Iran ist ein sehr gastfreundliches Land. Dies beginnt bereits beim Zoll, immer wieder auf der Strasse, im Restaurant, Geschäft und besonders bei privaten Einladungen. Die ersten drei Nächte in Mashhad verbrachten wir auf einem grossen Gasthof und wurden zu unserem Guide Sirous mit Familien eingeladen.
Ein freiwilliger Guide begleitet unsführt uns durch MoscheenSpontan helfen Frauen beim Anziehen des Tschadorswir werden eingeladenimmer freundliches Interesseherzliche GastfreundschaftWir werden hofiertwer wurde schon von einem so netten Coiffeur geküsst
Ein lange gehegter Wunsch für Martin ging in Erfüllung – ein Besuch der Moscheen von Imam Reza in Mashhad. 30 Mio. Pilger im Jahr und bei besonderen Anlässen bis 5 Mio. Pilger pro Tag kommen hierher. Nach Mekka, Medina ist dies die Drittgrösste Pilgerstätte für Moslems.
Vor dem Eingang kam ein freiwilliger Herr und brachte einen sauber gewaschen und gebügelten Tschador. Spontan halfen lachende Frauen Gaby, diesen korrekt anzuziehen. Nach der Eingangskontrolle kamen wir auf mehrere riesige Plätze mit vielen Moscheen. Eine war schöner als die Andere und seit 15. JH. immer noch mit herrlich glasierten Mosaiken. Immer wieder wurde und wird der Komplex erweitert um die wachsende Anzahl von Pilgern zu bewältigen.
Als Gäste wurden wir von einem Mullah begrüsst, ein Einführungsfilm gezeigt und Fragen beantwortet. Obwohl es viele Leute hatte, verlief alles sehr ruhig und ordentlich. Die Hunderte von Hand geknüpften, sehr sauberen Teppiche wurden zum Gebet ausgerollt. Nach Aussage werden sie nach drei Jahren gewaschen, ins Ausland verkauft und durch neue ersetzt.
Spannend, wie immer noch schönes Handwerk möglich ist und wieviel Glanz und Herrlichkeit nötig ist. Für uns war es auch sehr eindrücklich, wie unkompliziert wir durch die Räume von Betenden wandern konnten und wieviele Pilger aus so verschiedenen Ländern dies als lebenswichtigen Abschnitt betrachten. Hier im Untergrund eine Moschee für betende Araber.
Weiter ging es zu Museen mit sehr eindrücklichen alten Schriften und schönsten handwerklichen Arbeiten..
Mahmoud Farshchian, der wichtigste Iranische Maler, geboren 1930 in Isfahan kreierte Bilder aus den Versen von Ferdowsi, welcher nach der Arabisierung um 1’000 nach Christus dreissig Jahre umherwanderte und die persische Vergangenheit suchte mit ihren herrlichen Geschichten. Er schrieb über 60‘000 Verse, welche der Künstler in neue fein gepunktete Bilder umsetzte. Für uns herrlich, diese verschiedenen Geschichten – fast wie Märchen – zu hören.
Grabstätte von FerdowsiErleuchtung Mohammads, späterer Himmelsritt. Ab 4 Himmel muss er alleine bis in den 7. Himmel steigen.Selbstportrait, nachdem er wieder malen kannEin Mullah rettet Reh vor Jäger, da die Mutter zuerst zwei Kitz aufziehen soll
Am Schrecklichsten findet Martin die Sage vom Rostam, dem damals kräftigsten Mann. Er durfte seine geliebte Prinzessin aus dem Nachbarland nie heiraten, Bei einem Krieg forderte er den stärksten Mann zum Kampfe heraus. Sohrab, ein dreizehnjähriger Junge trat hervor. Rostam war überrascht von der Kraft dieses Jungen, konnte ihn schlussendlich aber schwer verletzen. Da sah er dar das Armband, das er ursprünglich seiner Prinzessin für ihre Nachfolger gegeben hatte. Das Schlimmste war passiert, er hatte gegen seinen eigenen Sohn gedämpft. Er ritt die ganze Nacht durch und holte Medizin gegen das Gift. Aber er kam zu spät, sein Sohn war bereits tot.
