Nepali Kultur

Uns überraschten die angetroffenen sehr unterschiedlichen Kulturen in Nepal. Es gibt dutzende sehr unterschiedliche Menschentypen von eher Mongolischer/Tibetischer/Indischer Abstammung. Sherpas sind uns ein Begriff, aber die vielen andern wir Gurkhas/Tarus weniger.

Dank Gelegenheit besuchten wir Museen, wie das Bergsteigermuseum oder der weltweit gesuchten Gurkhas – Kämpfer. Vorerst starteten wir in einem tibetischem Kloster. Uns gefällt die Buddha-Kultur mit ihren Menschen. Hier werden auch heute noch 90 Kinder als Mönche ausgebildet. Aktuell finden grosse Reinigungen/Restaurationen für die Zeremonien zum neuen Jahr statt.

Da es im Moment fast keine Touristen gibt, ist man mehr als herzlich willkommen. So haben wir doch Kleinigkeiten mehr aus Sympathie gekauft und der Mönch, die tibetischen Souvenier/Essens-Frauen hatten riesige Freude.

Das Gurkha-Museum beheimatet die Geschichte der tapferen Kämpfer, welche seit 19 Jh. für Engländer, Queen, etc. und heute UNO weltweit im Einsatz sind. Für bergige Nepali sind dies ehrenvolle gut bezahlte Aufgaben.

Wenn man schon im Himalaya-Gebirge ist, wollten wir uns im Bergsteigermuseum umsehen. Zu Fuss spazierten wir einige Kilometer am See und durch Quartiere. Die Besteigung der 14 Achttausender fand in den 1950-er Jahren mit teilweise einfachen Ausrüstungen statt.

Schön aber auch einfach unbeschwert durch Strassen, Uni-Campus zu schlendern. Die Lebensweise ist einfach. Die Leute sind friedlich, freundlich und zufrieden. Es gibt viele neue Häuser nach dem Erdbeben von 2015.
Ein Dank gilt unseren Guide’s, dass wir Ihnen all unsere Fragen zu der Nepali-Kultur stellen können.

Austausch auf staubigem Standplatz

Annapurna View

Wir genossen die Sonne und Erholung auf dem Hausberg Sarangkot. Traumhaft draussen mit Sicht auf Berge die Ruhe zu geniessen. Zudem lernten wir mit Peak Finder echte Fotos mit Namen und Konturen der Berge zu kombinieren.

Auch hier hat Global Warming einen Einfluss, sollten die Berge jetzt richtig verschneit sein und der Regen/Schnee ist noch nicht eingetroffen. Somit war die Sicht trotz nur 60 km bis erste 7’000-tausender auch nie ganz klar. Trotzdem genossen wir den Sonnenaufgang auf der Hotelterrasse.

Auf einem Spaziergang zur Turmspitze interessierte uns auch die harte Arbeit für einen neuen Turm. Alles Material muss die Stufen hinauf getragen werden. Aussenwände und Treppen werden mit Marmor ausgekleidet. Anscheinend dauerte der Bau bereits vier Jahre.

Super, diese zwei Tage taten uns sehr gut. Auch die Rückfahrt war trotz schmaler Strasse problemlos.

Wir getrauten uns auch in die Stadt zu einem grossen Einkaufszentrum. Ein Parking hilft uns nicht, so machten Securitas für uns Platz direkt beim Eingang.
Wir waren überrascht über die riesige Auswahl von Produkten, seit langem nicht mehr gesehen.

Touristenstadt Pokhara

Pokhara ist ein Touristenort am See und mit 500’000 Einwohnern zweitgrösste Stadt in Nepal auf 830 m ü.M. Es gibt eine uns bekannte neuste Seilbahn (Doppelmayer, Austria, gebaut von Japanern) auf den „Hausberg“ Sarangkot mit Blick auf eine Himalaya Bergkette mit drei Achttausendern. Es dient auch als Ausgangspunkt für Trekking z.B. auf den Annapurna.

