheus. Schöner Rundgang und mit kleinem Boot wieder hinaus.

Die Stadt selber bietet uns wenig, ist sehr arm und pflegebedürftig. Selber wohnen wir im „Parkhotel“. Zum Glück können wir mit unserer Klimaanlage kühlen, da bis 39 °.

Canyon in Martiwili

Wir fahren eine einfache Strasse zuerst der Schwarzmeerküste folgend, danach in die „Berge“ auf über 150 m. Viel Grün, Hügel und Wasser, aber auch immer wieder Kühe, Pferde wild auf der Strasse mit Sauen, Gänsen und Ziegen am Strassenrand.
Georgien ist ganz anders als die Türkei. Ursprünglich Russisch, haben sie sich bereits im 1990 getrennt und wollen in die EU. Dafür mussten Sie büssen, das Land ist sehr arm und die alten unrentablen Firmen wurden geschlossen (Produktionsvolumen sank um 75% mit bis 40 % Arbeitslosigkeit). So sind viele ausgewandert. Bildung ist hier wichtig und ich kann mich bereits mit einem kleinen Mädchen am Fluss beim Baden auf Englisch unterhalten.

Ziel war Martiwili in kleiner „Touristenort“ mit uraltem Canyon. Mit kleinen Schlauchbooten ging es in die Schlucht mit kleinem Wasserfall- herrlich frisch und kühl.

Die Übernachtung am Fluss mit riesiger Wiese ist das, was wir uns wünschen. Die schönen, kleinen, fleissigen Kühe (ohne Fliegen) stören uns dabei wenig – solange man alles bewacht.

Tropfsteinhöhle???

Dem langen Tag folgt eine unruhige Nacht. Erstmals hat es geregnet und so intensiv, bis wir erwachen. Die Bettdecke ist nass und es tropft, rieselt von der Decke. Unser vor Istanbul ersetztes Dachfenster rinnt – wo, warum – was gilt es zu tun???
Kreativ finden wir Schnell- und später eine Auffanglösung und können um 4 Uhr nochmals einschlafen. Somit hat Prof. Martin einen Reparaturauftrag und findet den Fehler.

Gaby geniesst den Ausflug nach Batumi und macht mit mir Abends nochmals einen Ausflug mit jeweils über je einer Stunde Reisezeit im Stau für 20 km.
Georgien ist bekannt für feines Essen/Wein und lebt von vielen Touristen, speziell Russen und Araber.

lange Fahrt über Berge nach Georgien

Einem herrlichen frühen Frühstück folgt eine sehr lange Fahrt durch eine bergige Landschaft. So viele Tunnels und anfangs eine 4-spurige Autostrasse über 350 km und so lange Stauseen – alles einfach viel grösser.

1-2 h wurden für den Grenzübergang Türkei-Georgien geplant, effektiv wurden es 3 h. Die Grenzpolizisten lieferten dabei eine riesen Debatte, wer wirklich schuld war. Die effektive Abfertigung erfolgte dabei sehr rasch, professionell und problemlos.
Danach folgte noch eine 2-stündige Fahrt durch Batumi für nur 34 km – welches Gewusel – schon fast Indien! Hier ist die Bevölkerung Orthodox und man sieht nur wenige Verhüllte.

Super Abend in der Türkei

Heute ist letzter Abend in der Türkei. Wir übernachten auf über 2100 m in freier Natur mit Blick auf einen schönen blauen Stausee. Es war eine > 6 h Fahrt über 530 km immer zwischen 1000-2300 m ü.M über viele Berge und einige Pässe. Herrlich bei so wenig Verkehr fahren zu können. Den Euphrat überquerten wir und am Murat (Schwarzer Fluss) haben wir gut gegessen.

Beeindruckt sind wir von den vielen vierspurigen guten Strassen mit Brücken, modernen Tunneln und dem riesigen Effort, die letzten Stücke fertigzustellen. Diesen Power kennen wir zu Hause nicht.

Zwischen den 1000-den blauen Disteln ist Martin bis an den See hinunter gewandert und hat ein herrliches Bad genossen – welche Entspannung bei ca. 22° Wasser- und 29° Lufttemperatur.

herrlicher Ausblick

Fast jeden Abend gibt es eine Instruktion für den nächsten Tag und meistens etwas zum Feiern. Eine tolle Reisegruppe. Aber am Morgen reisen wir bereits früh los an die Grenze zu Georgien.