Bild von anderem MalerMonument beim Park von Ferdowsi
Wir fuhren problemlose 350 km Autobahn retour durch die Wüste nach Buchara. Hier galt es für die Ausreise nach Turkmenistan alles vorzubereiten: Fahrzeug waschen, Diesel, Gas, Wasser, Küche auffüllen, Reinigung, Pneudruckkontrolle, Wäsche waschen und auch die mögliche Reise durch den Iran zu planen.
Screenshot
Daneben konnten wir uns erholen und weitere Teile von Buchara entdecken. Das älteste Mausoleum Zentralasiens hat schon 1‘100 Jahre hinter sich und besticht durch die einfache, sehr abwechslungsreiche und demnach robuste Ziegelbauweise (Mauern 1.8 m dick).
Weiter ging es durch den schönen Park (ehemals Friedhof), Zwischenhalt bei den Taubenzüchtern am Samstag Morgen mit anscheinend speziellen Buchara-Tauben.
Das Thema Wasser und Kanäle prägt Geschichte und Kultur. Grosses Wissen war/ist vorhanden. Dass es immer weniger Wasser gibt, wird als Schicksal angenommen.
Wasserkanäle um BucharaWasserzisterne im Untergrund
Hier waren Hotels und Essen super und auch Puppenspieler erfreuten uns.
König oben, Harem unten
So genossen wir eine gute Zeit und waren bereit für die Ausreise nach Turkmenistan.
Am Vorabend kam auch der Englischlehrer bei uns vorbei und lud uns zu einem Schulbesuch am andern Morgen um 08.10 ein, welches wir gerne annahmen. Die Schüler erklärten uns, einfach der langen Dorfstrasse entlang auf der linken Seite sei das Schulhaus.
mit Englischlehrer
Pünktlich waren wir vor Ort, wunderten uns, dass die Schüler und der Lehrer nicht anwesend waren. Freundlich wurden wir begrüsst und in das Rektorbüro gebeten. Danach durften wir bei der morgendlichen Begrüssung dabei sein und es gab viele Fotos.
Unsere erste Begrüssung
Danach fuhren wir weiter und kamen zur Abzweigung, welche wir fast verpassten. Plötzlich tauchte die Schülerin Oynur auf und sagte, Sie hätten schon lange auf uns gewartet. Dank ihrer Mutter, welche an der ersten Schule lehrte, erfuhr sie, dass wir zwar rechtzeitig, aber an der „falschen“ Schule waren.
Das gegenseitige Wiedersehen freute alle und so wurden wir durch die Schule geführt und konnten zwei modern installierte Englischschulzimmer besichtigen. Hier ist der Spirit gross, Englisch zu lehren. Der Regierungspräsident fördert dies mit einem Wettbewerb. Die beste Klasse kann 20 Tage nach London reisen! Diese Klasse hatte bereits den ersten Regionalpreis gewonnen und wurde Dritte im grossen Wettbewerb. Vom Direktor bis zu den Schülern herrschte riesiges Interesse, nächstes Mal diesen Wettbewerb zu gewinnen. Viel Glück – hier die bisher Besten!
DirektorElbekEnglischlehrerOynurAtamurodAnora
Auf die Frage vom Direktor, was noch zu verbessern sei, hatten wir keine Antwort, war doch alles bestens eingerichtet. Nachträglich kam uns die Idee, Lizenzen für die Laptops/Handys mit englischen Onlinekursen anzubieten. So könnten sich interessierte Schüler intensiver inkl. Aussprache weiterbilden und messbaren Erfolg bieten.
Wir verliessen ungern diesen ruhigen Wüstenplatz und fuhren retour Richtung Buchara. Martin wollte unbedingt noch den riesigen Fluss erleben, der den Aralsee nicht mehr füllt.
Unterwegs besuchten wir die dritte Festung, speziell, da die 28 Wehrtürme ausserhalb der Mauern angebracht wurden und wahrscheinlich nur über Zugbrücken erreicht werden konnten.
Weiter fuhren wir über Land mit vielen Wasserkanälen bis zum grossen Amudarya, wo es eine lange Brücke gab, welche für Zug und Fahrzeuge abwechslungsweise genutzt wird.
ehemalige KolchoseMelonenernteBaumwollernteeinspurige abwechslungsweise genutzte Eisenbahn- und Strassenbrücke
Hier suchten wir einen Platz zum übernachten und fanden eine Bleibe nahe zweier Kanäle, welche grosse Mengen über je ein offenes Stauwehr abzweigten. Die Breite der Kanäle war wie die Aare, alles ursprünglich von Menschen mit Schaufeln ausgehoben.
