Heute war der Beginn des Ramadans, d.h. Essen, Trinken gibt es für die Moslems nur vor/nach Sonnenauf-/untergang.
Ja, den ganzen Tag bei bis 30°C arbeiten und 16.5 h nichts trinken ist schon hart. Speziell seien die ersten drei Tage, bis sie sich angewöhnt haben. Der Guide im Museum hatte trockene Lippen nach den vielen Gruppen und Erklärungen. Bei unserem Mittagessen sassen einige Männer nur am Tisch mit Handy und plauderten. Es war für uns auch sehr verständlich, dass ein anderer Guide Abends sofort nach der Uhrzeit auch während der Fahrt nach seinen Datteln griff und Wasser trank. Wohl bekomm’s!
Für uns ändert der Ramadan wenig. Nach einer ruhigen Nacht im Sahara-Wüstencamp in M’Hamid El Ghizlane im riesigen Draatal fuhren wir retour nach Zagoura.
Dabei überquerten wir zwei Gebirgszüge mit riesigen Tälern und machten einen Zwischenstopp in Tamagroute, einer Pilgerstàtte mit grosser Bibliothek. Hier gab es viele alte Bücher. Auch das Wissen von „unserem“ Avicenna (1’000 A.C.) aus Usbekistan/Iran wurde hier ausgetauscht.
Es folgte ein langer Rundgang durch die Altstadt mit ihren Lehmhäusern in kühlen Untergeschossen, einer Besichtigung der Töpferei. und ein feines Essen.
Der Ton wird aus 7 m geborgen, 24 h eingeweicht, gestampft, geknetet, geformt, die Gefässe 24 h getrocknet, bemalt und 3 h gebrannt. Dieser Ort ist wegen seiner grünen Manganfarben bekannt.
