Monumente

Als Reisender besucht man oft geschichtsträchtige Monumente, seien es Paläste, Tempel, Moscheen, Kirchen etc. Dabei bewundern wir, was frühere Herrscher errichtet hatten.
Von unserem Hotel sahen wir ein riesiges Gelände mit monumentalen Bauten. Die Grundsteinlegung war im 1995 und im 2007 wurde bereits wieder renoviert. Selbstverständlich mussten wir dieses Gelände besuchen. Man staunt, wie sich Minister verewigen – in einem der ärmsten Bundesstaaten Indiens.
Die Inder genossen diesen Park und strahlten. Warum wurde uns erst nach Lesen über die Person Bhimrao Ramji Amdekar bewusst. Er gehörte der unterster Kaste an, konnte jedoch später auch im USA und EU studieren. Als Rechtsanwalt kehrte er 1923 zurück. Er engagierte sich für Gleichheit und wurde 1947 Justizminister. Später konvertierte er zum Buddhismus, da hier alle gleich sind und kein Kastensystem herrscht wie im Hinduismus (Kastensystem ist heute offiziell abgeschafft, aber immer noch präsent). 

Die unberührbare Ministerin Maya Wati lies diesen Park errichten und konnte sich damit verewigen. Es wurde sehr viel Marmor verwendet,  mit vielen Elefanten und Wasserspielen. Wie lange ein solcher Park überlebt??? Wir beobachteten, wie mit einfachsten Geräten und Gerüsten Reparaturen vorgenommen wurden. Die Säulen sind sehr massiv, aber schlecht zusammengesetzt, sodass bereits wieder Schäden entstehen.

Ein anderer Minister lies vor 20 Jahren ein neues Convention Center errichten. Es sollte den Aufbruch in die Zukunft zeigen. Das riesige Haus ist bis heute nicht fertig geworden und wurde bisher nicht eröffnet.

Selbstverständlich hatten wir auch geschichtliche Bauten besucht. Im 17/18.  JH. herrschten moslemische Mogule hier. Die Moslems waren vorherrschend (heute nur noch 19 % der Bevölkerung) und somit gibt es heute noch viele Moscheen und einen Kaiserpalast.

Zu Incredible Indien gehört für uns der Markt und Verkehr. Wer dies über längere Zeit aushalten kann???

Zwischenstopp in Lakhnau

Der Grenzübertritt Nepal-Indien funktionierte als Alleinreisende super. In 1.5 h konnten wir vier Stationen angehen – je einmal für Visa und Carnet (Sicherheit für Fahrzeug-ein-/ausfuhr). Überall wurden wir als Alleinreisende vorgelassen und mussten nicht in der Schlange von Touristen (drei Busse von Thailändern), Inder, Nepali anstehen.

Auch die Strassen waren für indische Verhältnisse super und so konnten wir über 300 km bis Lakhnau fahren, einer 6 Mio. Stadt, Hauptstadt von Bundesstaat Uttar Pradesh und ehemaligem Mogulreich.

Wir wollten wieder einmal in einem „Hotelpalast Taj Mahal“ übernachten. Es war ausgebucht, wegen offiziellem Feiertag. Direkt daneben im Renaissance bekamen wir trotz riesiger Hochzeitsfeier ein schönes Zimmer im 12. Stock.

So landeten wir im Trubel einer Hochzeitsfeier und staunten über diese lebendige laute Art. Die Braut trafen wir etwas erschöpft im Aufzug an, der Bräutigam wurde im Mercedes vorgefahren und unter Trommelwirbeln mit zugedecktem Gesicht durch die Menge auf den Festplatz geführt. Einfach herrlich.

Lumbini – Buddhas Geburtsort

20 km vor der Grenze zu Indien ist Lumbini mit seinem riesigen Buddha – Friedenspark, 1996 als Unesco Weltkulturerbe aufgenommen.

566 BC: Maya, die Mutter Buddhas, soll ihren Sohn auf einer Reise zu ihren Eltern – im Stehen und sich mit den Händen in den Zweigen eines Baumes festhaltend – geboren haben; wenige Tage darauf verstarb sie. Seine Kindheit und Jugend verbrachte Siddharta Gautama, wie der Knabe genannt wurde, jedoch im Palast seines Vaters Shuddhodana in Kapilavastu.

Neben dem Haupttempel mit Baum von Buddhas Geburt haben viele Länder hier ganz unterschiedliche Buddhistische Tempel gebaut, da viele Länder eigene Interpretationen des Buddhismus leben.

Dank Kontakten besuchten wir das International Lumbini Research Institutes (LIRI). Hier stehen 40’000 Bücher über Buddhismus für Forschende zur Verfügung. Uns interessierte die Geschichte des Parkes, den Kenzō Tange, der sehr bekannte Japanische Architekt entwarf und mit Museum und Resarch Center seinen Stempel gab.