Grosse Brücke für Bahn und FahrzeugeAmudarya
Wir wurden intensiv bei unserem Abendspaziergang beobachtet und schlussendlich von vielen Schülern umringt. Sie nutzten die Gelegenheit ihr Englisch zu praktizieren. Toll diese Herzlichkeit.
Von Chiwa fuhren wir nordöstlich durch fruchtbares Gebiet mit einem kleinen See Richtung Wüste. Auch hier war der Wasserspiegel recht tief.
Zuerst besuchten wir die Festungsruinen der Toprak Kala aus dem 2.-4. JH. Diese wurde mit ungebrannten Lehmziegeln 40x40x10 cm (38 kg schwer!) errichtet. Imposant, diese Dimensionen und was immer noch vorhanden ist. Sie diente zum Schutz vor Überfällen von Nomaden. Das Wetter war so ideal, dass wir hinter der Burg für uns gekocht hatten – herrlich.
Weiter ging es dem See entlang in die Wüste zur Ayaz Kala. Bereits im 2. JH.BC lebten hier bis 2’500 Menschen mit ihren Tieren. Vor den Gefahren von plündernden Nomaden oder Heeren zogen sie sich in die Tunnel hinter den Mauern der Festung zurück. Sonst lebten sie in der Ebene wo früher hier ein grosser Fluss durch das damals sehr fruchtbare Tal floss – ist heute Wüste mit einem fast trockenen Wasserkanal in der Nähe.
Daneben war ein Jurtencamp, wo wir mit Sicht auf die Ebene im Fahrzeug übernachteten. Diese Ruhe, dieser Frieden, wir genossen es sehr und stiegen morgens und Abends zur grossen Burg hinauf. Frei, ohne Eintritt und nur mit sehr wenigen Leuten – richtig zum geniessen.
Aufstiegin Tunneln hinter der Mauer konnte sich das Volk versteckenPalast unterhalbSand glänzt goldigKamele auf Gang zum Wasser
Mangels Wasser wanderten die Leute im 6. JH. aus. Schon damals gab es klimatische Veränderungen und die Menschen mussten sich Anpassen. Dazu kam der Einfluss von der Religion und den verschiedenen Herrschern mit immer wieder ändernden Gebietsansprüchen.
Xiva oder Chiwa (auch Khiva, kyrillisch Хива, persischخيوه, DMGḪīwa) ist eine Oasenstadt in Usbekistan mit zahlreichen Zeugnissen der Vergangenheit. Ichan Qalʼа, der historische Stadtkern von Xiva, wurde 1990 in das UNESCO-Welterbe aufgenommen.
Wir genossen zwei Tage diese herrlich restaurierte Altstadt mit sehr vielen Museen und handwerklichen Souveniershops auch ohne Kamelkarawane. Diese grosse Altstadt ist immer noch von einer grossen Mauer umgeben.
unser Ausblick vom Fahrzeug auf die Mauer
Von Urganch fuhren wir 40 km einer seltenen Trolleybuslinie entlang nach Chiwa. Dabei überquerten wir 16 teilweise grosse Kanäle zur Bewässerung dieses fruchtbaren Gebietes. Aktuell hatte es sehr viele Touristen, dass wir nicht einmal im von uns gewünschten Hotel übernachten konnten. So entschieden wir uns, direkt neben der Altstadtmauer auf dem Busparkplatz zu übernachten. Endlich wieder einmal im eigenen Bett schlafen (ohne Registrierung)!
Zuerst besuchten wir den Palast vom letzten Khan im 19. JH. und schlenderten danach durch die Altstadt und genossen die vielen Eindrücke.
Nach einer Erholungspause wanderten wir auch Abends nochmals durch die Altstadt mit märchenhafter Beleuchtung. Auch die Touristen bekamen nicht genug und genossen bis spät, dass man draussen sitzen, essen und trinken konnte.