Die Fahrt von Bandipur nach Pokhara war ein abendteuerliches Offroad fahren mit vielen Baustellen für eine bessere Strasse. Noch bis 1960 war diese Stadt nur zu Fuss erreichbar. Dafür freuten wir uns über eine gute Autowäsche mit Motorraum entstauben und Wassertanks reinigen/füllen.

Wir hatten einen Stellplatz ganz nah zum See und der Touristenmeile. Geplant sind sechs Tage mit unterschiedlichen Ausflügen. Wir fuhren bereits am zweiten Tag auf den Hausberg auf 1500 m ü.M. und genossen draussen bei Sonne ein feines Mittagessen mit Blick in die Berge – einfach einmalig.

Dank dem sehr freundlichen Hotelmanager entschieden wir uns die kleine, steile Bergstrasse hoch zu fahren und die Ruhe und Aussicht auf einem Hotelparkplatz für die nächsten zwei Tage zu geniessen. Hoffentlich finden wir einmal eine gute Sicht.

Einladung – Bandipur

Alles hat seinen Sinn. Beim unserem Unfall mit dem Bus hat uns Prakash, ein Motorradfahrer, angehalten und sich intensiv für eine Lösung eingesetzt. Als Dank kam er zu unserem Nachtessen mit Tanz. Danach wollte er uns unbedingt zu sich nach Hause einladen.

Gerne folgten wir zu viert dieser Einladung. Er holte uns mit seinem Onkel ab, fuhr nach Hause, wir wurden von Eltern, Frau, Kindern und seinem Bruder als Nachbar begrüsst, tranken Tee und fuhren danach zu einer Hühnerfarm. Sein Grossvater hatte hier die Aufzucht und die Eierproduktion entwickelt und hat Mio. von Hühnern in drei verschiedenen, vollautomatisierten Farmen. Wir fuhren jedoch zu einer kleineren Farm mit ca. 100’000 Hühnern. In vielen, langen einfachen Ställen mit Beleuchtung bis 21 Uhr leben die Hühner in Bodenhaltung. Uns erstaunte die Sauberkeit, die zufriedenen Hühner mit schönem Gefieder ohne Lärm und Gegacker.

Es gab ein feines Nachtessen und ein wunderbar herzliches Kennenlernen.

Vielen Dank für die herzliche Gastfreundschaft

Anderntags fuhren wir einem engen Flusstal entlang und danach steil hinauf bis Bandipur auf 1000 m ü.M. Ein intensiver Strassenbau (von Chinesen) bietet in Zukunft eine bessere Erschliessung.

Bandipur ist ein schönes Bergdorf. Hier war früher ein Schnittpunkt von zwei Handelsrouten. Davon zeugen noch wohlhabende Häuser. Heute gibt es andere Strassenführungen. Geblieben ist ein schöner Ausflugs- und Erholungsort mit Sicht auf 3 Achttausender.

An steilen Hängen wird gebaut. Steine wurden mit Körben ins oberste Stockwerk getragen, dort mit Zement und Wasser vermischt und danach auf gestützte Wellbleche als Betondecke gegossen.

Nationalpark Chitwan

Wir fuhren westlich nach Chitwan einer „Touristen- und Spitalstadt“. Viel besucht dank dem Nationalpark mit Tigern, über 2’000 Nashörnern , Krokodilen, Elefanten und weiteren Tieren.

Für die Nepalesen aber auch wichtig wegen 49 Spitälern, einer davon vom Staat und dem grössten Krebsspital von Nepal.

Auf unserer langen Jeeptour begegneten uns keine Nashörner, nur ihre Spuren. Die Sonne fehlte und somit blieben die Krokodile im Wasser. Interessant war eine Krokodilfarm, wo sie aussterbende Krokodile mit schmalen Maul züchteten. Es gibt nur noch 3 männliche Krokodile. Sie sind sehr anspruchsvoll und brauchen immer gleich warme Temperaturen. Auch nach 10 Jahren kann die Geschlechtsart noch wechseln. Männchen haben vorne beim Maul einen Knollen.