Fahrt nach Mumbai

Unsere Gruppe war vor uns losgefahren. Sie besuchen die heilige Stadt Varanasi, welche wir bereits besichtigt hatten. Somit genossen wir den Nationalpark etwas länger und planen unseren Weg nach Mumbai selber.

Aus kriegerischen Gründen können wir nicht durch Myanmar nach Thailand fahren und nach langem Suchen werden wir von Mumbai nach Bangkok verschiffen. Schade für diese Umstände, aber bisher hatten wir immer Glück gehabt. Wir hoffen, dass das Schiff nicht zu grosse Verspätung hat und verfolgen seine Fahrt von Europa nach Asien.

Anstelle sofort retour zu fahren, wagten wir den Weg bis zum Ende vom Bardia Nationalpark. Eine riesige Brücke, gebaut von den Japanern überspannt den Karnali-Fluss. Herrlich am sauberen Fluss bei Sonnenschein draussen zu essen.

Auf dem Rückweg wollten wir nicht stressen, sondern fuhren bis es dunkel wurde. Das spontan angefahrene fünf Sterne Hotel bot uns gratis Parkplatz und wir konnten uns bei Sonnenuntergang entspannen.

Anderntags ging es weiter durch den Nationalpark. Da gibt es auch verschiedene Dörfer und grosse Zonen zur Nutzung mit Reisfeldern etc. Dabei fährt man über mehrere Dutzend Brücken, aktuell meist mit ganz trockenen Flussbetten. Nach engen Übergängen öffnet sich das Tal, ganz flach, warm und intensiv genutzt bereits wieder auf 90 m ü. M.. So kommen wir früh in der Geburtsstadt von Buddha in Lumbini an.

Entspannen am Nationalpark

Hier am Nationalpark gefiel es uns sehr. Wir nutzten die Tage zur Erholung, Aufarbeitung von Pendenzen und kleine Rundgänge. Aktuell ist es hier sehr ruhig, richtig zum geniessen. Bei einem Dorfrundgang hatten wir guten Einblick in das einfache Leben. Das Dorf ist zwar klein, hat aber dank Nationalpark-Eingang und grossem Hindutempel für die Feiern eine gute Ausgangslage.

Wir durften einer Tanzvorführung beiwohnen. Die ethnische Gruppe heisst Taru.

Kurzvideo von Tanzvorführung   und  Tanzvorführung mit Schlagstöcken

Tiger im Bardia NP

Wir hatten bisher viel Glück. Bereits zum dritten Mal sahen wir diese scheuen Raubkatzen. Diesmal auch recht nah und über eine Viertelstunde konnten wir eine grosse bengalische Tiger-Dame beobachten. Im hohen Gras konnten sie nur die Guides aufspüren, doch an der Stelle, wo sie unseren Weg kreuzen wollte, waren wir nah dran. Sie hatte keinen Stress und schlenderte ruhig in den Busch, kam wieder heraus und ging weiter der Strasse entlang. Am Schluss konnten wir sie in Ihrem Versteck sehen, wo sie auf das Männchen wartete und entsprechende Laute von  sich gab. Ein Männchen hat sein eigenes Revier und 2-3 Damen, welche ihre eigenen Reviere haben. So einfach scheint das Leben nicht zu sein, sind doch alle Tiger Einzelkämpfer. Sogar der eigene Sohn kann kurz nach der Geburt vom Vater gefressen werden, damit er nicht später das Revier streitig machen kann.

Dieser Nationalpark gefiel uns am Besten. Hier stimmt vieles: Die Fahrt an einem schönen Tag, die Guides, die Ruhe mit vielen Pausen, ein schöner Waldbestand, an einem grossen Fluss gelegen. Interessant auch immer die Pflege. Gezielt wird Grass abgebrannt, damit nachher rasch feine Gräser wachsen, welche die Tiere in Sichtdistanz fressen. Hunderte Rehe/Hirsche (zwei Arten) hatten wir gesehen. Hier gab es Rudel von 40 Tieren, ein Hirsch, viele Weibchen und kleine Kitze.

Es gibt auch einen kleinen Zoo, wo Tiere gepflegt und aufgezogen werden. Zum  Abschluss sahen wir die Elefanten, ein Nashorn und Krokodile, welche wir auf unserer Tour nicht gefunden hatten.

Fahrt zum Bardia Nationalpark

Wir fuhren von Pokhara in drei Tagen über die Berge zuerst nach Tansen und danach weiter in einem Flusstal nah zu Indien zum Bardia Nationalpark. Wenn man über teilweise so schwierige, für uns kaum vorstellbare Strassenstücke hüpft, fragt man sich schon manchmal, was dies alles zu welchem Risiko bringt. Zumal wir über lange Strecken den Weg (300 km) wieder zurück fahren müssen. Die Inder geben uns vor, über welche Grenze wir wieder einreisen dürfen (anstelle nur 150 km westwärts und damit wesentlich näher zu Mumbai).