Neues Erlebnis – Doktorfische

Früh nach weiterem Erlebnis Sonnenaufgang in Kappadokien fuhren wir los. 350 anspruchsvolle km standen auf dem Programm.

Erlebnis Sonnenaufgang – Martin von 100 Ballonen umrundet

Kayseri im Hochtal vor dem höchsten Vulkan > 3000 m ist heute eine industrielle Grossstadt mit 2 Mio. Einwohnern, vor 30 Jahren war sie nur einen Drittel so gross. Diese vielen hohen Häuser sind anscheinend in und gebaut wird weiter wie verrückt – fast nicht vorstellbar für wen und wozu.

Wir selber geniessen die Landschaft und lieber kleinere Städte.
Supermärkte sehen sich doch immer ähnlicher.

Diese riesigen Kornfelder auf unserem langen Weg sind ein Thema. Unten ist fertig geerntet, in höheren Lagen sind sie noch intensiv dran. Trotzdem soll die Türkei zusätzlich Getreide importieren.

Ganz speziell wurde es Abends. Wir kamen zu einer grünen Oase – einer Thermalquelle für Hautkrankheiten. Bei der Ankunft Nachmittags noch heiss, wurde es Abends angenehm und wir genossen 1.5 h lang warmes, sauberes weiches Wasser in speziellem Pool für uns (sonst sind Männer/Frauen getrennt) – plus „Doktorfische“. Dass bis zu 50 Fische (Miniwels?) an einem herum knappern, an das muss man sich gewöhnen- wird zur Wohltat. Das Kichern von Gaby zu Beginn vergesse ich nie. Leider gibt es darüber keine Fotos/Film.

Lernen mit der Situation umzugehen

Schon immer lernten Menschen, Tiere und Natur sich der Situation anzupassen. Auch wir werden entsprechend gefordert. Aktuell das Schwierigste ist für uns nur das Internet, praktisch immer fast nicht brauchbar. Somit komme ich mit meiner Fotobearbeitung und dem Festhalten des Wichtigsten gar nicht nach.

Am Dienstag noch in Istanbul, danach zwei unterschiedliche Nächte am Schwarzen Meer und eine lange Fahrt durch waldige Berge, Schluchten bis 1500 m und über die trockene Hochebene von Anatolien mit sehr viel Weizenanbau.

Schon 3000 v. Ch. gab es in Hattuscha Hochkulturen. Sogar einen „Friedens-„Vertrag mit Ramses II von Ägypten wurde abgeschlossen.
Jetzt sind wir in Kappadokien, berühmt wegen seinen Felsenhöhlen. Um die stark schwankenden Temperaturen (So/Wi) besser auszuhalten, haben die Menschen Felsenhöhlen gebaut. An solchen Orten hat es wie in Istanbul viele Touristen, ansonsten waren wir fast allein.

Hello Camping

Heute verlassen wir Istanbul. Was für eine riesige Stadt – über 100 km in eine Richtung. Trotzdem, der Verkehr aus der Stadt ist recht flüssig.

Welches ist die richtige Route? Google Maps möchte rechts, Mercedes Maps links. Ja, Google ist eher aktueller und so fahren wir auf der neusten achtspurigen Autobahn Richtung Ankara. Wahnsinn quer durch die Hügel über die Täler, sogar an der riesigen Autorennstrecke kommen wir vorbei.

Otodrom Circuit

In der Hälfte unserer Tagesstrecke fahren wir zur vereinbarten Firma Camping Caravan und die gewünschte Kühlbox wird vorgestellt, auf Wunsch platziert und perfekt verkabelt. Über 2 h Arbeit mit bis zu einem halben Dutzend involvierten Personen kostet uns 25 €. Unsere Kontaktperson filmt und will auf Instagram darüber berichten. Solche Reisende findet man nicht alle Tage. Herzlichen Dank.

Rechtzeitig kommen wir im Hello Camping am Schwarzen Meer an. Neben einem kühlenden Bad feiern wir bereits die erste Geburtstagsparty von Ute bis Sonnenuntergang direkt am Strand.