Erholsam das anschliessende Mittagessen. Uns schmecken die Momo’s

Und Abends genossen wir ein grosses Buffet mit Tanzvorführung.

Bus küssen – verboten!

Jedes Land hat seine Gesetze und Verkehrsregeln. Wir versuchen, diese auf unserer langen Reise immer zu verstehen und uns danach auszurichten.

Seit Indien wissen wir, die Busse haben eigene Gesetze. Sogar die Lastwagen weichen aus oder halten an, wenn ein Bus auf Gegenfahrbahn auch in Kurven halsbrecherisch überholt. Wir sind daher immer vorsichtig und überlassen Ihnen den Vortritt. Bei dieser Fahrt hatte uns z.B. ein grüner Lokalbus gegen ein Dutzendmal überholt – kein Problem.
Dumm trotzdem, dass ein roter Fernbus bei einem Übergang blitzschnell von hinten auftauchte und uns irgendwie überholen wollte.
Schade auch, dass der Busfahrer Angst vor Vorgesetzten hatte und keine Einigung eingehen konnte.
Gut, dass die Polizei uns schützte und intensiv auf den Fahrer einredete. Es kam fast zu einer Verhaftung. Nach längerer Zeit kam ein Vorgesetzter und wir konnten uns gütlich einigen.
Aber Achtung bei linker Fahrweise hat der rechts fahrende (Bus) immer Vortritt. Neben den vielen Löchern auf der Fahrbahn auch noch alle Rückspiegel gleichzeitig beachten!

2.5 Minuten

Auf gleicher Fahrt ging es besser (Schlaglöcher, Kleinbus und Moped überholen rechts, anderes Moped links links) und umgekippt wie dieser Lastwagen sind wir auch nicht.

Sightseeing Kathmandu

Nepal ist doppelt so gross/lang wie die Schweiz, hat jedoch 29 Mio. Einwohner. Vor allem die Städte sind sehr stark besiedelt. Kathmandu hat 3 Mio. Einwohner und erstickt fast unter dem riesigen Verkehr. Beim Hineinfahren gab es so viele Motorräder, die quirlen von allen Seiten, man kann unmöglich auf alle aufpassen, sondern wir flossen mit, so gut es ging. Stress macht uns dies schon länger nicht mehr.
Uns gefällt die lebendige Altstadt mit vielen Läden, welche auch viele Interessen von ausländischen Touristen abdecken (Käse, Brot, Kleider, Souvenirs). Wir fanden zwei passende Wollteppiche für unser Wohnmobil.

Wir hatten in ruhigem Hof mitten in der Stadt unsern Stellplatz und konnten zu Fuss los mit Mittagessen auf Terrasse vom HardRock Café. Danach entdecken wir super Läden mit allem was es in Europa auch gibt – von Longchamp bis zu teuersten (CH-)Uhren. Offiziell verdienen die Nepalesen 1’800 CHF im Jahr. Sie leiden speziell unter einer Teuerung und Benzin kostet fast 2 CHF/Liter. Wie dies alles aufgehen kann???

Wir finden Abends auch den Weg in den Basar mit feinem Brot, Camenbert und Wein – so kann man glücklich sein.

Anderntags geht es auf intensives Sightseeing mit Tempels, riesiger Stupa und der Verbrennung am Wasser. Obwohl 78 % Hindus sind, werden auch 20 % Buddhisten, wenige Moslems und Christen gut und gleichberechtigt behandelt.

Den wichtigsten Tempel am Fluss sollten alle Hindus einmal im Leben als Pilger besuchen. Nur wer als Hindu geboren ist, darf hinein. Interessant ist, dass gleich welcher Religion immer viele Läden mit Souvenirs den Weg säumen.