Der zweite Tag wurde fast zu einem Marathon durch viele Museen, aber es war so interessant, mehr über die Geschichte und das Handwerk zu erfahren.
mit Touristen und Souveniers
Die Leute hier waren und sind sehr tüchtig und fleissig. Es gab neben den Moscheen rund 300 Medresen – (Koran-) schulen. Viele wurden gut restauriert und werden heute als Museen und Shops genutzt. Dabei stricken die Museumswächterinnen nebenbei noch Socken, Handschuhe, etc., man kann den Schreinern und Malern, etc. zusehen.
Es war eine echt lebendige Altstadt und für die Touristen sehr günstig, z.B. Pelzmützen ab 30 Euro. Entsprechend wird auch gehandelt und gekauft. Vielleicht wäre es gegen Ende des Herbstes etwas ruhiger?
Uns hatte Chiwa sehr gefallen und so viele interessante Museen über Handwerk und Geschichte in zwei Tagen hatten wir noch nie besucht. Sogar unsere zwei Handybatterien waren erschöpft von den vielen Eindrücken.
Von Buchara fuhren wir in über sechs Stunden 400 km nordwestlich und folgten dem Amudarya in das fruchtbare Gebiet von Chiwa, mit früherem Sklavenhandel und Raubzügen.
Der riesige Fluss aus den Bergen von Tadschikistan wird sehr intensiv für die Landwirtschaft genutzt und daher fehlt das Wasser im Aralsee, der zu einer Wüste vertrocknet. Später planen wir nicht quer durch die Wüste nach Ashgabat zu fahren, da die Strasse sehr schlecht sein soll, sondern retour via Buchara (Buxoro).
Morgens verliessen wir unsere freundlichen Gastgeber, suchten und fanden keinen Diesel, fuhren jedoch trotzdem los.
Irina
Zuerst begleitete uns noch intensive Landwirtschaft mit Baumwolle, Mais, inkl. Treibhäusern, rasch folgte eine riesige flache ebene Wüste. Wir waren überrascht über die neue, gute, betonierte „Autobahn“, vierspurig, getrennt, durch wenige Dörfer, jedoch mit U-turn und manchmal überquerenden Menschen.
Zuerst Treibhäuser, später sahen wir in der Ferne die Gasfelder. Gegen Schluss erkannten wir den Fluss Amudarya in grüner Umgebung, aber ohne grosse Bäume.
Die letzten 80 km waren wieder Usbekische holperige Strassen, recht anstrengend, dafür wieder in grüner Umgebung mit vielen Menschen. Hier konnten wir auch erstmals den Fluss Amudarya überqueren, der an vielen Orten die Grenze zu Turkmenistan bildet. In der Nähe vom Flughafen in Urgench fanden wir in neuem Entwicklungsgebiet unsere Bleibe.
Buchara ist ein Muss für viele Touristen. Eine interessante Altstadt, herrliche historische Bauten und viel Handwerkskunst erwarteten uns.
Bild von Buchara
Zuerst hatten wir Mühe nach der langen Fahrt eine gute Übernachtung zu finden. Viele relativ kleine Hotels sind in der Altstadt, wo man nicht einfach parken kann. Somit suchten wir etwas ausserhalb neben dem Flughafen in einem grösseren, etwas alten Hotel und genossen den Abendspaziergang.
Anderntags ging es in die Altstadt zuerst zur imposanten Festung, ursprünglich aus dem 5. JH.
Burg Arc in früheren Zeiten
Danach besuchten wir Moscheen mit Koranschulen. Hier gibt es mehrere und diese zeugen von der Blütezeit ab dem 13. JH. In fast jeder ursprünglichen Studierzelle war ein Souveniershop, teilweise mit Handwerksbetrieben für Messer, Porzellan, Miniaturen und Kleider in grosser Vielfallt bis zu Persianermänteln und -Mützen.
Da wir nicht unser Fahrzeug dabei hatten und „Mussten“, besuchten wir ein kleines Hotel auf, baten die Toilette benutzen zu dürfen und um einen Tee. Zuerst etwas überrascht, wurde es zu einem schönen Kontakt und wir meldeten uns direkt für die nächsten zwei Nächte an.
Von hier konnte man in Gehdistanz die Altstadt weiter besichtigen. Es ging zum 43 m hohen Minarett mit 20 m tiefen Fundament, das seit 10. JH. auch mehrere Erdbeben überstand. Selbst Dschingis Khan war vom höchsten Turm Zentralasiens beeindruckt und zerstörte es nicht. Wir schlenderten danach in Ruhe durch die schönen Gassen, als erste Geschäfte zu öffnen begannen.