Von Tansen starteten wir bei Nebel und Rauch und kühlen 10 ° C Wir fuhren wir südlich hinunter Richtung Lumbini nah zur indischen Grenze. Es galt steilen Berghängen zu folgen und viele Flüsse zu überqueren.

Als Zwischenhalt nutzten wir einen letzten gut möglichen Einkauf in Butwal. Das erste Einkaufscenter war wegen Strassenbauarbeiten mit Fahrzeug nicht erreichbar. Nach verschiedenen Versuchen parkten wir in der Nähe. Der Polizist war nicht einverstanden, hatte jedoch Verständnis für unsere Probleme. So wurde er sogar zu unserem Parkwächter. Leider war das Center dann geschlossen.

Das zweite Einkaufscenter war näher in der Innenstadt und durch schmalere Strassen vorbei an einer Hochzeit erreichbar, bot alles was wir brauchten. Zudem genossen wir bereits um 10 Uhr eine Pizza, waren wir doch früh los gefahren.

Auch hier in Nepal bedeutet eine Hochzeit Alles. Täglich fuhren wir an 4-8 Hochzeiten vorbei. Die können auch schon um 10 Uhr starten, sind nah an der Strasse hinter farbigen Vorhängen.  Staub, Lärm scheinen nicht zu stören.

Ansonsten wird hier das Leben immer einfacher. Alles wächst und die Meisten sind Selbstversorger. Zu jedem Haus gehören Wasserbüffel und weitere Tiere.

Wir kamen rechtzeitig im Süden beim Bardia Nationalpark an. Hier sah es ganz anders aus. Hier stimmte die Sonne, Temperatur bei 24° C, klarer Himmel und unser Stellplatz. Hier gefällt es uns. Ob wir Tiger sehen werden?

 

Tansen – geschäftig

In Bhutan/Nepal erlebten wir, dass auch kurze Strecken sehr intensiv sein können. So viele steile Berge beinhalten auch viele Kurven und oft Strassenbauten. Für diese 120 km benötigten wir wieder fast 6 h Fahrtzeit. Trotzdem gab es Pausen für Kaffee, Hängebrücke, Mittagessen und intensiver Besichtigung von Tansen, einer Stadt steil am Hang.

Die Hängebrücke beeindruckte, so solide und gut gebaut. Gaby konnte sie ganz locker begehen. Neu – Martin bekam ein mulmiges Gefühl und war ganz unsicher.

Interessant ist, wie intensiv diese Hügel bewohnt und genutzt werden. Es ist nachvollziehbar, da Nepal doppelte Fläche der Schweiz mit fast vierfach so vielen Bewohnern hat. Unwirtliche Berge haben beide Länder.

An den Strassen säumen sich meist Häuser, Läden und viele stehende, sitzende Leute.

Schön, einfach durch die Stadt zu schlendern, bei einer Hochzeit zeitweise dabei zu sein oder die vielen Eindrücke aufzunehmen. Diesmal mit Fokus auf Geschäfte. Hier gibt es keine grossen Läden, sondern unendlich viele kleine oft mit gleichen Angeboten. Die Geschäftsleute/Angestellten sitzen da und warten auf mögliche Kundschaft.

Wir kaufen gerne an solchen Orten ein. Es ist lebendig, die Leute sind immer nett und freundlich. Viele Eindrücke bleiben. Und wie günstig, 1.5 kg Rüben, grosser Blumenkohl, zwei Zitronen zusammen nicht einmal ein Franken.

Weitere Eindrücke von diesem einfachen Leben.

Erkundungen

Wir wollten die Umgebung von Pokhara erkunden und waren zum Begnassee in der Nähe gefahren. Er ist weniger touristisch, aber die Nepali kennen die Gegend gut. Hier gibt es Ausflugsboote und viel Fischzucht mit Fisch-Researchcenter.

Der Wunsch war einen super Platz mit Aussicht auf See und die hohen Berge. Wegen schlechter Sicht konnten wir Bergsicht vergessen. Wegen schlechten, steilen Strassen verzichteten wir auch auf einen Panoramaplatz und landeten am Schluss unter dem Seedamm auf einer grossen Wiese, wo wir den Fussballern zuschauen konnten.

Interessant wurde eine Wanderung am See zu einem einsamen Ressort und zurück zu einem Yogacenter. Beim Mittagessen mit herrlichem Ausblick konnten wir uns mit jungen Leuten aus aller Welt austauschen, welche einen 200 h – Kurs in Yoga absolvierten.

Auf weitere Exkursionen tiefer ins Annapurnagebirge verzichteten wir. Es braucht bessere Sicht um die Strapazen mit Jeeps und den schlechten Strassen auf sich zu nehmen. Die Chinesen bauen aktuell Strassen für den Übergang nach Tibet. Nach Monsun ist im September/Oktober wahrscheinlich auch die Sicht besser. Empfehlung noch 2-3 Jahre warten.