Hier werden alle Toten nach gleichem Ritual wie in Varanasi verbrannt. Viele Flüsse vom Himalaja fliessen in den Ganges und dienen daher auch für dieses heilige, letztes Ritual.

Lebensende mit Reinkarnation

Anschliessend fuhren wir zu einer der grössten Stupa in einem tibetischen Viertel mit schönen Handwerksarbeiten. Wir interessierten uns für einen grossen Gong und Klangschalen, konnten uns jedoch nicht entscheiden.

sehr schönes Bild für 2.5 Mio. $

Danach ging es in die Altstadt zum Palast und vielen Tempeln. Uns gefällt es in dieser Stadt.

Mount Everest

Früh Morgens wurden wir von Mr. Pubha persönlich abgeholt, zum Flughafen gefahren und nach üblichen Kontrollen (Sackmesser gefunden!) bei seiner Fluggesellschaft (helieverest.com) mit Kaffee begrüsst und gewogen. Danach ging es mit einem Bus auf das Flugfeld mit über einem Dutzend Helikoptern (Airbus mit Höhenzulassungen).

Gut 40 Minuten flogen wir über viele Bergkuppen hinauf zum Lukla-Höhenflugplatz (2’860 m ü.M.), von wo alle Trekkingtouren starten. Nach kurzer Pause und Erleichterung von Kerosin für den Rückflug flogen wir hinauf in ein Hochtal auf ca. 4’200 m ü.M. Die Hälfte musste aussteigen, damit der Helikopter uns weiter hinauf tragen konnte.

Wir flogen dem Trekkingweg entlang über das Basislager 5’360 m ü.M. hinauf und sahen die Spitze vom Mount Everest weiter oben. Anschliessend ging es wieder hinunter zum Frühstück auf 3’880 m ü.M. wo wir draussen bei herrlicher Sonne und direktem Blick zum Everest es richtig geniessen und uns entspannen konnten.

Zwischenlandung im Hochtal

Obwohl nicht Saison landeten etwa vier Helikopter vor dem Restaurant und auch junge Touristen genossen diese Tour. Der Rückflug ging hinunter durch diesige Luft und 5 h später kehrten wir etwas erschöpft von Höhe und Eindrücken glücklich retour.

Es war ein einmaliges Erlebnis und weitere fünf Personen unserer Reisegruppe unternahmen am Folgetag die gleiche Tour und kehrten auch begeistert zurück.

 

Nach Kathmandu

erster Blick auf Kathmandu

Der Grenzübertritt dauert 5 h. Jeder Pass, jedes Carnet wurde von Hand fein säuberlich in grosse Bücher eingetragen. Dazu gab es teilweise Computereinträge mit Fotos/Fingerabdrücken. N.B. Fotos dürfen in Grenzzonen keine gemacht werden.

Danach galt es eine bergige Strecke zu überwinden. Von 100 m ü.M. klettern wir stundenlang hinauf und übernachten auf 2’400 m ü.M. Es sind steile waldige Berge, fast wie im Tessin mit kleinen, kurvigen Strassen – nur hört es hier fast nicht mehr auf.

Je weiter wir hinaufklettern, desto klarer die Luft mit herrlicher Sonne und blauem Himmel.

Anderntags ging es wieder hinunter und über zwei weitere Pässe bis nach Kathmandu im 20 km/h – Schnitt über 5 h. Eine herrliche Fahrt mit Blick in die Schneeberge. Speziell für die Motorradfahrer – ein Leckerbissen.

Bis auf 2000 m gibt es intensive Landwirtschaft mit vielen steilen Terrassen.

Die ersten zwei Drittel waren enge Strassen mit sehr wenig Verkehr. Das letzte Stück war die Hauptachse nach Kathmandu mit viel Lastwagenverkehr.