Uns überraschte die Qualität der Miniaturen und wir setzten uns näher damit auseinander. Speziell gefiel Martin ein Bild des berühmten persischen Arztes um 1‘000 n. Chr. Abu Ibn oder auch Avicenna genannt, der hier nah Buchara geboren wurde, hier aufwuchs und danach bei verschiedenen Kalifen auf dem Weg bis Isfahan diente. Wie man so viele Disziplinen (von Jus, Mathematik, Astrologie, Philosophie bis Medizin studieren, wie man über 40 Bücher schreiben konnte, 450 Kräutermischungen zu einzelnen Krankheiten entwickelte, lange Reisen unternahm und den Wesir auf Kriegszügen begleitete – Unglaublich!!! Ursprünglich überzeugt, dass es immer eine Lösung (Medizin, Chirurgie) gab, konnte er seinen Freund nicht retten und nach seinem Tod wurde auch ihm seine Grenzen bewusst.
Dank intensivem Austausch erfuhren wir, dass es etwas ausserhalb eine berühmte Schule für Miniatur-Malereien gibt. So fuhren wir hin zu einem grünen Paradies und konnten der Papierherstellung beiwohnen. Es gab geschöpftes Papier aus gestampften Ästen von Maulbeerbäumen, aus Baumwolle und aus Seide.
Schön auch bei echten Malern beiwohnen zu dürfen, ohne die übliche Show in Shops. Dass wir danach im Garten essen durften und mit Karine aus der Westschweiz uns austauschen konnten, machte diesen Tag ganz speziell. Vielleicht sehen wir den Meistermaler Davron Toshev wieder an einer Ausstellung Ende November in Strassburg? Er will auf unseren Vorschlag eine Miniatur vom Arzt zum Thema Ophthalmologie malen. Vielen Dank.
Afrasiab wurde in der fruchtbaren Ebene von Serafchan bereits 750 v. Chr. gegründet und um 1220 von Dschingis Khan zerstört. Ab 13. JH. konnte sich die Stadt wieder erholen und der mongolische Herrscher Timur machte die Stadt zur Hauptstadt seines Grossreiches mit 150’000 Einwohnern. Umbenannt zu Samarkand an der Seidenstrasse entwickelte sie sich zur Handelsstadt für Seide und Waffen und wurde im 15. JH. zu einer berühmten Bildungsstätte. Der König Ulugh Beg war vielseitig interessiert und förderte alle wissenschaftlichen Fächer bis zur Astronomie, sammelte viele Bücher und förderte die Bildung.
So wurden viele Moscheen mit Mätressen (Ausbildungsplätze) gebaut, welche später verfielen und erst ab 1930 in der Zarenzeit wieder restauriert wurden. Dank diesen Restaurierungen ist Samarkand heute ein Touristenspot und viele Besucher weilen hier in der aktuell idealen Reisezeit (nicht heiss/kalt).
Registan Square 1960Mausoleum Amir Temur 1930
Am Sonntag Morgen besuchten wir auch mit vielen Einheimischen mit ihren glänzenden Kleidern zuerst die Mausoleen. Auf einer Erhöhung sind viele Gräber und Grabstätten mit sehr schönen Ausstattungen. Herrlich, diese schönen Arbeiten.
unterschiedliche TouristenKuppel von Mausoleum
Martin versuchte einige dieser Kuppeln von unten nach oben aufzunehmen.
von unten auf Kuppel
Weiter ging es zur aktuellen Moschee, über die Brücke zum Hazrat Khizr – Komplex und wie meist auch zum Basar. Unglaublich diese Vielfalt. Studenten nutzten die Gelegenheit uns zu interviewen um ihr Englisch zu trainieren.
neue aktuelle Moschee
Am Montag besuchten wir das Registan mit mehreren Moscheen und ihren Ausbildungsstätten in schönen Innenhöfen. Wie immer gab es die vielen Souveniershops, wobei in Samarkand immer noch viel Seide verwoben wird und das Wissen für gebrannte Kacheln vorhanden ist.
Wir nahmen uns Zeit, sahen sehr vieles und kamen so auch zur Musikvorführung mit verschiedenen Instrumenten oder dem Betrachten der schönen Seidenteppiche. Samarkand war für uns intensiv und sehr erlebnisreich.